Jury 2017

Die Stückemarkt-Jury, die sich aus Künstler*innen verschiedenster Gebiete zusammensetzt, wählt aus den Einsendungen, die auf den Open Call des entsprechenden Jahres folgen, fünf bis sieben Arbeiten aus, die im Mai beim Theatertreffen ihrer Form entsprechend präsentiert werden. Die Zusammensetzung der Stückemarkt-Jury wechselt jedes Jahr. 2017 bestand sie aus:

Die Jury des Stückemarkts

Die Jury des Stückemarkts. v.l.n.r.: Mona el Gammal, Christina Zintl, Hakan Savaş Mican, Felicia Zeller, Armin Petras

© Alexander Janetzko

Mona el Gammal

Raumkünstlerin, Szenografin, Performerin – Berlin

Geboren 1986 in Bochum, studierte Mona el Gammal Szenografie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe/ZKM und konzipiert und inszeniert seitdem interdisziplinäre Projekte. Sie arbeitete u.a. mit La Fura dels Baus und an der Nationalgalerie Berlin. Zuletzt war sie als Set- und Kostümbildnerin sowie Performerin bei SIGNA am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Republique Theater Copenhagen tätig.
Seit 2006 entwickelt sie Narrative Spaces, Parallelwelten, die die Zuschauenden aufnehmen und sie zu Protagonist*innen machen. Ihr Narrative Space „HAUS//NUMMER/NULL“ erhielt 2013 den Kölner Theaterpreis und wurde 2014 zum Stückemarkt des Theatertreffens eingeladen.
Die Weiterführung dieser Arbeit „RHIZOMAT“ wurde im Rahmen des neuen Programmformats „Immersion“ an den Berliner Festspielen uraufgeführt.

Mona el Gammal

Mona el Gammal

© Torben Otten

Hakan Savaş Mican

Hakan Savaş Mican

© privat

Hakan Savaş Mican

Regisseur, Autor – Berlin

Geboren 1978 in Berlin und aufgewachsen in der Türkei, studierte Hakan Savaş Mican in Berlin Architektur und anschließend Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie. Nach verschiedenen Spiel- und Dokumentarfilmarbeiten für ARTE und den RBB, inszeniert Hakan Savaş Mican seit 2008 Theaterstücke am Ballhaus Naunynstraße, am Staatstheater Mainz, am Maxim Gorki Theater Berlin, am Staatstheater Wiesbaden sowie am Münchner Volkstheater. Er ist Autor zahlreicher Theaterstücke wie „Der Besuch“, „Die Schwäne vom Schlachthof“ oder auch „Die Saison der Krabben“, welches 2013 bei den Hamburger Privattheatertagen mit dem Preis für das beste zeitgenössische Drama ausgezeichnet wurde.
2014 wurde seine Inszenierung „Schwimmen Lernen – ein Lovesong“ zum Theaterfestival Radikal jung am Münchner Volkstheater eingeladen.
Als Stipendiat der Kulturakademie Tarabya in Istanbul drehte er 2014 den dokumentarischen Spielfilm „Die Zeit der Haselnüsse“.

Armin Petras

Intendant, Regisseur, Autor – Stuttgart

1964 in Meschede im Sauerland geboren und aufgewachsen in Ostberlin, studierte Armin Petras Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Er inszenierte u.a. am Nationaltheater Mannheim, Schauspiel Leipzig, Staatstheater Hannover, Thalia Theater Hamburg, an der Volksbühne Berlin und an den Münchner Kammerspielen. Armin Petras war Oberspielleiter am Theater Nordhausen, Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel, Spielstättenleiter am Schauspiel Frankfurt und 2006 bis 2013 Intendant des Berliner Maxim Gorki Theaters. Seine Uraufführungen der Fritz Kater Stücke „zeit zu lieben zeit zu sterben“ (2003) und „WE ARE CAMERA / jasonmaterial“ (2004) als auch die Inszenierung „Gertrud“(2007) nach Einar Schleef wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2005 erhielt er den Lessing-Preis des Freistaates Sachsen. Seit Sommer 2013 ist Armin Petras Schauspielintendant am Staatstheater Stuttgart.
Sein Autoren-Alter-Ego Fritz Kater schreibt Theatertexte, die von Theater heute 2003 („zeit zu lieben zeit zu sterben“) und 2004 („WE ARE CAMERA / jasonmaterial“) zum Stück des Jahres gewählt wurden. 2003 gewann er für „zeit zu lieben zeit zu sterben“ den Mülheimer Dramatikerpreis. 2008 wurde Kater für sein Gesamtwerk mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnet.

Armin Petras

Armin Petras

© Fabian Schellhorn

Felica Zeller

Felica Zeller

© Ralf Hiemisch

Felicia Zeller

Autorin – Berlin

Geboren 1970 in Stuttgart, studierte Felicia Zeller an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 1990 schreibt Zeller Theaterstücke, die u.a. am Theater Freiburg („Kaspar Häuser Meer“, 2007), am Nationaltheater Mannheim („Gespräche mit Astronauten“, 2009), am Schauspiel Frankfurt („X-Freunde“, 2012, sowie „Zweite allgemeine Verunsicherung“, 2016) und am Saarländischen Staatstheater („Wunsch und Wunder“, 2015) uraufgeführt wurden.
Für „immer einen hund gehabt / plane crazy (1928)“ erhielt sie 1993 den Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg und wurde 2008 mit dem Publikumspreis der Mülheimer Theatertage für „Kaspar Häuser Meer“ ausgezeichnet. Weitere Nominierungen für den Mülheimer Dramatikerpreis folgten 2011 für „Gespräche mit Astronauten“, 2013 für „X-Freunde“ und 2015 für „Wunsch und Wunder“.
Neben ihren Theatertexten schreibt Felicia Zeller Prosa und arbeitet als Autorin und Regisseurin in Film- und Medienkunst. Ihre Prosaminiaturen „Einsam lehnen am Bekannten“ wurden 2012 mit dem Clemens Brentano Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg ausgezeichnet.

Christina Zintl

Dramaturgin Theatertreffen, Stückemarkt – Berlin

Geboren 1980 in Bonn, studierte Christina Zintl Szenische Künste in Hildesheim und in Aix-en-Provence. Von 2006 bis 2008 arbeitete sie als Dramaturgieassistentin und Dramaturgin am Bayerischen Staatsschauspiel und 2008 bis 2011 als Dramaturgin am Düsseldorfer Schauspielhaus. Sie betreute vorwiegend Gegenwartsdramatik, u.a. Uraufführungen von Juli Zeh, Thomas Jonigk und Juliane Kann. Des Weiteren kuratierte sie PLAN B, eine Reihe für interdisziplinäre Projekte in Kooperation mit der freien Szene NRW und das Projekt UNTIL THE END OF THE WORLD!, eine Kooperation mit dem internationalen Theaternetzwerk MITOS 21. Weitere dramaturgische Arbeiten folgten am Theater am Neumarkt, Schauspiel Leipzig und Staatstheater Nürnberg. Sie ist Gründungsmitglied der Performancegruppe HOTEL EUROPA (Gastspiele u.a. am Maxim Gorki Theater und Hebbel am Ufer) und hatte Lehraufträge u.a. an der Freien Universität Berlin und dem Mozarteum Salzburg. Seit 2011 ist sie Dramaturgin des Theatertreffens und Leiterin des Stückemarkts (Elternzeit 2016/17).

Christina Zintl

Christina Zintl

© Frank Eidel