Jury

Shida Bazyar

Shida Bazyar war 2004 als Preisträgerin zum Treffen junger Autor*innen eingeladen. Sie absolvierte an der Universität Hildesheim den Bachelorstudiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus und den Masterstudiengang Literarisches Schreiben. Danach arbeitete sie als Pädagogin für Jugendliche, die einen Freiwilligendienst machen, und als freie Autorin. Ihr erster Roman „Nachts ist es leise in Teheran“ erschien 2016 bei Kiepenheuer & Witsch und wurde mit dem Kulturförderpreis der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, dem Bloggerpreis für Literatur, dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Ihr zweiter Roman „Drei Kameradinnen“ erschien 2021 und war für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Marcus Braun

Berlin

Marcus Braun geb. 1971 in Bullay an der Mosel, studierte Germanistik, Philosophie und Rechtswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Freien Universität Berlin. Er lebt als Romancier und Maler in Berlin. Sein Debütroman „Delhi“ erschien 1999 im Berlin Verlag, 2017 erschien sein bislang letzter Roman „Der letzte Buddha“ im Verlag Hanser Berlin. 2020 wurde er für sein bisheriges Gesamtwerk mit dem Wolfgang-Koeppen-Preis ausgezeichnet.

Yevgeniy Breyger

Frankfurt am Main

Yevgeniy Breyger wurde 1989 in Charkiw in der Ukraine geboren. Er studierte Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim, Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Curatorial Studies an der Städelschule, Frankfurt am Main. 2016 erschien sein Debütband „flüchtige monde“ bei kookbooks. 2019 gewann er den Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt. Sein zweiter Gedichtband „gestohlene luft“ ist 2020 ebenso bei kookbooks erschienen und wurde durch Stipendien des Deutschen Literaturfonds und des Herrenhauses Edenkoben gefördert. Zum Ende des Jahres 2020 war Breyger Stipendiat im Stuttgarter Schriftstellerhaus. 2021 erhielt er den Lyrikpreis München und 2022 das Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo Casa Baldi. Er ist Gastprofessor für Literarisches Schreiben und Übersetzen an der Universität Hildesheim und an der Ruhr-Universität Bochum. Breyger lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Er ist Preisträger des Treffens Junger Autor*innen 2010.

Rabea Edel

Berlin

Rabea Edel, geboren 1982, ist Schriftstellerin und Fotografin. Ihr Debüt-Roman „Das Wasser, in dem wir schlafen“ erschien 2006, der zweite Roman „Ein dunkler Moment“ 2011 im Luchterhand Literaturverlag. Sie studierte Literaturwissenschaften in Italien und Fotografie an der Ostkreuzschule für Fotografie, u. a. bei Sven Marquardt und Ute Mahler. Als Künstlerin arbeitet sie in Projekten an der Schnittstelle zwischen Kunst, Kulturwirtschaft und Journalismus sowie in Kooperationen mit anderen Künstler*innen zusammen. 2021 wurde ihr Hörspiel »“Ihre Geister sehen“ (Deutschlandfunk, mit Sandra Hüller) mit dem Publikumspreis der ARD Hörspieltage ausgezeichnet. 2021 erschien ihr Foto-Kunstbuch „A Second Beating Heart“ bei SHIFT BOOKS, das auf der Shortlist der Stiftung Buchkunst stand.

Auszeichnungen (Auswahl): Belfast Photo Festival 2021, Shortlist Portrait of Humanity 2021, Roger Ballen MasterClass 2019, Stipendiatin im Alfred-Döblin-Haus 2018, Artist in Residence am Goethe-Institut Ljubljana 2016, Arbeitsstipendium Literatur des Landes Niedersachsen 2016, Stadtschreiberin in Peking am Goethe-Institut 2015, Recherche-Stipendium des Berliner Senats 2015, Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds 2014, Stipendium des Berliner Senats 2013, Stipendiatin des Künstlerhauses Edenkoben 2012, Stipendiatin in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo Casa Baldi 2009, Literaturpreise Berlin 2007, Nicolas-Born-Förderpreis 2007, Preisträgerin des 12. open mike 2004, Treffen junger Autor*innen 1996 und 1998.

Sulaiman Masomi

Köln

Sulaiman Masomi, geboren 1979 in Kabul, Afghanistan und aufgewachsen in Krefeld, schloss sein Studium in Allgemeiner Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft und Kulturwissenschaftlicher Anthropologie an der Universität Paderborn ab. Sulaiman Masomi ist Schriftsteller, Poet, Rapper, Poetry-Slammer und Literaturwissenschaftler. Seit über zehn Jahren ist er auf deutschen Bühnen und – auf Einladung des Goethe-Instituts – als kultureller Botschafter in der Welt unterwegs, u. a. in Kairo, Riga, San Francisco, Mexiko-Stadt und Jerusalem. 2013 wurde er NRW-Landesmeister im Poetry-Slam und stand im selben Jahr im Finale der deutschsprachigen Meisterschaften. Er ist Mitbegründer der Kult-Lesebühne LMBN in Dortmund und hatte bereits mehr als 1500 Auftritte. Nebenbei ist er ein ziemlich cooler Typ, sehr süß und schreibt seine Pressetexte gerne selbst.
 www.sulaiman.de

Rudi Nuss

Berlin

Rudi Nuss, geboren 1994, lebt im Internet. Wenn er mal in der echten Welt anzutreffen ist, hat er ein ganz komisches Gefühl. An der Freien Universität Berlin studiert er Komparatistik und arbeitet daneben beim wortbau e. V. zur Förderung junger Literatur und ist als Redakteur bei der Epilog – Magazin zur Gegenwartskultur tätig. Er war Preisträger des Treffens junger Autor*innen 2013 und 2015 sowie beim open mike 2016 und veröffentlichte u. a. in der BELLA triste, mikrotext und VICE. Für sein Romanprojekt „Die Realität kommt“ erhielt er 2020 das Literaturstipendium des Berliner Senats.
 www.rudinuss.de

Rike Scheffler

Berlin

Rike Scheffler, geboren 1985 in Berlin, ist Dichter*in und Musiker*in. Poesie ist für sie Möglichkeitsraum, transformative Praxis. Scheffler ist Mitglied im Berliner Lyrikkollektiv G13, studierte Psychologie in Berlin und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut. Für ihr Schaffen erhielt sie u. a. Arbeitsstipendien des Deutschen Literaturfonds, der Deutschen Akademie Villa Massimo (Casa Baldi), Akademie der Künste Berlin, Stiftung Brandenburger Tor sowie den Wiesbadener Orphil-Debütpreis für Lyrik für ihren Gedichtband „der rest ist resonanz“, welcher 2014 bei kookbooks erschien. Zuletzt realisierte sie Präsentationen ihrer Gedichte, Performances und Soundinstallationen, u. a. im Palais de Tokyo, Paris, im Kopenhagener Louisiana Museum of Modern Art, in der Neuen Nationalgalerie und im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin sowie auf (Literatur-)Festivals rund um den Globus.

 rikescheffler.tumblr.com

SchwarzRund

Berlin

SchwarzRund kam als Schwarze Deutsche Dominikaner*in mit drei Jahren nach Bremen, lebt seit fast zehn Jahren in Berlin. Seit 2013 publiziert sie auf ihrem Blog schwarzrund.de und in diversen Magazinen. Mehrdimensionale Lebensrealitäten inner- und außerhalb von Communitys verhandelt sie in Performance-Texten, Vorträgen und Veranstaltungsreihen. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Kulturwissenschaften und Gender Studies, in letzterem Fachbereich absoviert sie derzeit einen Master. Ihr Forschungsschwerpunkt sind Interventionsfelder Schwarzer Queerer Musikvideos. 2016 erschien ihr afropolitaner Berlin-Roman „Biskaya“ im zaglossus Verlag.

Daniela Seel

Berlin

Daniela Seel, geboren 1974 in Frankfurt am Main, lebt als Autorin, Übersetzerin und Verlegerin von kookbooks in Berlin und unterrichtet gelegentlich. Zahlreiche internationale Auftritte und Kollaborationen, u. a. mit dem Illustrator Andreas Töpfer, dem Tänzer David Bloom und den Musiker*innen Roland Dahinden und Hildegard Keeb. Daniela Seel veröffentlichte zuletzt die Gedichtbände „was weißt du schon von prärie“, kookbooks 2015, und „Auszug aus Eden“, Verlag Peter Engstler 2019, zurzeit arbeitet sie an „Nach Eden“. In Übersetzung erschien u. a. „Die Unsterblichen“ von Anne Boyer, Matthes & Seitz Berlin 2021, „Die verlorenen Zaubersprüche“ von Robert Macfarlane, Matthes & Seitz Berlin 2021, und „Call Us What We Carry ‒ Was wir mit uns tragen“ von Amanda Gorman (gemeinsam mit Marion Kraft), Hoffmann und Campe 2022. Für ihre Arbeiten wurde Daniela Seel vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Mondseer Lyrikpreis, dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis der Stadt Bad Homburg und dem Spitzenpreis beim 1. Deutschen Verlagspreis 2019. Daniela Seel ist Mitglied im Kuratorium des Kulturfonds Frankfurt RheinMain und im PEN Berlin.