
Mario Banushi © Afroditi Kapokaki
Mario Banushi, 1998 in Albanien geboren und aufgewachsen in Griechenland, ist ein Regisseur und Performer. Er studierte Schauspiel am Athener Konservatorium und machte 2020 mit seinem Kurzfilm Pranvera, der für das Tirana International Film Festival 2021 ausgewählt wurde, auf sich aufmerksam.
Sein Debüt als Theaterregisseur gab Banushi mit Ragada, einer Performance, die während der Pandemie-Lockdowns in einem Privathaushalt in Athen entwickelt und aufgeführt wurde. 2023 brachte er sein zweites Werk, Goodbye, Lindita, auf der Experimentierbühne des Nationaltheaters in Athen zur Uraufführung. Von Publikum und Kritiken gleichermaßen gefeiert, folgten Einladungen von renommierten internationalen Festivals und Theatern, darunter das International Theatre Amsterdam, das Adelaide Festival in Australien und das BITEF in Belgrad. Beim BITEF erhielt Banushi sowohl den Sonderpreis „Jovan Ćirilov“ als auch den „Politika“-Preis für die beste Regie. Taverna Miresia – Mario Bella Anastasia, seine dritte Performance, wurde im Juli 2023 beim Epidaurus-Festival in Athen uraufgeführt. Seit Anfang 2024 tourt sie international. Zusammen werden diese drei Werke oft als Romance Familiare („Familienroman“) bezeichnet.
Banushis jüngstes Werk, MAMI, wurde im Februar 2025 uraufgeführt und knüpft an die visuelle und poetische Sprache seiner früheren Arbeiten an und wird als eine Performance von „visueller Exzellenz mit einem Hauch von Magie“ beschrieben. Die Produktion wurde nach ihrer Premiere beim Festival d’Avignon 2025 vielfach gelobt, wobei Le Monde und Libération ihre emotionale Tiefe und ihre unverwechselbare theatrale Vision lobten.
Banushi ist Onassis AiR-Stipendiat für 2023–2024 im Rahmen des Dramaturgy Fellowship.
Stand: Februar 2026