
Sivan Ben Yishai, geboren 1978, lebt seit 2012 in Berlin. Sie gehört zu den bedeutendsten Theaterautor*innen ihrer Generation. Ihre Stücke werden im deutschsprachigen Raum sowie international viel gespielt, unter anderem in Südkorea, Frankreich, Spanien, Tschechien, Schweden, Finnland.
Sie wurde zweifach mit dem Mülheimer Dramatikpreis ausgezeichnet, 2022 für Wounds Are Forever (Selbstportrait als Nationaldichterin) und 2024 für Nora oder Wie man das Herrenhaus kompostiert und war zwei weitere Male nominiert, mit LIEBE/ Eine argumentative Übung (2020) und mit Bühnenbeschimpfung (Liebe ich es nicht mehr oder liebe ich es zu sehr?) (2023).
In der Kritiker*innen-Umfrage von Theater heute wurde sie in den Jahren 2022 und 2023 als Dramatikerin des Jahres geehrt. Mit ihrem Stück Like Lovers Do (Memoiren der Medusa) in einer Inszenierung der Münchner Kammerspiele (Regie: Pınar Karabulut) war sie 2022 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und erhielt 2023 den Theaterpreis Berlin im Rahmen des Theatertreffens, zu dem sie mit Nora. Ein Thriller von Sivan Ben Yishai, Hendrik Ibsen, Gerhild Steinbuch, Ivna Žic (Regie: Felicitas Brucker) erneut eingeladen war.
Sivan Ben Yishai arbeitet als Dozentin für Schreiben, hält Keynotes und kuratiert und moderiert Gesprächsreihen, wie zuletzt Brave New Voices für die Ruhrtriennale 2025.
Ihre Theaterstücke werden von der Autorin Maren Kames und von der Autorin Gerhild Steinbuch vom Englischen ins Deutsche übersetzt.
Stand: Februar 2026