15. April bis 30. August 2026
Marina Abramović, eine der bis heute einflussreichsten Performancekünstlerinnen, präsentiert im Frühjahr 2026 Balkan Erotic Epic. The Exhibition im Gropius Bau. Im Zentrum steht ihr fortwährendes Interesse an Ritualen, Erotik, Tod und dem Körper als Ort politischen Widerstands. Ausgehend von der Folklore des Balkans – der Region, in der Abramović aufgewachsen ist – verwebt die Ausstellung filmische und skulpturale Installationen mit Live-Performances. Abramović erforscht darin Erotik als Brücke zwischen Leben und Tod, die das Selbst und den Kosmos miteinander verbindet.

Marina Abramović, Women Massaging Breasts I aus der Serie Balkan Erotic Epic, C-Print, 2005, Serbien
© Marina Abramović, Courtesy der Marina Abramović Archives / VG Bild-Kunst, Bonn 2026
19. Juni bis 6. Dezember 2026
Seit über fünf Jahrzehnten setzt sich Gabriele Stötzer mit Themen wie Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und Geschlecht auseinander. Ihr eigener Körper spielt dabei oft eine zentrale Rolle – nicht als Objekt, sondern als Schauplatz von Widerstand und feministischer Selbstbehauptung. Mit Dabei sein und nicht schweigen zeigt der Gropius Bau ab Juni 2026 die bislang größte institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin.

Gabriele Stötzer, Die Auslöschung eines Blicks – Ich trage meine Wunden heute offen, 1983, Courtesy: LOOCK Galerie, Berlin, Foto: Heike Stephan
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Ein Spielort für Kinder
Spielen, lachen, laut sein, toben, nichts tun – und das in einem Ausstellungshaus! Mit BAUBAU hat die Künstlerin Kerstin Brätsch einen kostenlosen Spielort für Kinder gestaltet, in dem mehr erlaubt ist als verboten. Bunte Wandtapeten, Strukturen, Objekte und eine Reihe von „Loose Parts“ (losen Materialien) formen im Erdgeschoss des Gropius Bau Räume, die keine festen Vorgaben machen, sondern durch die Aktivitäten der Kinder bestimmt werden.

BAUBAU © Gropius Bau, Foto: Guannan Li
Eine kurze Geschichte von 1900 bis heute
Welche Bedeutung wurde und wird dem Spiel im öffentlichen Raum heute gegeben? Als Erweiterung von BAUBAU, unserem kostenlosen Spielort für Kinder, spürt Gabriela Burkhalters Präsentation Spielen in der Stadt der Geschichte des Spielplatzes seit seiner Entstehung um 1900 bis heute nach. Die kostenlos zugängliche Präsentation ist in zwei Räumen neben dem Eingang des Spielorts zu sehen.

Spielaktion von Pädagogische Aktion (PA), München-Neuperlach, BRD, 1971
© Wolfgang Zacharias
10. September 2026 bis 17. Januar 2027
An kaum einem Ort traten die gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche im Westdeutschland der 1960er und 1970er Jahre so deutlich zutage wie in Berlin-Kreuzberg: Durch Anwerbeabkommen mit Ländern wie Italien, Griechenland und der Türkei und die zunehmende Arbeitsmigration wurden hier im Kleinen Veränderungen sichtbar, die die bundesdeutsche Realität prägten. Die Gruppenausstellung Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960 widmet sich im Herbst 2026 der vielfältigen und bisher kaum gewürdigten Kulturproduktion rund um das Thema der Arbeitsmigration und zeigt, wie sich Künstler*innen in Kreuzberg mit den Spannungen und Fragen ihrer Zeit auseinandersetzen.

Vlassis Caniaris, Kind, 1980, Sammlung des Museums für Moderne Kunst in Warschau, Courtesy: Nachlass Vlassis Caniaris und Galerie Peter Kilchmann, Zürich/Paris
© Nachlass Vlassis Caniaris, Foto: Sebastian Schaub
9. Oktober 2026 bis 17. Januar 2027
Mit seinen Arbeiten richtete Christoph Schlingensief den Blick schonungslos auf die Zumutungen der Gegenwart. Im Herbst 2026 widmet der Gropius Bau ihm mit Es ist nicht mehr mein Problem, macht eure Scheiße alleine eine Ausstellung, die sein visionäres Werk zwischen aufsehenerregenden politischen Aktionen, radikalen theatralen Inszenierungen und der Verschmelzung von Performance und bildender Kunst beleuchtet.

Christoph Schlingensief, Church of Fear, Biennale Venedig, 2003,
Courtesy: Nachlass des Künstlers, © Christoph Schlingensief, Foto: Edzard Piltz
Frühjahr 2027
Im Frühjahr 2027 zeigt der Gropius Bau Florentina Holzingers interdisziplinäres Projekt SEAWORLD VENICE (Arbeitstitel), mit dem sie 2026 den österreichischen Pavillon der 61. La Biennale Di Venezia bespielt, in einer adaptierten Version. Ausgehend von ihren langjährigen Recherchen zum Element Wasser untersucht Holzinger darin den menschlichen Körper in einer radikal veränderten Landschaft, in der Natur und Technologie unmittelbar aufeinandertreffen.

SEAWORLD VENICE, 2026, Foto: Nicole Marianna Wytyczak
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026