
Fotoinstallation
Eine Fotoinstallation von Monika Pormale

Alles wird gut. U-Bahnhof Wittenbergplatz, Berlin © Burkhard Peter
Theater ist auch Architektur, Innenraum und Außenraum. spielzeiteuropa lädt junge europäische KünstlerInnen ein, Kunstprojekte für das Haus der Berliner Festspiele zu realisieren. Als Erste wird in der Saison 06/07 die lettische Künstlerin Monika Pormale, bekannt geworden mit ihren eindrücklichen Bühnenräumen für Inszenierungen des Regiestars Alvis Hermanis, ein Projekt verwirklichen. Ihre großformatige, auf der Fassade des Hauses der Berliner Festspiele weithin sichtbare Fotoinstallation begleitet das Motto ALLES WIRD GUT.
Gemeinsam mit dem Berliner Fotografen Burkhard Peter wählte Monika Pormale ebenso unverkennbare wie alltägliche Orte im alten West-Berlin aus. Inspiriert von Vladimir Sorokins Romanthriller Das Eis finden an diesen bekannten urbanen Schauplätzen seltsame Ereignisse statt: Menschen umarmen einander. Anonyme Passanten, Zufallspaare werden von der Künstlerin zu lebenden Skulpturen inszeniert. Es entstehen Momentaufnahmen im Zeitstillstand – menschliches Bollwerk gegen urbane Einsamkeit und die Vereinsamung des Urbanen.
„Lass’ dein Herz sprechen, dein Herz, dein liebes Herz!“
Vladimir Sorokin, Das Eis
Neben den fünf Fotos an der Außenfassade, die der äußeren Architektur des Hauses entsprechen, werden im Oberen Foyer die Innenräume des Theaters fototheatralisch verfremdet – und Déjà-vu-Erlebnisse des Betrachters evoziert. ALLES WIRD GUT – eine theatralische Installation, eine lebendige Irritation. Eine Form von Theater …
Idee und Realisation Monika Pormale
Fotos Burkhard Peter
Innenausstattung und Mobiliar Oberes Foyer Rudolf Bekic
nach den Originalentwürfen von Fritz Bornemann
Produktion spielzeiteuropa | Berliner Festspiele
Mit freundlicher Unterstützung von Big Image