Jury 2005

Die Stückemarkt-Jury 2005 bestand aus folgenden fünf Theatermacher*innen:

Guntram Brattia

Frankfurt am Main

Regisseur und Schauspieler, geboren 1966. Er erhielt seine Schauspielausbildung u.a. an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Bühnenengagements führten ihn dann an das Bayerische Staatsschauspiel München, an das Schauspiel Bonn und an das Deutsche Theater Berlin. Seit der Spielzeit 2001/2002 ist er festes Ensemblemitglied des schauspielfrankfurt. Neben seiner Arbeit als Schauspieler, auch in vielen Film- und Fernsehrproduktionen, ist Guntram Brattia als Regisseur hervorgetreten – im Deutschen Theater Berlin und am Theater Freiburg. Im Jahr 2005 ist seine Inszenierung von Terry Johnson „Bedeutende Leute“ am Hans Otto Theater Potsdam zu sehen.

Guntram Brattia

Guntram Brattia

© Promo

Iris Laufenberg

Iris Laufenberg

© Bettina Keller

Iris Laufenberg

Berlin

Leiterin Theatertreffen, geboren 1966 in Köln. Sie studierte von 1986 bis 1991 Angewandte Theaterwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Bis 1997 war sie Dramaturgin am Schauspiel Bonn, danach bis 1999 am Bremer Theater. 1994, 1996 und 2002 war sie künstlerische Leiterin des europäischen Theater Festivals Bonner Biennale. Seit 2002 ist Iris Laufenberg Leiterin des Theatertreffens. An der Technischen Universität Berlin unterrichtet sie als Dozentin im weiterbildenden Masterstudiengang Bühnenbild.

Albert Ostermaier

München und Wien

Dramatiker, geboren 1967 in München. 1990 erhält er das Münchner Literaturstipendium. Er schreibt Lyrik, Dramen und Prosa. Albert Ostermaier war Hausautor u.a. am Nationaltheater in Mannheim und Bayerischen Staatsschauspiel München. Für seine Werke erhält er zahlreiche Preise u.a den Ernst-Toller-Preis, den Preis des Heidelberger Stückemarkts und den Kleist Preis.

Beim Stückemarkt des Theatertreffens wurden die Stücke „Zwischen den Feuern“ (1994), „Tatar Tinus“ (1997), „The Making Of B.-Movie“ (1998) und „Death Valley Junction“ (1999) gelesen. Seine Stücke sind u.a. „Radio Noir“, „Letzter Aufruf“, „99 Grad“, „Katakomben“, „Auf Sand“. Im Januar 2005 wurde sein neues Stück „Nach den Klippen“ am Burgtheater in Wien uraufgeführt.

Albert Ostermaier

Albert Ostermaier

© Isolde Ohlbaum

Christiane Pohle

Christiane Pohle

© Promo

Christiane Pohle

Berlin

Regisseurin, geboren 1968 in Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie von 1988 bis 1992 eine Schauspielausbildung in Hamburg. Von 1992 bis 1999 arbeitete sie als Schauspielerin. 1999 inszenierte sie an den Hamburger Kammerspielen „sitzen in Hamburg“ nach Anton Tschechows „Drei Schwestern“. Für die Produktion erhielt sie den Impulse-Preis 2000 für die 3sat-Fernsehaufzeichnung und den Gertrud-Eysoldt-Preis für junge Regisseure 2001. Seit 2000 inszeniert Christiane Pohle kontinuierlich am Schauspielhaus Zürich und am Dresdner Theater in der Fabrik (TIF). Seit 2002 Inszenierungen am Theater Freiburg, an den Münchner Kammerspielen, bei den Salzburger Festspielen und am Wiener Burgtheater.

Im März 2005 fand die Premiere von „Betrachte meine Seel“ - ein freies Projekt von Christiane Pohle, in den Sophiensælen Berlin statt.

Slobodan Šnajder

Zagreb

Dramatiker und Intendant, geboren 1948 in Zagreb, studierte Philosophie und Anglistik an der Universität in Zagreb. Er veröffentlicht seit 1967 Dramen, Novellen und Essays. Seit 1968 ist Slobodan Šnajder Mitbegründer und langjähriger Redakteur der Theaterzeitschrift „Prolog“ sowie langjähriger Kolumnist der „Novi list“ (Tageszeitung von Rijeka).

Seine Stücke sind u.a. „Der kroatische Faust“, „Die Schlangehaut“, „Der Trost der nördlichen Meere“, „Ham, ein Todeslauf“, „Gamllet“, „Bauhaus“.

Slobodan Šnajder

Slobodan Šnajder

© Promo