
Theater
Brett Bailey
Brett Bailey / Kapstadt
Eine theatrale Begegnung mit lebenden „Exponaten
Deutsche Erstaufführung

Exhibit B © Collection RMCA Tervuren 1912
jeweils 17:00, 17:45, 19:15 und 20:00 Uhr
ca. 45 min (keine Sitzplätze) / getakteter Einlass / warme Kleidung empfohlen
Völkerschauen waren ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine Hauptattraktion von Jahrmärkten, Volksfesten und Gewerbe- und Kolonialausstellungen in der westlichen Welt. Massenweise strömten schaulustige Europäer und Nordamerikaner in diese Menschenzoos, die Bewohner der nicht-westlichen Welt in nachgebauten Dörfern ausstellten. Der südafrikanische Regisseur Brett Bailey, der mit seiner Company Third World Bunfight immer wieder die postkoloniale Gegenwart in Südafrika sowie die Beziehung zwischen Afrika und der westlichen Welt thematisiert hat, erinnert in „Exhibit B“ an diese Form menschlicher Zurschaustellung und verknüpft sie mit heutigen Erfahrungen von Ausgrenzung und Rassismus. In einer begehbaren Installation setzt er Performer aus Namibia und in Berlin lebende afrikanische Immigranten dem Blick des Zuschauers aus. Requisiten und Setting reflektieren die europäische Kolonialgeschichte in Namibia und den Kongostaaten und verweisen gleichzeitig auf heutige Migration und Abschiebung.
Die Arbeiten der „Exhibit“-Serie setzen sich mit der Kolonialgeschichte verschiedener europäischer Länder auseinander und begannen mit der von den Wiener Festwochen und dem Festival Theaterformen Braunschweig produzierten „Exhibit A“.
Konzept / Regie Brett Bailey
Casting Anna de Carlo
Produktionsmanagment Third World Bunfight Barbara Mathers
Technische Umsetzung / Gestaltung Raphaël Noël
Mit
Ekobe Emmanuel Akwaltlambeng, Valentin Domingo, Geraldine Guy, Margaritha Mvilela de Sousa Vilela Inhalambi, Aicha Katjivena, Abdourakhmane Mbacké, Lesley Melvin Du Pont, Chris Nekongo, Effesin Ngglo, Kovo Steve N’Sondi, Collivan Nsorockebe Nso, Avril Nuuyoma, Milton Paixo, Silvya Segunda, Marcellinus Swartbooi, Leila Wathera
Gefördert durch Goethe-Institut und Institut français
Dank an Förderband Kulturinitiative Berlin, UK Arts International und KVS – Koninklijke Vlaamse Schouwburg