Konzert | Berliner Orchester
Janáceks erste Oper „Šárka“ kehrt erst in den letzten Jahren wieder auf die Bühnen und Konzertpodien zurück. Der verdiente Erfolg wurde in ihrer Entstehungszeit durch außermusikalische Gründe verhindert: Der noch sehr junge Janácek hatte rechtliche Fragen in Zusammenhang mit dem Libretto falsch eingeschätzt – die Oper wurde deshalb nur selten aufgeführt. Zudem hatten die folgenden Werke des Komponisten so großen Erfolg, dass „Šárka“ in ihren Schatten geriet.
Statt in psychologische Tiefen – die seine bekanntesten Werke bis heute so aktuell machen – führt „Šárka“ in die frühe tschechische Historie. Die mythische Geschichte um eine Kriegerin, die sich in ihren Feind verliebt, mag einer längst vergangenen Zeit entstammen – umso mehr fasziniert die sinnliche Musik dieses frühen Meisterwerks.
André Jolivet
Konzert für Violoncello und Kammerorchester Nr. 2
Leoš Janáček
Šárka
Heroische Oper in drei Akten
Konzertante Aufführung
in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Wolfgang Emanuel Schmidt – Violoncello
Eva Urbanová – Sopran
Peter Straka – Tenor
Ivan Kusnjer – Bariton
Ladislav Elgr – Tenor
Tschechischer Philharmonischer Chor Brno
Ján Rozehnal – Einstudierung