Panel | Spätschicht x Gabriele Stötzer
Mit Sarah Blaßkiewitz, Heike Geißler, Annette Schuhmann und Carolin Würfel

Annette Schuhmann, Sarah Blaßkiewitz, Carolin Würfel und Heike Geißler © Annette Schuhmann / German Films, Foto: Marcus Höhn / Foto: Erdem Varol / Heike Geißler
Gabriele Stötzer hat in Kunst und Wort sichtbar gemacht, was unterdrückt, geleugnet und verschwiegen wurde. Dieser unbeugsame Geist wirkt bis heute weiter und findet in den nachfolgenden Generationen neue Ausdrucksformen. Darüber sprechen die Schriftstellerin Heike Geißler, die Filmemacherin Sarah Blaßkiewitz und die Historikerin Annette Schuhmann. Moderiert wird das Panel von Carolin Würfel.
Sarah Blaßkiewitz studierte Film (Kamera) an der Beuth Hochschule Berlin und arbeitete parallel im Regie- und Kameradepartment bei Filmproduktionen. Von 2016 bis 2017 besuchte sie die Filmklasse von Thomas Heise an der Akademie der Künste Wien. Ihr erster Langfilm Ivie wie Ivie feierte seine Premiere 2021 auf dem Filmfest München und erhielt das Prädikat „besonders wertvoll“. Er wurde unter anderem beim Festival des deutschen Films als Bester Film ausgezeichnet und erhielt den Gilde Filmpreis der Programmkinos 2021. Parallel inszenierte Blaßkiewitz vier Folgen der Webserie Druck; 2022 folgte dann die auf wahren Begebenheiten basierende Serie Sam – Ein Sachse, für die sie mit dem Grimme Preis 2024 ausgezeichnet wurde.
Heike Geißler, 1977 in Riesa geboren, ist Autorin und arbeitet im Kunst- und Theaterbereich. Zuletzt erschienen ihr Roman Die Woche (2022), die Essays Verzweiflungen und Arbeiten (beide 2025) und der Roman Michaela Kohlhaas (2026). Sie erhielt kürzlich u.a. den Klopstock-Preis für neue Literatur, den Bayerischen Buchpreis und den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln.
Annette Schuhmann, geboren 1960 in Ostberlin, studierte nach der Lehre als Operator für Großrechenanlagen Geschichte und Politologie an der Freien Universität Berlin. Sie promovierte zu Zeitgeschichte und ist Redakteurin des Portals zeitgeschichte|online am Leibniz Zentrum für Zeithistorische Forschung.
Carolin Würfel, geboren in Leipzig, ist studierte Historikerin und arbeitet als Journalistin, Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Sie lebt in Berlin und Istanbul und schreibt über Ostdeutschland, Leben zwischen den Systemen und wie weibliche Biografien Geschichte neu erzählen können. Zuletzt erschien von ihr der für den lit.COLOGNE-Debütpreis nominierte Roman Zuhause ist das Wetter unzuverlässig.
Bei der Veranstaltung werden ggfs. Foto- und Videoaufnahmen entstehen, auf denen ihr zu erkennen sein könntet. Mit eurem Besuch willigt ihr ein, dass diese Aufnahmen zur Kommunikation der Veranstaltung bzw. Ausstellung verwendet werden.