Filmvorführung

Ausländer Raus! Schlingensiefs Container

Von Paul Poet

Zwei Männer auf einer Bühne, einer spricht ins Mikrofon, Plakat mit 'Ausländer raus' im Hintergrund, Menschenmenge.

Christoph Schlingensief, Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche, 2000, Wiener Festwochen Foto © David Baltzer / Kunstwerk © Nachlass Christoph Schlingensief

Für seinen Dokumentarfilm Ausländer raus! Schlingensiefs Container begleitete Paul Poet Schlingensiefs Projekt Bitte liebt Österreich – erste österreichische Koalitionswoche (2000), eine von Schlingensiefs umstrittensten Kunstaktionen, mit der er einem breiteren Publikum bekannt wurde. Er stellte einen Container auf dem zentralen Opernplatz auf, in dem „Asylbewerber*innen“ unter permanenter Kameraüberwachung lebten. Das Publikum konnte per Onlineabstimmung täglich zwei Personen „abschieben“. Mit dieser Aktion reagierte Schlingensief unmittelbar auf die Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen FPÖ unter Jörg Haider und verband Strategien der damals neuen Reality-TV-Formate – allen voran Big Brother – mit den realen Mechanismen politischer Ausgrenzung. 

Zwischen Kunstinstallation, medialem Spektakel und politischer Intervention entstand ein provokanter Spiegel der damaligen Debatte um Migration und Rechtsextremismus. Schlingensief brachte die aggressiven Parolen der Boulevardpresse – etwa „Ausländer raus!“ – in den öffentlichen Raum und konfrontierte die österreichische Gesellschaft mit ihren eigenen Vorurteilen und rechten Weltbildern. 

Details zum Screening

Für den Besuch der Vorführung benötigt ihr ein gültiges Ausstellungsticket. Die Filmvorführung kann auch an einem anderen Tag als der Ausstellungsbesuch besucht werden; das Ausstellungsticket berechtigt jedoch nicht zu einem erneuten Eintritt in die Ausstellung.

Aufgrund der begrenzten Platzkapazität kann der Einlass zur Filmvorführung nicht garantiert werden.