Campus

Das Campus-Programm richtet sich an die Teilnehmer*innen des Theatertreffen der Jugend und ist nicht öffentlich. Es untergliedert sich in die Bereiche Praxis mit verschiedenen Theaterworkshops und Dialog mit den täglichen Nachgesprächen.

Praxis

Die Workshops erstrecken sich über mehrere Tage. Am Ende werden die Erfahrungen aller Teilnehmenden ggf. in einem gemeinsamen Workshop-Showing geteilt.

Workshop-Zeiten

Intensiv-Workshops:

Sonntag, 2.6. – Dienstag 4.6.2024

So, 2.6.2024:  9:30 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:30 Uhr
Mo, 3.6.2024:  9:30 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:30 Uhr
Di, 4.6.2024:  14:00 – 16:30 Uhr

Workshop 1: Was mich verfolgt wie ein Tier – eine Textwerkstatt

Was hat das Potenzial literarisch zu sein? Der Traum von der letzten Nacht? Oder der Instapost, den ich überflogen habe? Dieser Tagebucheintrag, jener TikTok-Clip, dieser Gedanke, der mich schon ewig verfolgt wie ein Tier? Sind es die Gegenstände in meinem Leben, die stummen oder die, die zu mir sprechen? Sind es meine Sorgen oder meine euphorischen Highs? Oder die letzte Voicemessage, die ich im Halbschlaf losgeschickt habe? Was ist es wert, festgehalten und nochmal angeschaut zu werden?

In dieser interdisziplinären Textwerkstatt wollen wir ergründen, was alles literarisch sein könnte. Wir kommen in dem Workshop zusammen – schreiben, sammeln und verdichten Material und erproben literarisch-künstlerische Methoden. Dabei suchen wir nach Formen, um davon zu erzählen, was uns beschäftigt. 

Teilnehmer*innen aus allen Disziplinen (Theater, Tanz, Musik, Video, Internet und mehr) sind willkommen. Vorkenntnisse im literarischen Schreiben sind nicht erforderlich.

Mit

Olivia WenzelPerformerin, Kulturwissenschaftlerin, Musikerin und Autorin

Hieu Hoang – Autor und Theatermacher

 

Workshop 2: Vom dokumentarischen Material zur Soloperformance

Habt ihr Lust, einen eigenen Monolog zu schreiben? Findet ihr, dass die Wirklichkeit Geschichten schreibt, die man sich so niemals ausdenken könnte? Habt ihr Lust zu lernen, wie man ein gutes Interview führt? Wie man respektvoll und kreativ mit dokumentarischem Material umgeht? 
Dann seid ihr bei LUNATIKS in diesen zweieinhalb Tagen richtig. Ziel dieses praxisorientierten Workshops ist es, den Teilnehmer*innen die spezifische Form des interviewbasierten Recherchetheaters zu vermitteln. Es geht um Grundlagen und Techniken des Recherchetheaters sowie des narrativen biografischen Tiefeninterviews und darum, eure Rechercheergebnisse spielerisch und/oder performativ auf die Bühne zu bringen. Es entstehen kleine Soloarbeiten, die wir uns am Schluss gegenseitig präsentieren. Bringt bequeme Kleidung mit und einen Gegenstand, den ihr geerbt habt oder vererben möchtet.

Mit

Christine Rollar – Schauspielerin

Janette MickanTheatermacherin, Autorin und Kuratorin 

 

Workshop 3: Alle d’accord? Möglichkeitsformen im (Sprech-)Chor

Du, Chor, du – du Lobpreiser*in, du Mahner*in, du Prophet*in, du Kritiker*in, du Mächtige*r, du Gleichschaltende*r, du Demonstrierende*r, du Hinterfragende*r, du Komödiant*in, du ideale Zuschauer*in. Du bist soooo viel! Ein Schwarm, eine Gruppe, ein*e Dialogpartner*in, eine Figur – mit dem Theater war immer schon der (Sprech-)Chor da.

Doch wie entsteht ein Chor aus den vielen Ichs? Wer spricht da eigentlich, wenn wir alle zusammen sprechen? Zu wem wollen wir sprechen? Und wie sprechen wir es aus? Was bin ich in einer Gemeinschaft? Wo komme ich im Chor vor? Wie erfahre ich Zusammenschluss und Solidarität im Spiel? Wir wollen uns mit euch von den ästhetischen und theaterpraktischen Ansätzen der Vergangenheit und Gegenwart inspirieren lassen und unsere eigenen Chöre bilden. Mit dabei die Techniken des Sprechens: Wie klingen die Wörter und wie spreche ich sie aus? Wie sprichst du sie aus? Wie schaffen wir es synchron und stark zu klingen und wollen wir das überhaupt?

Bringt Texte mit! Das können Interviews oder Liedtexte, Gedichte oder Einkaufzettel, Briefe oder Gebrauchsanleitungen oder was ihr wollt sein – wir untersuchen sie auf ihren chorischen Kern.

Mit

Sebastian MaukschSpielleiter

Toni Jessen – freiberuflicher Theater- und Filmschauspieler, Hörspielsprecher und Dozent

 

Workshop 4: Vorhang war gestern!

Die Jacke an der Garderobe im Foyer abgeben, sich in einen Sitz chillen und 90 Minuten still auf eine Bühne schauen? Am besten mit Abendkleid oder Hemd? Und bloß nicht zu laut husten! Muss Theater so sein? Nein! Wir denken Bühne radikal um und machen uns Orte in und um das Haus der Berliner Festspiele zu eigen! Gemeinsam reißen wir Räume aus dem Kontext ihrer Funktionen, untersuchen ihre Möglichkeiten und transformieren sie. Wir inszenieren sie mit Installationen aus Licht, Bild, Video, Sound, Duft, Objekt, Material und sogar Geschmack! Wie funktionieren Performances außerhalb der Bühne? Wie gestaltet man einen Audio-Walk? Welche Bilder wollen wir zeigen und was ist uns wichtig? Wir reißen die Wände unserer von Normen und Erwartungen geprägten Gesellschaft ein und erschaffen erfahrbare Räume, die wir mit unserer Haltung und nach unseren Vorstellungen gestalten. Was ihr mitbringen müsst? Neugier und Lust auf neue Theaterformate – keine Vorkenntnisse nötig! 

Der Intensiv-Workshop ermöglicht eine Vertiefung der Inhalte und wird im Kurzformat auch als Impuls-Workshop angeboten.

Mit

Antigone Akgünfreischaffende Performerin, Autorin und Dramaturgin

Ilias Botseas – Juror*in, Redakteur*in, Produktionsassistent*in und Pressereferent*in

 

Workshop 5: Trau Dich Ding – ein Objekttheater-Workshop

Was beschäftigt den Kaffeebecher? Hat Papier Gefühle? Und was sagt eigentlich mein Rucksack dazu? Wir finden es heraus! Theater umgibt uns, begleitet uns im Alltag. Wir improvisieren uns durchs Leben und haben unendlich viele Requisiten dabei. Woraus können wir Theater machen und wie können wir die Dinge benutzen, um Geschichten zu erzählen?
In diesem Workshop schärfen wir den Blick für die Dinge, die uns umgeben und erforschen zusammen neue Wege, mit ihnen Theater zu machen. Wir tauchen ein in die Welten, die uns Objekte, Material und Figuren eröffnen und legen dabei den Fokus darauf, wie wir damit Geschichten erzählen können. Neben den Grundlagen des Figurentheaters beschäftigen wir uns vor allem auch mit dem Zusammenspiel von mehreren Spielenden und wie wir gemeinsam auf der Bühne etwas szenisch erarbeiten können. 

Der Intensiv-Workshop ermöglicht eine Vertiefung der Inhalte und wird im Kurzformat auch als Impuls-Workshop angeboten.

Mit

Enikő SzászPuppenspielerin

Cosima Krupskin freiberufliche Puppenspielerin

 

Workshop 6: Performing Perspectives – von anderen erzählen

Wie können wir als Künstler*innen angemessen mit herausfordernden und sensiblen Themen auf der Bühne umgehen? Wie können wir uns auf empathische und verantwortungsbewusste Weise mit historischen Konflikten, Ungerechtigkeiten, Kriegen, Übergriffen und Grausamkeiten performativ auseinandersetzen?

In diesem Workshop führen wir Recherchen durch, suchen den Dialog mit Expert*innen, begeben uns auf eine Exkursion an einen ungewöhnlichen Ort und versuchen uns darin eigene kleine Szenen zu entwickeln, die diese Themen auf künstlerische und einfühlsame Weise reflektieren. Wir werden uns dabei von den Arbeiten von Rimini Protokoll und anderen Performance-Gruppen inspirieren lassen, um der Frage nachzugehen, welche unterschiedlichen Herangehensweisen und Techniken wir von ihnen lernen können.

Alle Disziplinen sind willkommen und es sind keine spezifischen Vorkenntnisse erforderlich.

Mit

Daniel WetzelAutor und Regisseur

 

Workshop 7: Transforming Bodylandscapes – mit Körpern erzählen

In diesem Workshop stellen wir uns die Frage, welche Geschichten wir mit unseren Körpern erzählen können und was wir mit unseren Körpern (mit)teilen möchten. Wir laden dich ein, alle Spiel-Räume deines Körpers neu zu entdecken: Wahrnehmung, nonverbale Kommunikation, Koordination im Raum, Bewegung und Improvisation.

In kreativen Sessions werden wir Bilder verkörpern, Körperlandschaften komponieren und Atmosphäre kreieren. Inspiriert vom japanischen Nō Theater, Butoh-Tanz und der Performance Kunst erforschen wir neuartige Möglichkeiten des Körperausdrucks und der symbolischen Bildersprache. 

Körper, Bewegung und Gestik erzählen andere Ebenen als Wörter. Dies bedeutet eine Erweiterung und eine Begrenzung zugleich. Während Texte viel konkreter sind, übertragen körperliche Erzähltechniken Stimmungen, Emotionen und Energien direkt an die Zuschauer*innen, was zu einem intensiven (Mit)Erleben führen kann. 

Mit

dasKOLLAKTIV

Marc CarreraChoreograf und Performer

Rosalin Hertrich – Performerin und Theater-Künstlerin

 

Impuls-Workshops:

Mittwoch, 5.6.2024, 9:30 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:30 Uhr

Workshop 1: Die Stimme als Instrument: eine Reise durch „Extended Vocal Techniques“

In diesem Workshop lernen wir unsere Stimme anhand von Atem-, Resonanz- und Artikulationsübungen als ein vielseitiges und flexibles Klanginstrument kennen. Wir entdecken erweiterte Stimmtechniken durch das Experimentieren mit Klängen und Lauten, um so das Potenzial des Menschen als Instrument und seine Klangfähigkeiten zu erleben. Durch die Verknüpfung von Körper und Stimme beschäftigen wir uns in diesem Workshop auch mit Atemtechniken, Frequenzen und Schwingungen, Stressbewältigung und Körperbewusstsein. Zu den behandelten Themen gehören gesprochene und gesungene Stimmresonatoren, allgemeine und erweiterte Vokaltechniken, Stütz- und Atemtechniken, Aufwärm- und Entspannungstechniken. Durch diese Übungen erweitern wir unsere stimmlichen Fertigkeiten und unser Repertoire an Ausdrucksmöglichkeiten. Unser Ziel ist es, universelle menschliche Erfahrungen auszudrücken, indem wir uns von rein sprachlichen Formen lösen. Dabei möchten wir jedoch auch mit Textpassagen und Melodien experimentieren. Ihr seid herzlich eingeladen, Material (Texte oder Klänge) mitzubringen, mit dem ihr experimentieren möchtet.

Bequeme Kleidung sowie Schuhe oder weiche Socken sind empfohlen.

Mit

Munsha – Musikerin, Komponistin und Musikpädagogin

 

Workshop 2: Ich sehe was, was du nicht siehst

Siehst du mich, wie ich mich sehe? Sehe ich dich, wie du dich selbst siehst? Klingt meine Stimme genauso, wie ich sie höre? Und umgekehrt – wie erlebst du deine eigene Stimme im Vergleich zu der, die andere hören? In Anbetracht dieser Fragen und Überlegungen begeben wir uns in diesem Workshop auf eine kreative Reise, um zu erkunden, wie wir die Selbstwahrnehmung und den Einsatz verschiedener Medien auf der Bühne miteinander verweben können.

Smartphones, VR oder Live-Kameras werden im Theater immer beliebter, aber wie können wir diese Medien sinnvoll auf der Bühne einsetzen? 

Wir experimentieren mit Szenen und erkunden, wie verschiedene Medien szenische Handlungen beeinflussen, lenken, neu erzählen oder den Fokus komplett verschieben. Wie kann ich beispielsweise das Smartphone auf der Bühne so nutzen, dass ich die Perspektive der Zuschauenden erweitern kann? Und was passiert, wenn ich durch meine Experimente mit einer Live-Kamera die ganze Aussage der Szene verändert habe? 

Lasst uns neugierig sein und gemeinsam alles Erdenkliche ausprobieren! 

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wenn ihr habt, bringt gerne Spiegel (z.B. Taschenspiegel, Schminkspiegel, etc.) und euer Smartphone mit.

Mit

Lou Salvador Lange – Performance-Künstler, Regisseur und Theaterpädagoge

 

Workshop 3: Wer bin ich? Versuche zum Bühnen-Ich

Im klassischen Schauspiel geht es manchmal darum Figuren eines Theaterstücks zu verkörpern - sich zu verwandeln und hinein zu spüren in die Psychologie eines anderen (erfundenen) Lebens. Performatives Theater stellt uns im Gegensatz dazu vor die Aufgabe durch Handlung ein Bühnen-Ich zu kreieren, das irgendwie wir sind, aber das eben doch über uns hinausreicht. In diesem Workshop erforschen wir die Unterschiede zwischen Figur und Performer*innen-Ich. Wir erkunden durch Improvisation, Sprache und Bewegung verschiedene Facetten unserer Persönlichkeit und verschiedene Zugänge zur Bühnendarstellung. Von der inneren kritischen Stimme bis zum Treibstoff unserer Kunst, beleuchten wir Aspekte, die uns voranbringen oder hemmen können. Wir konzentrieren uns darauf, unsere individuellen Erfahrungen in unsere Performances einfließen zu lassen. Wir versuchen durch unsere Persönlichkeit eine Kraft auf der Bühne zu entfalten und lernen kennen, welche Strategien uns schützen können. Egal, ob du bereits Erfahrung hast oder gerade erst anfängst, bist du herzlich eingeladen verschiedene Möglichkeiten des performativen Spielens mit uns zu entdecken!

Mit

Canip Gündoğdu – Erziehungswissenschaftler und Theaterpädagoge 

Rieke Oberländer – Theaterpädagogin

 

Workshop 4:  Autonom – entwickeln, inszenieren und produzieren im Alleingang 

Dieser Workshop richtet sich an junge Theaterkünstler*innen, die eigene Projekte realisieren möchten und beschäftigt sich mit den Kernfragen selbständiger Theaterarbeit: Wie formuliere ich mein Interesse? Wie suche und finde ich Mitwirkende? Wie wollen wir zusammenarbeiten? Wie entwickeln wir ein Konzept? Wie organisieren wir einen Proberaum? Wie finden wir Unterstützer*innen und mögliche Projektgelder? Und was ist noch zu beachten bis zur ersten Aufführung? Wir starten mit einer reellen oder fiktiven Projektidee und erarbeiten uns Mindmaps für die Umsetzung jedes Projekts.

Mit

Sebastian MaukschSpielleiter 

 

Workshop 5: Vorhang war gestern!

Die Jacke an der Garderobe im Foyer abgeben, sich in einen Sitz chillen und 90 Minuten still auf eine Bühne schauen? Am besten mit Abendkleid oder Hemd? Und bloß nicht zu laut husten! Muss Theater so sein? Nein! Wir denken Bühne radikal um und machen uns Orte in und um das Haus der Berliner Festspiele zu eigen! Gemeinsam reißen wir Räume aus dem Kontext ihrer Funktionen, untersuchen ihre Möglichkeiten und transformieren sie. Wir inszenieren sie mit Installationen aus Licht, Bild, Video, Sound, Duft, Objekt, Material und sogar Geschmack! Wie funktionieren Performances außerhalb der Bühne? Wie gestaltet man einen Audio-Walk? Welche Bilder wollen wir zeigen und was ist uns wichtig? Wir reißen die Wände unserer von Normen und Erwartungen geprägten Gesellschaft ein und erschaffen erfahrbare Räume, die wir mit unserer Haltung und nach unseren Vorstellungen gestalten. Was ihr mitbringen müsst? Neugier und Lust auf neue Theaterformate – keine Vorkenntnisse nötig! 

Dieser Workshop ist Impulsgeber für eine Beschäftigung mit Gestaltungs(frei-)räumen der Szenografie, seine Vertiefung wird als Intensiv-Workshop angeboten. 

Mit

Antigone Akgünfreischaffende Performerin, Autorin und Dramaturgin

Ilias Botseas – Juror*in, Redakteur*in, Produktionsassistent*in und Pressereferent*in

 

Workshop 6: Trau Dich Ding – ein Objekttheater Workshop

Was beschäftigt den Kaffeebecher? Hat Papier Gefühle? Und was sagt eigentlich mein Rucksack dazu? Wir finden es heraus! Theater umgibt uns, begleitet uns im Alltag. Wir improvisieren uns durchs Leben und haben unendlich viele Requisiten dabei. Woraus können wir Theater machen und wie können wir die Dinge benutzen, um Geschichten zu erzählen?
In diesem Workshop schärfen wir den Blick für die Dinge, die uns umgeben, und erforschen zusammen neue Wege, mit ihnen Theater zu machen.

Wir tauchen ein in die Welten, die uns Objekte, Material und Figuren eröffnen und legen dabei den Fokus darauf, wie wir damit Geschichten erzählen können. Neben den Grundlagen des Figurentheaters beschäftigen wir uns vor allem auch mit dem Zusammenspiel von mehreren Spielenden und wie wir gemeinsam auf der Bühne etwas szenisch erarbeiten können. 
Dieser Workshop ist Impulsgeber für eine Beschäftigung mit den Möglichkeiten von Objekttheater, seine Vertiefung wird als Intensiv-Workshop angeboten. 

Mit

Enikő SzászPuppenspielerin

Cosima Krupskin freiberufliche Puppenspielerin

 

Workshop 7: Sense and Sensibility – ein Schauspiel-Workshop

Zu wenig? Zu viel? Zu laut? Zu leise? Zu schüchtern? Zu selbstbewusst? Du machst immer dasselbe? Du kannst nichts wiederholen? Steh doch mal gerade! Sei nicht so steif! Sei doch einfach nur du selbst! Spiel doch mal jemand anderen! Geh nicht immer von dir aus! Zieh das mal ganz nah an dich ran!  Die Bühne ist der schönste Ort der Welt, weil er Menschen zeigt, die nicht perfekt sind, die Probleme haben, die nicht cool sind. Trotzdem wollen wir genau das nicht sein – unsicher, uncool, unbeholfen, peinlich.

In unserem Schauspiel-Grundlagen-Workshop suchen wir nach dem Charme des Unvollkommenen und lernen, wie wir diesen auf der Bühne nutzen können. Wir werden sensitive Übungen machen, die unsere Wahrnehmung schulen und untersuchen, wo und wie wir uns wohlfühlen. Schauspielerische Grundlagenübungen und Improvisationen sind eine Einladung, euch besser kennenzulernen - mit allem, was zu euch gehört! 

Mit

Elizabeth BlonzenSchauspielerin, Drehbuchautorin

Dialog

Die Nachgespräche zu den Produktionen sind neben den Aufführungen und dem Workshop-Programm ein wichtiges Element des intensiven inhaltlichen Austauschs der Gruppen untereinander. In kleineren Gesprächsgruppen haben alle Spieler*innen täglich Gelegenheit, persönliche Gedanken und Kritik gemeinsam zu formulieren und zu teilen. Diese Gespräche werden von Jungjuror*innen, ehemaligen Teilnehmer*innen oder langjährigen Wegbegleiter*innen des Theatertreffens der Jugend angeleitet.

Mit Hannah Holz, Sakiye Boukari, David Paraschiv, Emma Mertens und Lene Wollwerth

Labortag

Jetzt seid ihr dran!

Der Labortag bietet den Freiraum, sich zu ganz neuen Gruppen zusammenzufinden und ohne Anleitung einen Tag lang zu forschen, zu probieren, zu experimentieren, miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen. Über Spartengrenzen hinweg gibt es die Möglichkeit, sich mit ehemaligen Preisträger*innen aus den Bereichen Musik, Tanz und Text zu verbinden. Das Angebot besteht aus vier Laboren, die dazu einladen, die eigenen Ideen ganz frei zu verwirklichen. Die Räume sind mit Impulsen ausgestattet, zu denen gearbeitet werden kann. Diese Impulse können technischer oder inhaltlicher Natur sein, sie können Objekte oder Requisiten enthalten und Fragen aufwerfen. Vielleicht werden hier Entdeckungen gemacht, möglicherweise entstehen kleine Skizzen oder sogar Arbeitsbeziehungen für die Zukunft.

Der Labortag beginnt mit einem gemeinsamen Auftakt am Donnerstag, den 6. Juni um 11:00 Uhr im Parkett Foyer und endet um 22:00 Uhr mit einem gemeinsamen Rundgang durch die Labore und der Möglichkeit zu zeigen, was den Tag über entstanden ist.