
Walter Womacka, Wenn Kommunisten träumen ..., 1975
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026
4 Greifswalder Straße
Wenn Kommunisten träumen … ist ein großformatiges Ölgemälde (280×552 cm) des Malers Walter Womacka, das 1975/76 für die Palast-Galerie im Hauptfoyer des Palast der Republik in Ost-Berlin entstand. Die Palast-Galerie umfasste insgesamt 16 solcher raumgreifender Bilder von staatlich beauftragten DDR-Künstler*innen, die ihre persönlichen Vorstellungen einer besseren Zukunft bildlich in Szene setzen sollten.
Im Zentrum von Womackas Werk steht ein nachdenklich träumender Arbeiter, hinter dem sich eine symbolträchtige Bildwelt entfaltet. Sie ist sowohl von den Errungenschaften der Menschheitsgeschichte als auch von kriegerischem Elend geprägt – ein ideologisches Wimmelbild, in dem sich ägyptische Pyramiden, Kampfszenen aus der Französischen Revolution, Ausschnitte der Laokoon-Gruppe, der stürzende Ikarus sowie Darstellungen einer idealisierten sozialistischen Zukunftsgesellschaft wiederfinden. Es handelt sich um ein eindrückliches Sinnbild für den Aufstieg der DDR, das sich bei den Besucher*innen des Palast der Republik einprägen sollte. Nachdem der Palast der Republik Anfang des neuen Jahrtausends abgerissen wurde, befindet sich das Gemälde heute in der Sammlung des Deutschen Historischen Museums und ist dem Publikum nicht zugänglich – als Echo auf Lenins Frage: „Dürfen Kommunisten träumen?“
Für What If Berlin überführt Akira Takayama nicht verwirklichte Projektideen aus den Archiven der Berliner Festspiele, anderer Berliner Kulturinstitutionen sowie von Architekt*innen und Künstler*innen in die Gegenwart und stellt die Frage, welche Vision wir künftig verwirklichen wollen.
Die Zukunftsvision für das Projekt Wenn Kommunisten träumen …, die im Rahmen von What If Berlin ab dem 28. August 2026 präsentiert wird, antwortet auf die Frage: Was, wenn Berlin kollektiv über die Zukunft der Bildergalerie aus dem Palast der Republik entscheiden würde?