Jury 2009

Die Stückemarkt-Jury 2009 bestand aus folgenden fünf Theatermacher*innen:

Beret Evensen

Hannover

Beret Evensen wurde 1976 in Kiel geboren und studierte Germanistik und Romanistik in Hamburg. 2001 begann sie als Dramaturgieassistentin an den Münchner Kammerspielen (Intendanz Frank Baumbauer) und ging 2003 als Dramaturgin ans Schauspielhaus Zürich (Intendanz Christoph Marthaler). Seit 2005 ist sie Dramaturgin am schauspielhannover im Team von Wilfried Schulz, mit dem sie 2009 ans Staatsschauspiel Dresden wechselt.

Beret Evensen

Beret Evensen

© Arno Declair

Christian Kracht

Christian Kracht

© Anthony Shouan-Shawn

Christian Kracht

Buenos Aires

Christian Kracht,geboren 1966 in Saanen in der Schweiz, war als Journalist tätig und ging Mitte der 1990er Jahre als Indienkorrespondent des Spiegels nach Neu-Delhi. Er lebte mehrere Jahre in Bangkok und bereiste zahlreiche Staaten Asiens. Derzeit lebt Christian Kracht in Buenos Aires. Er veröffentlichte bisher drei Romane, die er selbst als eine „Art Triptychon“ bezeichnet: „Faserland“ (1995), „1979“ (2001) und „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“ (2008). „1979“ wurde für das Theater dramatisiert und aufgeführt. Daneben liegen drei Bände des Autors mit kürzeren Texten vor: „Der gelbe Bleistift“ (2000), „Ferien für immer“ (1998, mit Eckhard Nickel) und der Erzählband „New Wave, Ein Kompendium 1999 – 2006“ (2006). Darüber hinaus erschienen die Anthologie „Mesopotamia“, das Performance-Projekt „Tristesse Royale“, der Nord-Korea-Photoband „Die totale Erinnerung“ (mit Eva Munz und Lukas Nikol) und „Metan“ (mit Ingo Niermann). Christian Kracht war Herausgeber der Literaturzeitschrift „Der Freund“ (2004 bis 2006). Seine Bücher wurden in 14 Sprachen übersetzt.

Iris Laufenberg

Berlin

Iris Laufenberg, geboren 1966 in Köln, studierte von 1986 bis 1991 Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Im Anschluss folgten Stationen als Dramaturgin am Schauspiel Bonn (1992 bis 1997) und am Bremer Theater (1997 bis 2001). In den Jahren 1994, 1996 und 2002 leitete sie gemeinsam mit Tankred Dorst und Ursula Ehler das europäische Theaterfestival Bonner Biennale – Neue Stücke aus Europa am Schauspiel Bonn. Seit 2003 ist Iris Laufenberg Leiterin des Theatertreffens der Berliner Festspiele. An der Technischen Universität Berlin unterrichtete sie von 2004 bis 2006 im weiterbildenden Masterstudiengang Bühnenbild, an der Universität Hildesheim im Wintersemester 2008/09 Kulturmanagement.

Iris Laufenberg

Iris Laufenberg

© Bettina Keller

Roland Schimmelpfennig

Roland Schimmelpfennig

© Justine del Corte

Roland Schimmelpfennig

Berlin

Roland Schimmelpfennig, geboren 1967 in Göttingen, arbeitete als freier Journalist und Autor in Istanbul, bevor er Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München studierte. Im Anschluss war er Regieassistent und später Mitarbeiter der künstlerischen Leitung der Münchner Kammerspiele. 1999 ging er als Dramaturg an die Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin, und war ab 2001 Hausautor am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Von 2000 bis 2005 unterrichtete Schimmelpfennig Dramaturgie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, seit April 2007 ist er Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Er verfasste Auftragsarbeiten für die Staatstheater Stuttgart und Hannover, das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, das Burgtheater Wien, das Schauspielhaus Zürich und das Deutsche Theater Berlin. Zu seinen zahlreichen Theaterstücken gehören „Push up 1–3“, „Die arabische Nacht“, „Die Frau von früher“, „Ambrosia“, „Auf der Greifswalder Straße“ und zuletzt „Alice im Wunderland“, das er selbst als Regisseur im Deutschen Theater Berlin zur Aufführung bringt (Premiere 29. November 2008). 1997 erhielt Schimmelpfennig für „Fisch um Fisch“ den Else-Lasker-Schüler-Preis, im darauf folgenden Jahr wurde er mit dem Schiller-Gedächtnispreis gefördert. 2002 erhielt er den österreichischen Nestroy-Theaterpreis.

Roger Vontobel

Hamburg

Roger Vontobel, geboren 1977, wuchs in seinem Geburtsort Zürich und in Johannesburg auf. Er studierte Schauspiel an der American Academy of Dramatic Arts in New York und Pasadena und Schauspielregie am Institut für Theater, Musiktheater und Film in Hamburg. 2002 gründete er die freie Gruppe VONTOBELhamburg, mit der er u.a. die Produktion „[fi'lo:tas]“ erarbeitete, die zum Impulse Festival, dem Theaterspektakel Zürich, den Ruhrfestspielen Recklinghausen und zum Edinburgh Fringe Festival eingeladen wurde. Im Rahmen seines Studiums inszenierte er am Staatstheater Stuttgart, am Thalia Theater Hamburg und am Theaterhaus Jena. Seit 2005 arbeitet Roger Vontobel regelmäßig am Schauspiel Essen, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und an den Münchner Kammerspielen. 2006 gab er im Rahmen des Young Directors Project sein Debüt bei den Salzburger Festspielen. 2006 und 2007 wurden zwei seiner Inszenierungen zum Festival Radikal Jung am Volkstheater München eingeladen.

Roger Vontobel

Roger Vontobel

© Arno Declair