
B.Z. Artikel vom 16.11.2007
Text: Oliver Ohmann; Fotos: Thierlein, Geisler, PR, Manuel Graubner, picture-alliance/dpa, UPI
20 Halensee
2007 kam der US-Regisseur David Lynch nach Berlin, um auf dem Teufelsberg die „Universität unbesiegbares Deutschland“ zu errichten. Die Hochschule sollte für mehrere tausend Studierende die Transzendentale Meditation als Basisdisziplin mit herkömmlichen Studiengängen verbinden. Tatsächlich gelang es der Maharishi Weltfriedens-Stiftung, ein fünf Hektar großes Areal auf dem Teufelsberg, dem ehemaligen Standort einer amerikanisch-britischen Abhörstation im Grunewald, für dieses Vorhaben zu erwerben.
Die Planungen waren bereits weit fortgeschritten, der Bauantrag gestellt und der Grundstein wurde von Lynch persönlich gelegt. Die Hochschule sollte unter anderem zwei Stockwerke mit großen Versammlungsräumen und darüber einen 50 Meter hohen Turm mit zehn Etagen umfassen. Bei der öffentlichen Vorstellung des Projekts stieß Lynch jedoch gemeinsam mit Guru Raja Emanuel Schiffgens auf heftigen Protest. Kritiker*innen warnten vor sektenartigen Strukturen und den damit verbundenen Risiken. Letztlich lehnte die zuständige Behörde den Bauantrag ab. Zur Begründung hieß es, der Teufelsberg habe seit 2005 wieder den Status einer Grünfläche und dürfe daher nicht ohne Weiteres bebaut werden.

B.Z. Artikel vom 16.11.2007
Text: Oliver Ohmann; Fotos: Thierlein, Geisler, PR, Manuel Graubner, picture-alliance/dpa, UPI
Für What If Berlin überführt Akira Takayama nicht verwirklichte Projektideen aus den Archiven der Berliner Festspiele, anderer Berliner Kulturinstitutionen sowie von Architekt*innen und Künstler*innen in die Gegenwart und stellt die Frage, welche Vision wir künftig verwirklichen wollen.
Die Zukunftsvision für das Projekt Meditations-Universität, die im Rahmen von What If Berlin ab dem 28. August 2026 präsentiert wird, antwortet auf die Frage: Was, wenn Berlin einen Meditationspfad auf den Teufelsberg anlegen würde?