Illustration mit schwebenden Figuren, Hubschraubern und Banner, Text Musikfest Berlin, 75 Jahre Berliner Festspiele

© Berliner Festspiele / Musikfest Berlin, Illustration: Alexandra Klobouk

Geschichten im Wimmelbild 2026

Mit Le Grand Macabre eröffnet das Musikfest Berlin 2026. Die Oper von György Ligeti stellt eine groteske Vision vom Ende der Welt dar. Im komplett heruntergewirtschafteten und korrupten Breughelland ist das Leben aus den Fugen geraten. Auch im neuen Wimmelbild, das in Berlin angesiedelt ist und die verschiedenen Spielstätten des Musikfest Berlin zeigt, gerät einiges ins Wanken: Die Dächer wackeln, der Boden bebt. Und die 24 Figuren, die historische Personen, aber auch Komponist*innen, Sänger*innen, Instrumentalist*innen und Dirigent*innen unserer Gegenwart darstellen, sind sichtlich damit beschäftigt, sich in diesem Ausnahmezustand zurechtzufinden.

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GyörgyLigetiLeighMelroseSarahAristidou

Le Grand Macabre

Grotesk, verrückt und zugleich erschreckend aktuell: Le Grand Macabre ist eine vehemente Persiflage auf totalitäre Herrschaft, Misswirtschaft und Korruption. In der tragikomischen Oper will der britische Bariton Leigh Melrose als personifizierter Todesbote Nekrotzar das Ende der Welt verkünden. Doch durch menschliche Schwächen und exzessiven Lebensgenuss wird er daran gehindert. Die in Berlin lebende Sopranistin Sarah Aristidou verkörpert gleich zwei Figuren: die verführerische Venus Mescalina und Gepopo, die Chefin der Geheimpolizei. Ihr hilfloser Versuch, Nekrotzar zu stoppen, karikiert ein totalitäres System, das György Ligeti mit zynischem Humor musikalisch ad absurdum führt.

Illustration mit vielen Figuren in einer turbulenten Szene. Im Vordergrund zieht Sarah Aristidou an einer roten Krawatte, die Leigh Melrose trägt, der das Gleichgewicht zu verlieren scheint.

2

BrittanySmithLizaLimWolfgangAmadeusMozart

Träume

Aus Kapstadt auf die internationalen Konzertbühnen: Brittany Smith, Ensemblemitglied der Cape Town Opera, begeistert mit ihrem leuchtenden Sopran und zählt zu den spannendsten Persönlichkeiten der südafrikanischen Opernszene. Beim Musikfest Berlin 2026 eröffnet sie als Clara die Oper Porgy and Bess. Mit Summertime erklingt gleich zu Beginn jenes Wiegenlied, das George Gershwin als erstes für die Oper schrieb und das die Handlung wie ein Leitmotiv begleitet. Zwischen Hoffnung und Melancholie beschwört es die Sehnsucht nach einem besseren Leben und ist bis heute weit über die Grenzen der Oper hinaus bekannt.

Auf der Berliner Siegessäule thront im Wimmelbild die griechisch-antike Dichterin Sappho. In ihren Gedichten entfalten sich Emotionen in voller Lebendigkeit: Sappho schreibt darüber, wie Gefühle den Körper ergreifen, ihn überwältigen, ihn zum Zittern bringen. Sie ist auch die Namensgeberin für das Orchesterstück Sappho/ Bioluminescence von Liza Lim. Noch vor den ersten Noten in ihrer Partitur liest man Sapphos Worte „Let loose your longing“. Über die Sehnsüchte der antiken Dichterin und darüber, welche Rolle der haiwaiianische Bobtail-Kalmar, ein leuchtender Tintenfisch, in Lims Musik spielt, sprach die australische Komponistin mit Martina Seeber. Das Gespräch findet sich in der Berliner Festspiele Mediathek.

Illustration mit Liza Lim, die in eine Partitur vertieft ist. Sie schaut eine goldene Statue an, die der goldenen Else ähnelt, doch es ist Sappho, die antike Dichterin.

Die Maus kommt zum ersten Mal nach Berlin! Zusammen mit den Kindern und ihren Begleiter*innen möchte sie in der Philharmonie Berlin der wunderschönen Musik Wolfgang Amadeus Mozarts lauschen. Doch alle, die Die Sendung mit der Maus kennen, wissen, dass es um weitaus mehr geht. Spiel, Spaß und jede Menge Quizfragen rund um das Leben des österreichischen Komponisten erwarten die Besucher*innen des Konzerts mit der Maus. Natürlich hat sie auch etwas ganz Besonderes mitgebracht: ihr Mitsinglied Die magische Mozart-Maus. Wer erkennt die Melodie? „Die Maus, die zaubert ist doch klar, mit Taktstock, magisch, wunderbar!“

Illustration mit Mozart in historischer Perücke und rotem Gehrock, der von einem Kind an der Hand gezogen wird. Aus dem Mund des Kindes kommt eine Sprechblase mit dem Text „Komm zum Konzert mit der Maus“. Aus dem Mund von Mozart kommt eine Sprechblase mit dem Text „Miau, miau, miau, miau“.

3

JoannaMallwitzHansWernerHenze75 JahreBerlinerFestspiele

Jubiläum

Als Chefdirigentin des Konzerthausorchester Berlin nimmt sich Joana Mallwitz der monumentalen Neunten des nach Italien emigrierten Komponisten an: Schon die italienische Schreibweise der Sinfonia N. 9 von Hans Werner Henze vermeidet bewusst die Nähe zur sinfonisch-deutschen Tradition. Für den politisch linken Henze wurde das siebensätzige Werk für Chor und Orchester eine zutiefst persönliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Zugleich verstand der Komponist die Sinfonia N. 9 als eine Art Bilanz seines Schaffens und als „Abrechnung mit einer willkürlichen, unberechenbaren, uns überfallenden Welt“. Das Musikfest Berlin präsentiert anlässlich von Henzes 100. Geburtstag einige seiner Werke, von denen zwei im Auftrag der Berliner Festwochen entstanden sind. Das 1966 uraufgeführte Stück Musen Siziliens komponierte Henze für die ungewöhnliche Besetzung von zwei Klavieren, Chor, Bläsern und Pauken. Die beiden Pianisten Andreas Grau und Götz Schumacher erzählen im Interview in der Berliner Festspiele Mediathek. über einen lang gehegten Traum, der sich beim Musikfest Berlin 2026 mit der Aufführung dieses Werks realisiert.

Die Pianistin Tamara Stefanovich ist bekannt dafür, sich besonders komplexer Kompositionen anzunehmen, die technisch und emotional an die Grenzen des Machbaren gehen. Beim Musikfest Berlin 2026 widmet sie sich Hans Werner Henzes Tristan für Klavier, Orchester und Elektronik – einem Werk über eine schicksalhafte Liebe, die erst im Tod Erfüllung findet. Als hätte er es in seiner Musik vorausgeahnt, überschatten auch Henzes eigenes Leben tragische Ereignisse. Tristan wird für den Komponisten zu einer Art Requiem – für seine unerwartet verstorbene enge Freundin Ingeborg Bachmann ebenso wie für seine eigenen politischen Utopien, die der Militärputsch in Chile zerstörte.

Illustration mit Tamara Stefanovich, die an einem Konzertflügel sitzt, der tatsächlich aussieht wie der Flügel eines Vogels. Sie trägt einen Fallschirm, auf dem ihr Name steht.

Zu ihrem 75. Jubiläum sind die Berliner Festspiele nicht nur in den gewohnten Spielstätten aktiv, sondern auch im Berliner Stadtraum: Der Künstler Akira Takayama lädt das Publikum zu What If Berlin auf die Berliner Ringbahn ein, die symbolisch durch das Wimmelbild saust. An vier Wochenenden veranstaltet er Guided Tours über die 27 Ringbahnhöfe: Erfahrene Stadtführer*innen stellen unrealisierte Projekte aus der Vergangenheit vor, die aus den Schubladen der Berliner Festwochen, der Berliner Festspiele sowie anderer Berliner Kulturinstitutionen oder Künstler*innen stammen und von Takayama in die Gegenwart überführt werden. Möchten Sie mehr über die wechselhafte Geschichte der Berliner Festspiele erfahren? In 75 Jahre Freiheit versuchen zeichnet Matthias Pees, Intendant der Berliner Festspiele, den Werdegang der Berliner Festspiele nach, die 1951 unter dem Namen Berliner Festwochen gegründet wurden.

Illustration einer fahrenden Berliner S-Bahn. Auf der Anzeigetafel steht „What if Berlin“. Sir Simon Rattle schaut mit dem Dirigierstock aus dem Fenster.

4

KarlheinzStockhausenSusanneKennedyGeorgBaselitzIsabelleFaustSirSimonRattle

Überirdisch

In weit entfernte kosmische Sphären bewegt sich Karlheinz Stockhausen mit seiner Oper Mittwoch aus Licht. Das „Luzikamel“, auf dem der Komponist im Wimmelbild sitzt, kommt in einer Szene aus dem Weltall angeflogen und kann Kurzwellen dekodieren. Viele der Werke Stockhausens kreisen um die Vorstellung, dass Musik weit über das Irdische hinausweist. Anstelle der im Kölner Karneval üblichen Kamellen wirft der als kosmischer Visionär bekannte Komponist viele kleine bunte Planeten in die Menge.

Spektakuläres Herzstück der Oper Mittwoch aus Licht von Karlheinz Stockhausen ist das berühmte Hubschrauber-Streichquartett, das die Musik vom Himmel symbolisch auf die Erde holt. Dafür fliegen am 5. September 2026 vier Hubschrauber über Schönhagen in Brandenburg, rund 50 Kilometer von der Deutschen Oper Berlin entfernt, wo nur zwei Wochen später die Opernpremiere gefeiert wird – in der Inszenierung von Susanne Kennedy und Markus Selg. 

Illustration mit Karlheinz Stockhausen, der auf einem kamelähnlichen Tier durch die Luft fliegt und kleine Planeten herabwirft.

Aus dem Himmel bewegt Georg Baselitz seinen „Teufel“, dem er für Igor Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten Leben einhauchte. Ein Jahr vor seinem Tod im April 2026 gestaltete der Maler, Bildhauer und Grafiker – mit einfachsten Mitteln und auf das Wesentliche reduziert – Marionetten von großer Magie. „Ich wollte Puppen, die die Charaktere physiognomisch nicht identifizierbar machen. Dafür habe ich mich auf wenige Farben begrenzt: Der Teufel ist Rot, der König ist Gelb und so weiter. Diese Farben allein sind es, die die Figur bestimmen. Das übrige bleibt dem Sprecher überlassen.“ Mit viel Ideenreichtum und seiner musischen Ader führt Dominique Horwitz durch die fantasievolle Welt des Salzburger Marionettentheaters, das mit dieser Inszenierung bei den Salzburger Festspiele 2025 Premiere feierte.

An illustration showing Georg Baselitz looking down from a cloud in the sky, holding the strings of a marionette in his hand.

Die Geige ist es, die der Soldat gegen ein Wunderbuch eintauscht, das die Zukunft vorhersagen kann. Doch das Geschäft mit dem Teufel nimmt eine andere Wendung als erhofft … Als Sprecher führt Dominique Horwitz durch Igor Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten, die der Komponist zunächst als Wandertheater konzipiert und schließlich als Stück „zu lesen, zu spielen, zu tanzen“ geschaffen hat. Die Figur des Soldaten wird dabei auch musikalisch von der Geige verkörpert, die von Isabelle Faust gespielt wird. Zusammen mit einem hochkarätig besetzten Ensemble lässt sie den zauberhaften Kosmos der Marionetten lebendig werden.
Als Solistin mit dem Freiburger Barockorchester und Sir Simon Rattle steht Isabelle Faust ein weiteres Mal auf der Bühne des Musikfest Berlin. Sie interpretiert Robert Schumanns eindringliches Violinkonzert, das für sie vor allem eines ist: überirdisch schön.

Illustration mit Isabelle Faust, die Geige spielt. Links neben ihr hängt eine Marionette mit rotem Kopf, die einen Soldatenhelm hinter sich herzieht. Im Hintergrund liegt der Geigenkasten auf dem Boden.

5

YvonneLoriodKentNaganoSofiaGubaidulina

Glaube

Die 1924 in Paris geborene Pianistin und legendäre Klavierpädagogin Yvonne Loriod war zu Lebzeiten vor allem als herausragende Interpretin der Musik ihres Mannes Olivier Messiaen bekannt. Mehr als 80 Jahre nach der Entstehung erlebt ihr eigenes Werk La Sainte Face mit Sarah Aristidou und dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Kent Nagano seine Uraufführung. Mit dieser 15-sätzigen Komposition für Sopran und Orchester entwarf die damals 21-Jährige eine eindrucksvolle musikalische Beschreibung des Gesichts Jesu, des „Heiligen Antlitzes“. Kent Nagano gehörte zu den Ersten, die ihre lange unbekannt gebliebenen Manuskripte in den Händen hielten. Seit deren Entdeckung setzt er sich für die Aufführung und Einspielung von Loriods Kompositionen ein.

Illustration mit Yvonne Loriod, die das Heilige Antlitz zeichnet. Um sie herum sind überall Rosen zu sehen. Kent Nagano steht daneben und dirigiert die Szene.

„Während ich komponiere, bete ich“, bekannte die im März 2025 verstorbene Komponistin Sofia Gubaidulina. In der Sowjetunion standen ihre religiös geprägten Werke auf der „Schwarzen Liste“. Nach dem Ende der Sowjetunion zog Gubaidulina 1992 in ein kleines Dorf bei Hamburg, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. „Das eigentümlich Mysteriöse und das Verschleierte des Bratschentimbres sind für mich stets rätselhaft gewesen“, so Gubaidulina, die in ihrem Schaffen immer um spirituelle Fragen kreiste. Dies ist auch ihrem Konzert für Viola und Orchester anzuhören, das Eivind Ringstad, Erster Solobratschist des London Symphony Orchestra, interpretiert.

Illustration mit Sofia Gubaidulina, die ihre Hände andächtig zum Himmel richtet.

6

AntoninArtaudKiyokazuKanze

Kraftvoll

„Alles muss haargenau in eine tobende Ordnung gebracht werden!“, so der französische Autor, Schauspieler, Regisseur und Theater-Theoretiker Antonin Artaud. Das Kraftvolle, Perkussive, Gewaltige der Sprache Artauds und seines „Theaters der Grausamkeit“ waren es, die den Komponisten Wolfgang Rihm begeisterten: „Ich habe eine Wunschvorstellung von Klang, der ganz seltsam zwischen Härte und Überschwang, dröhnender Kargheit und stählerner Üppigkeit, zwischen Schroffheit und glühender Sinnlichkeit angesiedelt ist.“ In Tutuguri übersetzt der damals knapp 30-jährige Komponist den „fiebrigen Puls“ des gleichnamigen Gedichts von Artaud in eine mitreißende Musik mit gewaltiger Schlagzeug-Batterie.

Wenn am Ende des japanischen Shakkyō-Dramas der „Löwentanz“ aufgeführt wird, dann ist dies einer der spektakulären Höhepunkte des Nō-Theaters. Die traditionsreiche japanische Theaterform entstand vor ungefähr 700 Jahren und gilt als eine der ältesten Bühnenkünste überhaupt. Das Gastspiel des Kanze Nō Theaters aus Tokio entführt das Publikum in eine andere Welt: Die große Bühne der Philharmonie Berlin erhält ein eigenes Dach, das von vier Holzsäulen getragen wird, wobei der alte Kiefernbaum (Matsubame) symbolisch für die Ewigkeit, Langlebigkeit und den göttlichen Ursprung des Theaters steht. Hauptdarsteller Kiyokazu Kanze ist als 26. Großmeister der Kanze-Schule ein Nachfahre der Begründer des Nō-Theaters. Am folgenden Tag gibt er im Rahmen einer speziell für Kinder und Jugendliche konzipierte Education-Veranstaltung einmalige Einblicke in die Kunst des Nō-Theaters.
Weitere performative und künstlerische Beiträge aus Japan sind im Jubiläumsjahr der Berliner Festspiele im Rahmen von Focus Japan zu erleben.

Illustration eines Tänzers, der ein rot-gelb-braunes Kostüm mit einer japanischen Löwenmaske trägt. Er stampft auf den Boden.

7

JordiSavallBrettDean

Romantiker

Jordi Savall ist ein Visionär, der seit über fünfzig Jahren als Gambist, Dirigent, Forscher und Pädagoge Brücken zwischen den Kulturen schlägt und als Gründer zahlreicher Ensembles die Alte Musik neu belebt. Beim Musikfest Berlin widmet er sich der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, deren Klangwelt ihn an die Bilder William Turners erinnert: „Die Musik von Mendelssohn und Turners Malerei geben uns eine sehr ähnliche Vision von der Natur. Eine Natur, die voller Farben ist, voller Atmosphäre.“ Als Zwanzigjähriger besuchte Mendelssohn die Hebriden vor der Westküste Schottlands. Seine Eindrücke verarbeitete er in der gleichnamigen Konzert-Ouvertüre und in der Schottischen Sinfonie. Auch Turner hielt die raue Landschaft mit ihren schroffen Felsen, dem rasch wechselnden Licht und der Weite des Meeres in seinen Gemälden fest.

Illustration mit Jordi Savall, der vertieft in eine Partitur schaut und dabei leise summt.

Als Composer in Residence der Berliner Philharmoniker nimmt Brett Dean eine besondere Rolle ein: Bevor er sich als Komponist international einen Namen machte, gehörte er 14 Jahre lang als Bratschist dem Orchester an. Nun steht er vor dem Orchester am Dirigentenpult. Seine klanglich vielschichtigen Werke And once I played Ophelia und Conversations with Schumann erkundet die Sopranistin Jennifer France. In der Late Night der Berliner Philharmoniker ist der in Australien geborene Musiker zudem in Klavierquartetten von Robert Schumann, Cathy Milliken und von ihm selbst als Bratschist zu erleben.

Illustration mit Brett Dean, der eine Partitur in der einen Hand hält und in der anderen Hand einen Dirigierstab. Er ist dabei auszurutschen und versucht, mit den Armen das Gleichgewicht zu halten.

8

CathyMillikenOlgaNeuwirthMatthiasPintscher

Wendepunkte

Eine gelbe Feder, das Gefühl des verlorenen Gleichgewichts, die federartigen Klangbänder des armenischen Duduks, eines Holzblasinstruments – all dies diente der australischen Komponistin Cathy Milliken als Inspirationsquelle. Ihr neues Konzert für Englischhorn why feather yellow wird von Sir Simon Rattle, den Berliner Philharmonikern und dem Solisten Dominik Wollenweber beim Musikfest Berlin uraufgeführt. Mit den Berliner Philharmonikern ist Cathy Milliken eng verbunden – nicht zuletzt, weil sie über mehrere Jahre hinweg deren Education-Programm leitete. Im Gespräch „Auf ungewohnten Wegen“ mit Olivia Artner verrät die in Queensland geborene und in Berlin lebende Komponistin, wie ihr neuestes Orchesterwerk entstanden ist. 

Illustration mit Cathy Milliken, die eine übergroße gelbe Feder in der einen Hand hält. Sie steht auf einem Gebäude, das schwankt. Sie versucht, das Gleichgewicht zu halten.

Wenn sich Olga Neuwirth und Matthias Pintscher begegnen, dann spielen sie nicht nur Musik – auf dem Wimmelbild kreist zwischen ihnen auch der Dreydl. Für die österreichische Komponistin symbolisiert dieser traditionelle jüdische Spielkreisel das unaufhörliche Drehen des Lebens und die „fatale Zirkularität des Schicksals“. Neuwirths gleichnamiges Orchesterwerk, das auf einem jüdischen Kinderlied basiert, dirigiert Matthias Pintscher als Chefdirigent der Kansas City Symphony beim Musikfest Berlin. Seit vielen Jahren verbindet ihn mit Olga Neuwirth ein intensiver künstlerischer Dialog, der mit diesem Konzert um ein weiteres gemeinsames Kapitel ergänzt wird.

9

Epilog

Die Illustratorin

Zum dritten Mal zeichnet die Berliner Illustratorin Alexandra Klobouk ein Wimmelbild für das Musikfest Berlin. Im Making-of-Video in der Berliner Festspiele Mediathek gewährt die Künstlerin Einblicke in den Entstehungsprozess und erzählt von der Arbeit mit Bleistift und Tusche.

Eine Person arbeitet mit Pinsel und Stift an einer großformatigen Zeichnung mit zahlreichen skizzierten Figuren und Szenen auf einem Tisch.

Alexandra Klobouk © Berliner Festspiele, Foto: Fabian Schellhorn

Wimmelbild als PDF herunterladen 


Bildcredits: © Berliner Festspiele / Musikfest Berlin, Illustration: Alexandra Klobouk

10

Das Puzzle

Setzen Sie die Puzzleteile zusammen und entdecken Sie die vielen Details, die im Wimmelbild verborgen sind.

Illustration: Alexandra Klobouk

Format: 30 x 45 cm
266 Teile
Preis: € 10,00

Zu kaufen im Webshop der Berliner Festspiele

Puzzle mit dem Motiv des Wimmelbilds 2026