Jenny Schlenzka steht, mit einem roten Kostüm bekleidet, lächelnd mit verschränkten Armen vor dem Eingang des Gropius Bau.

Jenny Schlenzka, Gropius Bau (2023) © Gropius Bau, Foto: Muriel Liebmann

Jenny Schlenzka

Die in Berlin geborene, auf zeitgenössische Kunst spezialisierte Kuratorin Jenny Schlenzka ist seit September 2023 Direktorin des Gropius Bau. Zuvor war sie mehr als 20 Jahre in New York City und leitete ab 2017 den Performance Space New York. Dort arbeitete sie unter anderem mit Donna Haraway, Juliana Huxtable, Mette Ingvartsen, Ligia Lewis, Renata Lucas, Tiona Nekkia McClodden, Sarah Michelson, Precious Okoyomon, Sondra Perry sowie Underground Resistance zusammen und bezog Künstler*innen in alle institutionellen Bereiche ein.

Zuvor entwickelte sie am MoMA PS1 in Queens neue Ausstellungsformate für performative Kunst und rief mit den erfolgreichen „Sunday Sessions“ ein wöchentliches, kostenloses Live-Programm ins Leben, das Künstler*innen wie Cyprien Gaillard, Kim Gordon, Cao Fei, Anne Imhof, Joan Jonas, Jutta Koether, Mårten Spångberg, M.I.A., Pope.L, Pussy Riot oder Wu-Tang Clan versammelte. An ihrer vorherigen Station, dem Museum of Modern Art (MoMA), war Schlenzka die erste für Performancekunst zuständige Kuratorin am Museum of Modern Art und baute den Bereich mit auf.

Jenny Schlenzkas kuratorische und institutionelle Praxis stellt Künstler*innen in den Fokus und macht sie und ihre Arbeit zum Ausgangs- und Bezugspunkt aller programmatischen und thematischen Überlegungen. Zeitgenössische Kunst versteht sie als Diskursraum, in dem gegenwärtige gesellschaftliche Herausforderungen verhandelt und sichtbar werden. Neben publikumswirksamen Ausstellungen zeitgenössischer und moderner Kunst liegt Jenny Schlenzkas Fokus auf performativen und transdisziplinären Formaten, die sie im Gropius Bau weiter ausbauen wird. Dabei ist ihr der Dialog mit und die Offenheit für die plurale Bevölkerung der Hauptstadt, die auch ohne Kunstgeschichtsstudium und mit Kindern gern in das Ausstellungshaus kommen sollen, wichtig. Ihre Herangehensweise ist von einer Neugierde und Offenheit geprägt, die zeitgenössische Kunst immer wieder in einen Dialog mit den jeweils gegenwärtigen kulturellen oder gesellschaftlichen Herausforderungen stellt. Sie lebt mit ihren zwei Kindern in Berlin.

Stand: März 2024

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