Campus

Das Campus-Programm richtet sich an die Teilnehmer*innen des Theatertreffens der Jugend und ist nicht öffentlich. Es untergliedert sich in die Bereiche Praxis mit verschiedenen Theaterworkshops und Dialog mit den täglichen Aufführungsgesprächen und der täglich erscheinenden Festivalzeitung.

Praxis

Samstag, 25. bis Mittwoch 29. Mai 2019, jeweils 9:30 – 12:00 Uhr und 13:30 – 16:00 Uhr
Donnerstag, 30. Mai 2019, 9:30 – 12:00 Uhr
Workshop-Showing: 13:30 – 15:00 Uhr

Alles über Eiscreme und mehr ...
Mit Simone Dede Ayivi und Rosa Wernecke

Eiscreme ist kalt, Eiscreme ist lecker, Eiscreme klebt. Alle mögen Eiscreme. Aber was wissen wir eigentlich über Eiscreme? Oder was wollen wir anderen darüber erzählen? Welche Geschichten, Bilder, Räume fallen uns ein, wenn wir an Eis denken?

Dies ist ein Workshop zu Recherche- und Dokumentartheater. Im Dokumentartheater werden keine fiktiven Geschichten erzählt, sondern wahre Begebenheiten, Beobachtungen und Informationen szenisch auf die Bühne gebracht. Man beschäftigt sich ausführlich mit einem Thema, recherchiert und sucht Material und inszeniert die gesammelten Ergebnisse im Bühnenraum. In unserem Workshop machen wir das am Beispiel Eiscreme um unterschiedliche Mittel und Techniken des szenischen Arbeitens kennenzulernen. Diese Mittel und Techniken lassen sich dann auf alle weiteren Themen anwenden, die uns wichtig sind: politische und persönliche Fragen. Phänomene aus den Nachrichten oder aus unserem Alltag.

Wir überlegen gemeinsam, welche Aspekte eines Themas wir besonders interessant und wichtig finden und wie wir einem Thema oder Anliegen auf der Bühne gerecht werden. Welche Mittel des Theaters eignen sich dafür das Thema einem Publikum vorzustellen? Welche szenischen Hilfsmittel gibt es und wie macht welcher Einsatz Sinn? Wir entscheiden uns, ob wir Bücher über die Geschichte von Eiscreme lesen oder Interviews in einer Eisdiele führen wollen. Wollen wir uns selbst vor das Publikum stellen und erzählen? Welche Theaterräume wollen wir erzeugen? Wollen wir Videos von Eisesser*innen zeigen? Wollen wir einen Text über die Rolle des Eis in der kommenden Revolution schreiben? Einen Song über Eiscreme singen?

Am Ende haben wir uns ein breites Set an Tools, Methoden und Ideen an der Hand, mit dem sich jedes Thema spannend szenisch umsetzen lassen kann.

Simone Dede Ayivi ist Autorin und Theatermacherin. Sie studierte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim und inszenierte anschließend am Ballhaus Naunynstraße. Dort arbeitete sie mit Schauspieler*innen of Color gegen Rollenbilder und Zuschreibungen an, mit denen sie im Alltag und am Theater konfrontiert sind. An den Sophiensælen zeigte sie die Performance „Krieg der Hörnchen“, in der sie die Verdrängung des Eichhörnchens durch das nordamerikanische Grauhörnchen in Bezug zur Migrationsdebatte setzt,„Performing Back – eine zukünftige Erinnerungsperformance zur deutschen Kolonialgeschichte aus afrodeutscher Perspektive“, die feministische, afrofuturistische Performance „First Black Woman in Space“ und „QUEENS – eine Bildstörung“, eine Performance über vorkoloniale Konzepte von Gender und Familie.

Rosa Wernecke, geboren 1986, studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Mediale Künste in Köln. Seit 2009 realisiert sie mit dem feministischen Performancekollektiv Swoosh Lieu Theaterarbeiten, Installationen und Hörspiele. Ihre Arbeiten waren schon u. a. zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffen, dem Impulse Festival und dem Festival Politik im freien Theater eingeladen. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main und arbeitete in der technischen Produktion der Dresden Frankfurt Dance Company. Außerdem arbeitet sie als freiberufliche Licht- und Videodesignerin für Theater, Tanz und Performance.
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„embody the facelessness“ oder „DAS“
Mit Photini Meletiadis

Deine Attitude verrät alles über dich!

  • Körpersprache – Gestik, Mimik und Haltung lesen.
  • Wie transportieren wir unser Aussehen, bzw. das, was wir projizieren wollen?
  • Was ist Ausstrahlung und wie kann ich diese beeinflussen?

In diesem Workshop werden folgende Fragen mittels Improvisation erforscht:
Welche Rollen habe ich in meinem Alltag und welche Rolle beinhaltet welche Mimik? Wie kann ich diese verändern und wie verändert das meine Ausstrahlung oder sogar die Rolle? Wie bewege ich mich mit einer Gesichtsverhüllung – in der Gewissheit, zu sehen, aber nicht gesehen bzw. erkannt zu werden? Worauf konzentriert sich meine Aufmerksamkeit dann? Mimik und Emotion wird auf den Körper übertragen. Wir verkörpern Gesichtslosigkeit/Anonymität, und fangen über einen instinktiv gesteuerten, animalischen Ansatz/Zustand an. Von da aus bewegen wir uns zwischen maskulinen und femininen stereotypen Bewegungs- und Verhaltensweisen und untersuchen „DAS“ dazwischen. Mit abgedecktem Gesicht (Stoff) hinterfragen wir des Weiteren „unvoreingenommene“ Körpersprache, Haltung und Bewegungen. Wir gehen nach Innen und transportieren unsere Haltung über Bewegungssprachen nach außen. Umwandlung steht für Veränderung. Finde den Mut, dich zu wandeln!

Photini Meletiadis ist als freischaffende Tanzkünstlerin im In- und Ausland unterwegs. Ihre Arbeiten waren schon in Spanien, Griechenland, Polen, Litauen, Portugal und China zu sehen. Ihr Fokus liegt auf der Wandelbarkeit der Bewegungssprache in unterschiedlichen Kontexten. 2009 schloss sie am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln ein Diplom in Bühnentanz und 2013 den Master of Arts in Tanzvermittlung im zeitgenössischen Kontext ab. Einen Teil ihres Studiums absolvierte sie an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten. Seit 2009 choreografiert und tanzt sie für ihre eigenen Projekte und arbeitete seitdem mit zahlreichen Künstler*innen, Vereinen und Kompanien in interdisziplinären Produktionen und theatralen Performances zusammen. 2010 erhielt sie ein Stipendium von der Kunststiftung NRW für eine Bewegungs- und Rhythmusrecherche über indische traditionelle Tänze und südindische Musik in Chennai. Für und mit Kindern und Jugendlichen entwickelte sie zwischen 2013 und 2018 mehrere Choreografien und Projekte. 2015 war sie Dozentin für Zeitgenössischen Tanz an der Internationalen Akademie für Filmschauspiel in Köln. 2017 wurde sie für den Kölner Tanz- und Theaterpreis nominiert und choreografierte für das Projekt „Languages of Drums“ im Rahmen vom AchtBrückenFestival an der Kölner Philharmonie.
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The moment is magic – eine spielerische Forschungsreise
Mit Fräulein Bernd

Überall dabei und nirgends richtig da – kennst du das auch? Du bist mit einer*einem guten Freund*in im Gespräch, da surrt es und das Smartphone drängt sich dazwischen. Ist doch toll – durch deine WhatsApp-Gruppen bist du mit allen immer in Kontakt! Aber irgendetwas fehlt. Was heißt es, wirklich im Moment zu sein? Wenn wir Performance und Theater machen, erleben wir genau das, unsere gesamte Aufmerksamkeit und Präsenz ist gefragt: Wo stehen die anderen im Raum, spüre ich ihre Energie? Spüre ich meine eigene Energie und die Möglichkeiten, die in jedem Augenblick liegen – in mir und zwischen uns? Was zeige ich von mir, was darf da sein? Was würde passieren, wenn ich keine Angst hätte, zu zeigen, was ich in diesem Moment fühle?

In diesem Workshop begeben wir uns auf eine spielerische Forschungsreise zur Kreativität des Augenblicks. Wir erproben und erspüren unterschiedliche Möglichkeiten, im Moment zu sein, in Verbindung zu gehen mit uns selbst, den anderen und der Welt. Durch das Spiel von Nähe und Distanz, über Theaterimprovisation und Performance, Sound, Bewegung, Berührung und Stille.

Fräulein Bernd – das sind Julia Lemmle und André Vollrath. Wir entwickeln Performances für Räume und Veranstaltungen, in denen es um Begegnung und politische Veränderung geht. Uns macht es Spaß, Themen zu recherchieren, Texte zu schreiben, Choreografien und eigene Songs zu entwickeln und auf der Bühne zu stehen. Das Spannende dabei ist die Arbeit im Team. Dabei haben wir u. a. gelernt, wie wichtig es ist, dass wir uns bei den Proben wohl fühlen und in einem guten und ehrlichen Kontakt sind. Wenn wir nicht mit Fräulein Bernd unterwegs sind, arbeiten wir als Coach und Trainer*in für Kommunikation, persönliche Veränderung, Empowerment und Diversity.
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Ich in der Welt – Themenfindung und -bearbeitung im literarischen Schreiben
Mit Deniz Utlu

Literarisches Schreiben verbindet uns stärker als andere Formen der Textarbeit mit tiefsitzenden, oft uns selbst gar nicht bekannten Ängsten, Wünschen, Bedürfnissen und Formen des Verlangens. Auch Bilder, die wir uns in unserer Kindheit und im Alltag einverleibt haben, lagern sich auf unserer Sprache, auf unserer Wahrnehmung ab und kommen letztlich in der Darstellung zum Vorschein.

Wie können wir im Schreiben zu unseren innersten Konflikten vordringen und sie in eine Form bringen, die allgemeingültig ist? Was haben unsere ureigenen Ängste und Freuden mit der Welt zu tun, in der wir leben und die uns hervorgebracht hat? Wie kommen wir Bildern auf die Spur, die sich in uns festgesetzt haben, aber gar nicht uns gehören, sondern Stereotype sind, die wir über Familie und Schule, aber auch über Filme und Bücher aufgenommen haben? Was hat das alles mit der Angst vor dem weißen Blatt zu tun und wie überwinden wir diese?

In unserem Workshop schauen wir nach den Texten, die bereits in uns entstehen, ohne dass wir es vielleicht wussten, und üben Techniken ein, um diese Texte aufs Papier zu bringen und an ihnen zu arbeiten. Dazu gehören einfache Schreibübungen sowie die Besprechung von produziertem Text. Schreiben lernen heißt immer auch Lesen lernen – das Lesen von Texten anderer, von sich selbst und von Welt.

Deniz Utlu ist Romanautor. Er studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris und lebt in Berlin. Er arbeitet als Kurator für Festivals und thematische Reihen und gründete das Literatur- und Gesellschaftsmagazin freitext in Hannover. Sein erster Roman „Die Ungehaltenen“ kam im Studio des Maxim Gorki Theater in Berlin auf die Bühne. Er schreibt u. a. für Der Tagesspiegel.
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UND AM ANFANG STAND DAS MANIFEST
Mit Maxi Klingbeil und Leonie Jenning

Was geht hier eigentlich vor sich? Was zum Teufel hat man sich denn dabei gedacht? Das kann doch wohl nicht deren Ernst sein! Warum komm ich eigentlich immer zu spät? Und wieso habe ich schon wieder meine Schlüssel verlegt? Wir wundern uns so oft über alltägliche Begebenheiten, die nicht zu begreifen sind, weil sie scheinbar an Unzulänglichkeit kaum zu übertreffen sind.

Wir wollen in diesem Workshop die heimlichen Manifeste unter unseren Betten hervorkramen, unseren Anliegen in Verbindung mit dem Theater einen öffentlichen Raum geben und diese so performativ untersuchen. Wir erklären diese Anliegen und die Kunst, die wir machen, als außerordentlich wichtig. Das Theater spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es erschafft neue Realitäten, genauso wie es Realitäten zerstört. Über die Mittel der Kunst bietet es einen Schutzraum, auch wenn es ein öffentlicher Ort ist. Hier können wir unseren Absichten und Zielen künstlerisch Ausdruck verleihen. Diese kritische Auseinandersetzung kann sehr wohl politischer Natur sein, muss es aber nicht unbedingt, sondern ist auch im alltäglichen Mikrokosmos zu finden. Wir wollen uns in einem Manifest-Labor retrospektiv mit künstlerischen Manifesten der Avantgarden des letzten Jahrhunderts auseinandersetzen, um aus Vergangenem zu schöpfen und so einen Leitfaden für unsere Praxis zu entwickeln. Wie sieht so ein Manifest überhaupt aus und wie zeigt man das dann auf einer Theaterbühne? Macht man vielleicht doch lieber einen Film, oder eröffnet man am besten einen Salon, eine Begegnungsstätte für alle Menschen der Welt?

Maxi Klingbeil ist Mitte zwanzig und lebt in Berlin. Sie studiert Philosophie, Kulturwissenschaft sowie Theater- und Filmwissenschaft. Theatererfahrung sammelte sie vor allem bei Frank Castorf in der Dramaturgie und u. a. bei den Salzburger Festspielen 2018. Darüber hinaus war sie auch an Produktionen von P14 im dritten Stock der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz beteiligt und für die Dramaturgie von der Bäckerei Harmony-Produktion im Ring Theater Berlin 2018 zuständig.

Leonie Jenning ist 22 Jahre alt und lebt seit ihrer Geburt in Berlin. 2014 machte sie Abitur an der Rosa-Luxemburg-Oberschule in Pankow und studierte im Anschluss im Bachelor Philosophie / Ethik im Hauptfach und Deutsch im Nebenfach an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit Oktober 2018 studiert sie Theater-Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Seit 2011 ist Leonie Jenning außerdem Teil des Jugendtheaters P14 der Volksbühne Berlin. Sie hat dort nicht nur als Schauspielerin an vielen Produktionen mitgewirkt, sondern mit ihrem Regie-Kollektiv Bäckerei Harmony auch eigene Produktionen auf die Bühne gebracht. Als Co-Regisseurin hat sie neben den Produktionen im dritten Stock der Volksbühne im Jahr 2018 auch ein Theaterstück am Ring Theater Berlin inszeniert.
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Etwas aus Nichts
Mit Julia Wissert und Benita Bailey

Wir alle kennen das Problem: Der Anfang eines Projektes ist das Schwerste. Was will ich machen? Wie soll es aussehen? Welche Form soll es haben? Ist das Interessant? Im Workshop wollen wir verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, wie man aus Nichts etwas entwickeln kann. Und alles beginnt mit euch. Welcher Gegenstand bedeutet dir etwas, welche Geschichte hat dich berührt, welche Orte findest du spannend? Gemeinsam schauen wir uns die Dinge, die eigentlich „nichts“ sind, an und entwickeln daraus Szenen. Damit, wenn ihr das nächste Mal denkt, nichts geht mehr, doch was geht – auch wenn ihr mal was alleine macht. Ausgangspunkte können Smartphones, Lieder, Gegenstände, Texte, Geschichte, Aufnahmen aller Art sein, Dinge, die ihr schon immer mal auf der Bühne verarbeiten wolltet.

Julia Wissert, geboren in Freiburg im Breisgau, studierte an der University of Surrey Drama und Medien und gründete mit ihren Kommiliton*innen in London das Physical Theatre Kollektiv Los Banditos Perditos. Nach ihrer Rückkehr aus England folgten Regieassistenzen am Theater Basel, Theater Freiburg und Staatstheater Oldenburg. Dabei assistierte sie u. a. Thom Luz, Jan-Christoph Gockel und Anna Bergmann. Nachdem sie in Oldenburg erste Regieerfahrungen – sowohl im Bereich des Expert*innentheaters als auch mit professionellen Schauspieler*innen – gesammelt hat, folgte ein Regiestudium an der Universität Mozarteum Salzburg bei Amelie Niermeyer. Während des Studiums gewann sie den Publikumspreis des Körber Studio Junge Regie und den Preis der Stadt Salzburg für ihr Expert*innentheaterstück „Der Salzburger Totentanz“. Während ihrer Zeit in Salzburg schärfte sich das Profil von Julia Wissert in Richtung Postkolonialität im Bereich der performativen Künste. In ihrer Diplomarbeit untersuchte sie die Frage, wie an deutschen Theatern mit strukturellem Rassismus umgegangen wird. Julia Wissert ist neben ihrer Beschäftigung als Regisseurin auch als Kuratorin tätig und Teil von Kaleni, einem Kollektiv aus Künstler*innen aus Deutschland und Namibia. In der Spielzeit 2018/19 wird Kaleni mit der Unterstützung von Turn Fonds und den Ruhrfestspielen Recklinghausen ein Festival zur Zukunft der Arbeit in Deutschland und Namibia veranstalten. Ebenso wird sie in „2069“ einen künstlerischen Blick in die Zukunft aus der Perspektive von Jugendlichen of Color in und um Bochum entwickeln. Ab der Spielzeit 2019/20 wird Julia Wissert als Kuratorin der Cumberlandschen Bühne und feste Regisseurin am Staatstheater Hannover tätig sein.

Benita Bailey geboren und aufgewachsen in Rudolstadt in Thüringen, zog es sie nach Johannesburg, um in einem südafrikanischen Performing-Arts-Team mitzuwirken. Es folgten ein Afrikanistik- und Politikstudium an der Universität Leipzig und der Hong Kong Baptist University sowie Jobs in New York und Peking. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland begann Benita in Berlin zu arbeiten und entschied sich 2012 für ein Schauspielstudium, das sie im Sommer 2015 mit Diplom abschloss. Bereits während ihrer Ausbildung spielte sie in diversen Produktionen an Berliner Theatern, z. B. am HAU Hebbel am Ufer und am Ballhaus Naunynstraße, wo sie 2015 in der Theaterproduktion „One day I went to *idl“ spielte, die 2016 zum Theatertreffen der Jugend eingeladen wurde. Beim Theatertreffen der Jugend 2017 leitete sie mit Julia Wissert den Workshop „What if“. Auf der Leinwand war sie zuletzt auf dem Achtung Berlin Festival in der kanadischen Produktion „Kreuzberg“ und in einer Episodenhauptrolle in „Alarm für Cobra 11“ zu sehen. Benita lebt und arbeitet in Montreal und Berlin.
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CRY BABY
Mit Lea Langenfelder und Nicolas Rauch

„Ich würde ja, wenn ich könnte …“, „Das passt mir nicht, aber man kann ja eh nichts ändern“, „Was ich sage, interessiert doch keinen“, „Was kann ich alleine schon ausrichten?“
Mimimi …

Gehen dir all die Heulsusen auch auf die Nerven? Du sagst nicht nur deine Meinung, sondern handelst auch nach ihr? Du siehst dich als eine*einen Ehrenfrau*mann, mit größter Wahrscheinlichkeit dazu bestimmt, zukünftig als Retter*in der Welt aufzutreten? Dann bist du hier genau richtig! Wir verlassen den Theaterraum und die Bühnen des Selbstmitleids, wagen uns nach draußen, erforschen Cry Babies und analysieren ihr Gejammer.

Gemeinsam inszenieren wir durch die Nutzung unterschiedlichster Medien wie Objekt, Bild, Video, Sound, Geruch, Wand und Licht eine für Gäste erlebbare Rauminstallation. Wir stellen den Heulsusen dieser Welt unsere Parolen und Visionen entgegen!

Lea Langenfelder studierte Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Berlin und ist freischaffende Künstlerin und Autorin. Sie konzipiert Inszenierungen, Performances und Installationen, die u. a. in Berlin, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg und Heidelberg gezeigt wurden. Seit 2010 ist sie im Mannheimer Kollektiv Theater Performance Kunst RAMPIG tätig. Darüber hinaus arbeitet sie seit 2011 wiederholt mit dem Hamburger Künstlerkollektiv HGich.T, ihrem Performanceduo WARTE11, dem Kollektiv Positron und mit der Szenografin Sophie Lichtenberg zusammen und schreibt Texte für Ausstellungen und Theater. Projekte gab es u. a. am Nationaltheater Mannheim, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, im Kunstverein Bruchsal, dem zeitraumexit, Mannheim, und der Alten Münze, Berlin.

Nicolas Rauch ist freier Szenograf und Ausstellungsdesigner. Er studierte Szenografie, Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und Art Science an der Royal Academy of Art in Den Haag. Projekte realisierte er bisher u. a. mit und für Badisches Staatstheater Karlsruhe, HAU Hebbel am Ufer, Berlin, Haus der Kunst, München, Kunsthalle Mannheim, Nationaltheater Mannheim sowie Theater Performance Kunst RAMPIG, Mannheim. 2009 wurde er mit „Sturmapparate“ zum Szenografie-Festival Crash! Boom! BAU! in Jena, 2013 als Performer mit „Hamlet“ zum Theatertreffen der Jugend eingeladen. Im gleichen Jahr wurde er mit „Hier und Jetzt oder Sonstiges“ für den Förderpreis des ZKM Karlsruhe nominiert. Die Ausstellung „Ekstase“ im Kunstmuseum Stuttgart, bei der er das Ausstellungsdesign entwickelte, wurde für den Titel „Ausstellung des Jahres“ des Art Magazins 2019 nominiert.
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Üben. Üben. Üben.
Vorsprechen an der Schauspielschule – Eine Gebrauchsanweisung
Mit Elizabeth Blonzen
Dienstag, 28. Mai 2019 sowie Freitag, 31. Mai 2019, 9:30 – 12:00 Uhr und 13:30 – 16:00 Uhr
Der Workshop baut aufeinander auf und es können max. zehn Personen teilnehmen.

Wien, 1. Bezirk, geschäftige Straße. Luka (18, sympathische Ausstrahlung) läuft mit seinem Handy die Straße entlang. Er scheint auf der Suche nach einem bestimmten Ort zu sein. Auf dem Handy sehen wir Google Maps. Luka blickt immer wieder nach oben, findet sich aber nicht zurecht. Er spricht einen älteren Herrn (62, gut gekleidet) an.

Luka: Entschuldigen Sie, wie komme ich am schnellsten zum Burgtheater?
Älterer Herr: Üben, üben, üben.

Um an einer Schauspielschule angenommen zu werden, muss man vorsprechen.
Aber wie? Und was? Monologe? Am besten klassische? Oder kann man auch Filmszenen vorspielen? Was passiert, wenn ich meinen Text vergesse? Darf man dann noch mal von vorne anfangen? Wenn da kein Tisch ist, kein Stuhl? Wenn mir im Aufenthaltsraum zwei andere erzählt haben, dass sie auch meinen Monolog vorsprechen?

Wie schafft man es, an einer Schauspielschule angenommen zu werden? In vier Einheiten versuchen wir, einem der best-gehüteten Geheimnisse auf die Spur zu kommen, indem wir all diese und noch viel mehr Fragen beantworten und vor allem an euren Vorsprechmonologen arbeiten.

Ihr bringt zwei gelernte Monologe mit. Klassisch, modern, lustig, tragisch, das, was ihr vorsprechen würdet, wenn nächste Woche die Prüfung wär.
Und wir arbeiten dann gemeinsam daran. Feedback, konkrete Tipps, Rollenarbeit, Improvisationen. Peinlichkeiten, Texthänger und Schamgefühle aller Art sind inklusive!
Keine Leistungsschau, sondern ein spielerischer Umgang mit dem Kosmos Vorsprechen.
Und für euch in einem geschützten Raum die Möglichkeit, die ersten Schritte in Richtung eures Traumziels zu gehen. Probiert es aus, denn wie gesagt: üben, üben, üben!

Elizabeth Blonzen wurde 1968 in Gerolstein, Eifel geboren. Von 1988 bis 1990 studierte sie Germanistik, Philosophie und Psychologie an der Universität-Gesamthochschule Essen und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1990 bis 1993 absolvierte sie eine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Es folgten zahlreiche Engagements, u. a. an den Münchner Kammerspielen, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Schauspielhaus Bochum, am Residenztheater München und am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg. 2008 wirkte sie erstmals in einem TV-Film für die ARD mit, 2012 in dem Kinokurzfilm „Doppelpass“, der u.a. bei 11mm – Fussballfilmfestival in Berlin, beim Filmfestival in Rio de Janeiro und auf diversen anderen Festivals zu sehen war und den Spezialpreis der Jury beim Neiße Filmfestival gewann. Seit 2013 ist Elisabeth Blonzen als Gast am Maxim Gorki Theater tätig.

Dialog

Aufführungsgespräche

Samstag, 25. bis Freitag 31. Mai 2019, täglich 17:00 Uhr
Samstag, 1. Juni 2019, 10:30 Uhr

Mit Antigone Akgün, Ilias Botseas, Nils Kirchgessner, Jan Nwattu, Lea Taake und Laura Völkel

Die Aufführungsgespräche zu den Produktionen sind neben den Aufführungen und dem Work-shop-Programm ein wichtiges Element des intensiven inhaltlichen Austauschs der Gruppen untereinander. In kleineren Gesprächsgruppen haben die Spieler*innen täglich Gelegenheit, persönliche Reflexionen und Kritik zu artikulieren und zu teilen. Es öffnet sich ein Kristallisati-onsraum, in dem die inhaltliche und künstlerische Arbeit der Spieler*innen der jeweiligen Pro-duktion gemeinsam mit allen jugendlichen Festivalteilnehmer*innen besprochen wird.

Diese Aufführungsgespräche werden von ehemaligen Teilnehmer*innen des Theatertreffen der Jugend angeleitet:

Antigone Akgün, geboren 1993 in Frankfurt am Main, wo sie aktuell Dramaturgie an der Hessischen Theaterakademie studiert. Davor absolvierte sie ein Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, der Klassischen Archäologie, Philosophie und Griechischen Philologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Während des Studiums kam es bereits zur ersten Zusammenarbeit auf und hinter der Bühne, u. a. mit dem schottischen Künstler*innenduo Rosana Cade und Laurie Brown sowie mit Martina Droste, Laurent Chétouane und Prodromos Tsinikoris. 2012 wurde sie beim internationalen Altphilologie-Wettbewerb Certamen Ciceronianum Arpinas ausgezeichnet. 2013 war sie Stipendiatin der Ancient Greek Drama School in Epidaurus. Seit 2014 ist sie Mitglied des European Network for Research and Documentation of Performances of Ancient Greek Drama. 2016 wurde sie als Performerin mit der Produktion „Frankfurt Babel“ (Junges Schauspiel Frankfurt) zum 37. Theatertreffen der Jugend eingeladen. Beim 4. Tanztreffen der Jugend 2017 war sie bereits Teil der Blogredaktion. Aktuell ist sie als Performerin beim Performancekollektiv tausend||eins frankfurt tätig, das zum Performance-Festival Implantieren 2018 eingeladen wurde.

Ilias Botseas, geboren 1995 in Erbach, studiert Theaterwissenschaft mit Beifach Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von 2013 bis 2014 war er in der Theater-AG TEGS der Ernst-Göbel-Schule in Höchst/Odenwald als Spieler und seit 2015 als Co-Dramaturg und Spielleitungsassistent tätig. Seit 2013 arbeitet er in den Bereichen Planung, Assistenz und Spiel bei schulischen und außerschulischen Preisverleihungen, Seminaren, Theaterfortbildungen und einer Theater-Projektwoche der Ernst-Göbel-Schule mit und durch Eleonora Venado als Leiterin. Mit der Theater-AG TEGS war er 2014 mit der Produktion „Käthchen“ bei den Hessischen Schultheatertagen vertreten, wurde er 2014, 2015 und 2016 zur Theaterwoche Korbach eingeladen und kam er 2015 und 2016 in die Zwischenauswahl für das Theatertreffen der Jugend. 2017 nahm er am Alumni-Projekt „unantastbar“ des Tanztreffen der Jugend unter der Leitung von Kadir [amigo] Memis und Adrian Figueroa teil.

Nils Kirchgessner wurde 1986 in Eberbach geboren und lebt in Berlin. Er ist hauptberuflich als Erzieher und Sozialarbeiter in der Ganztagesbetreuung und offenen Kinder- und Jugendarbeit tätig und beteiligte sich an zahlreichen Theater- und Performanceprojekten der freien Szene, u. a. in Mannheim, Heidelberg und Berlin, in den Bereichen Schauspiel, Performance, Rauminstallation und Text. Seit 2007 ist er Performer, seit 2013 Autor bei Theater Performance Kunst RAMPIG, sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied bei Theater Performance Kunst RAMPIG e.V. Zwischen 2014 und 2016 war er Jungjuror in der Jury des Theatertreffen der Jugend und bis 2017 Moderator der Spieler*innen-Nachgespräche. 2016 gründete er zusammen mit Lea Langenfelder das Kollaborationsprojekt WARTE11. Seit 2017 leitet er die Kindertheatergruppe Die starken Wölfe im Jugend- und Familienzentrum JeverNeun in Berlin.

Jan Nwattu, geboren 1997 in Minden, studiert Theaterwissenschaft und Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Von 2013 bis 2017 spielte er am Stadttheater Minden und übernahm dort in seinem letzten Jahr einen Bundesfreiwilligendienst in der Theaterpädagogik. Er war als Spieler in „Blick nach vorn“ mit dem Ensemble Wunderbar des Stadttheaters Minden zum Theatertreffen der Jugend und zum Bundestreffen Jugendclubs an Theatern eingeladen und wurde beim Tag der Talente des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgezeichnet. Momentan arbeitet er in Kooperation mit dem Schauspiel Essen und der Anneliese-Brost-Stiftung an dem Projekt Schlüsselkompetenzen zur Basisbildung in einer Grundschule. Seit März ist Jan Nwattu in „Das Tierreich“ – einer Produktion der Theaterpartisanen – am Theater Dortmund zu sehen.

Lea Taake wurde 1999 in Hannover geboren, 2017 absolvierte sie dort das Abitur. Bereits seit vielen Jahren ist sie als Spielerin und Spielleitungsassistentin in Theater-AGs und freien Gruppen aktiv. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist sie Teil diverser Jugendclubs und Produktionen des Jungen Schauspiel Hannover, u. a. in Zusammenarbeit mit Paul Schwesig und dem Künstler*innenkollektiv Performing Group. Seit 2013 ist sie in der Moderation und Redaktion beim Regionalsender radio leinehertz 106.5 aktiv, darunter auch die Moderation der Morning-Show und der Einsatz als Station-Voice. 2017 wurde sie mit der Produktion „Katzelmacher“ zum Theatertreffen der Jugend eingeladen, außerdem nahm sie am Alumni-Projekt „unantastbar“ des Tanztreffen der Jugend teil.

Laura Völkel, 1997 in Spremberg geboren, studiert Sportwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2011 spielt sie am Piccolo Theater in Cottbus und war dort von 2015 bis 2016 Bundesfreiwilligendienstlerin. 2017 war sie als Spielerin im Piccolo Theater Jugendclub mit dem Stück „sag alles ab“ zum Theatertreffen der Jugend und mit dem Stück „KRG.“ zum Bun-destreffen Jugendclubs an Theatern eingeladen. Zudem wurde sie als Spielerin in „KRG.“ und „Touch Down“ mit dem Jugendclub beim Deutschen Amateurtheaterpreis amarena ausge-zeichnet. Momentan ist sie in dem Mobbingstück „Eene Meene Muh“ am Piccolo Theater zu sehen und arbeitet an dem Projekt „Sexpression“ am Staatstheater Cottbus.

Festivalzeitung

Die Redaktion der Festivalzeitung FZ ist das neunte Ensemble beim Theatertreffen. Ein Team aus theaterbegeisterten Preisträger*innen des Treffens junger Autor*innen rezensiert, interviewt und porträtiert – mal humorvoll, mal kritisch. Die FZ und das Blog (bundeswettbewerbe.berlin) berichten über das Festivalleben und über die Stücke, lassen aber auch Raum für die Impressionen der Teilnehmer*innen. Die FZ erscheint jeden Tag pünktlich zum Abendessen.

Die Redaktion

Redaktionsleitung

Miriam Pontius, geboren 1994, wurde 2014 zum Treffen junger Autoren eingeladen und schreibt seit 2015 regelmäßig im Blog zu diesem und anderen Bundeswettbewerben. Seit 2017 ist sie Teil der FZ-Redaktion beim Theatertreffen der Jugend. Sie hat einen Bachelor in Publizistik und Filmwissenschaft und steht aktuell am Ende des Masterstudiums Neuere deutsche Literatur und Literaturvermittlung in Bamberg.

Ansgar Riedißer, geboren 1998, war Preisträger u. a. beim Treffen junger Autor*innen, lyrix oder Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg. Seine Texte wurden mehrfach in Anthologien wie im Jahrbuch der Lyrik 2017 und 2018 veröffentlicht und in Übersetzung im finnischen Lyrikmagazin Tuli & Savu. Mit Max Deibert ist er im Podcast und Live-Format „Männerkitsch“ zu hören.

Redakteur*innen

Schaja Aenehsazy, geborene 96erin, war 2015 beim Treffen junger Autoren. Die Improvisations-theaterfrau studiert Medien, schreibt kreativ und arbeitet wie ein Ackergaul. Meet me at the equinox!

Laura Bärtle, geboren 1999, lebt derzeit in Freiburg im Breisgau. Nachdem sie sich den Großteil ihres Lebens um ihre Schulkarriere kümmerte, widmet sie sich nun erfolgreich dem Nichtstun, Lesen und Schreiben. Sie war 2015 Stipendiatin im Literatur Labor Wolfenbüttel, 2016 lyrix-Preisträgerin und 2017 beim Treffen Junger Autoren. Ab Oktober 2019 wird sie in Wien Sprach-kunst studieren.

Felipa Goltz, geboren 1998 in Berlin, absolvierte ihre Bühnenausbildung bei der ACADEMY Büh-nenkunstschule Berlin und war mit einem Stück des dortigen Produktionshauses Preisträgerin des Tanztreffen der Jugend 2017. Sie hat nach der Schule ein Jahr in Mazedonien verbracht, studiert jetzt Soziolinguistik in Berlin und arbeitet im filmischen Bereich.

Lisa Harres, 1998 in Darmstadt geboren, ist fasziniert davon, wie Menschen sich ausdrücken, wie sie versuchen, ihre Gedanken und inneren Bilder nach außen zu übersetzen. Sie macht Musik, schreibt, filmt, experimentiert und ist ständig auf der Suche nach neuen Weisen und Medien, um etwas in diese Welt zu bringen. Im kreativen Ausdruck erkennt sie viele heilende Kräfte, in Sound Healing Sessions verbindet sie ihr Wissen über Meditation und Yoga mit ihrer Liebe zu Klängen und Musik. 2015 war sie Preisträgerin beim Treffen junge Musik-Szene und 2017 Teilnehmerin des Formats Nahaufnahme beim Treffen junge Musik-Szene. Zurzeit studiert sie Soziolinguistik und Theaterwissenschaft in Berlin.

Philipp Neudert, geboren 1997, war Preisträger des Treffen junger Autoren 2014 und 2016. Er war Stipendiat des Literatur Labor Wolfenbüttel (2016) und der Bayerischen Akademie des Schreibens (2018). Seine literarische Tätigkeit umfasst erzählende Prosa, Essays, Blogbeiträge und Theaterkritiken. Für die Berliner Festspiele bloggt er über verschiedene Bundeswettbewerbe. Er studiert Philosophy & Economics in Bayreuth. Veröffentlichungen in Anthologien und im Internet kommen vor.

Farukh Sauerwein, geboren 1996, lebt in Hildesheim und studiert dort seit 2016 Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. 2015 und 2017 war er Preisträger beim Treffen junger Autoren.

Sophie Stroux, geboren 1995 in München, zog für ihren Master in Kulturpoetik nach Münster. Dort arbeitet sie derzeit als Produktionsassistentin im Center for Literature, übersetzt Lyrik und plant ihr Wintersemester in Japan. Zwei ihrer Texte wurden bereits auf der Bühne aufgeführt und sie wurde u. a. zum Tag der Talente 2017 und dem Treffen junger Autoren 2016 eingeladen.

Undine Unger, geboren 1995 in Chemnitz, studiert an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig Schulmusik mit Ausbildung in den Fächern Klavier, Gitarre, Gesang, Ensembleleitung, Tonsatz, Gehörbildung und Pädagogik. Sie war Mitglied des Chemnitzer Theaterjugendclubs KarateMilchTiger, bei dem sie auch die musikalische Leitung innehatte. Die Gruppe wurde u. a. zum Theatertreffen der Jugend, dem Bundestreffen Jugendclubs an Theatern und dem Jugend Theater Festival in der Schweiz eingeladen. Seit 2014 arbeitet sie musikalisch mit dem Jugendclub „Sorry, eh!“ am Schauspiel Leipzig. Von 2015 bis 2017 war sie Jungjurorin für das Theatertreffen der Jugend. Sie übernahm in diversen Inszenierungen an unterschiedlichen Theatern die musikalische Leitung, u. a. am Schauspielhaus Chemnitz, Staatstheater Hannover, Stellwerk Weimar und Schauspiel Leipzig, Theater Oberhausen.

Lea Wahode, geboren 1997, lebte in Lyon und Reims und studiert nun Psychologie in Münster. Sie nahm am 32. Treffen junger Autoren sowie der Lyrikwerkstatt open poems teil und schreibt dieses Jahr u. a. im Literaturlabor Wolfenbüttel.

FZ-Layout: Nina Sieverding ist Gestalterin und Redakteurin aus Frankfurt am Main. Sie studierte Design und Kunstwissenschaft in Braunschweig, Valencia und Bremen und absolvierte in dieser Zeit Praktika in der Stiftung Bauhaus Dessau und im Grafikteam von ZEIT Campus. Für ihre vom Deutschen Designer Club ausgezeichnete Masterthesis „Schaf und Mensch“ reiste sie ein Jahr lang durch Deutschland und lernte Schafzüchter*innen, Schafe und Textildesigner*innen kennen. Seit 2019 ist sie als Bild- und Textredakteurin für das Designmagazin form tätig.

Fotos: Dave Großmann, geboren 1989, Linkshänder, studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Potsdam. Seit 2014 ist er Herausgeber von KWER – Magazin der Abstraktion. Als Gestalter und Fotograf ist er freiberuflich in Berlin unterwegs. Seine künstlerische Freiheit lebt er sowohl als Tänzer als auch im Kollektiv PlusMinus3 aus. Dave ist nicht sein Spitzname.