
Gordon Matta-Clark, The Wall, Film Still, 1976
© Mit freundlicher Genehmigung des Nachlasses von Gordon Matta-Clark und Electronic Arts Intermix (EAI), New York
16 Innsbrucker Platz
1976 wurde der US-amerikanische Konzept- und Aktionskünstler Gordon Matta-Clark eingeladen, im Rahmen der Ausstellung Soho in Berlin der Akademie der Künste und der Berliner Festwochen einen künstlerischen Beitrag zu leisten. Bekannt für seine radikalen und monumentalen Interventionen, plante er zunächst, einen Abschnitt der Berliner Mauer mit Dynamit in die Luft zu sprengen. Nach eindringlichem Zureden von Freund*innen nahm er jedoch von diesem lebensgefährlichen Vorhaben Abstand, sodass es nie zur „Ausführung“ kam.
Stattdessen nutzte Matta-Clark die Mauer für seine Performance und temporäre Installation Made in America. Dabei beklebte er die Westseite der Mauer illegal mit Werbeplakaten deutscher Konsumprodukte und ergänzte diese um die Schriftzüge „FROM USSR MIT LOVE“ und „MADE IN AMERICA“ sowie um politische Symbole. Der 16-mm-Film The Wall von Jane Crawford und Alex Gunuay dokumentiert diese Ereignisse.
Für What If Berlin überführt Akira Takayama nicht verwirklichte Projektideen aus den Archiven der Berliner Festspiele, anderer Berliner Kulturinstitutionen sowie von Architekt*innen und Künstler*innen in die Gegenwart und stellt die Frage, welche Vision wir künftig verwirklichen wollen.
Die Zukunftsvision für das Projekt The Wall, die im Rahmen von What If Berlin ab dem 28. August 2026 präsentiert wird, antwortet auf die Frage: Was, wenn Berlin immer mehr Mauern durchlöchern würde?