Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien
Mit dem Eröffnungskonzert beginnt das Musikfest Berlin und zugleich ein besonderes Jubiläum: Die Berliner Festspiele feiern ihr 75-jähriges Bestehen. Der Blick richtet sich damit auch auf das Jahr 1951, als erstmals die Berliner Festwochen stattfanden. Aus dem Festival der klassischen Musik und der Moderne entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein mannigfaltiges kulturelles Programm, aus dem zahlreiche eigenständige Formate hervorgingen.
Das Musikfest Berlin knüpft bewusst an diese Tradition an. 2005 wurde das frühere Festwochenformat für klassische Musik – in neuer Konzeption und in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker – unter dem Namen Musikfest Berlin neu begründet. So ist das Festival zugleich das jüngste und das älteste der Berliner Festspiele: ein Format, das die Geschichte der Institution fortschreibt und dabei immer wieder neue künstlerische Perspektiven eröffnet.
Das Programm des Jubiläumsjahres greift diese lange Entwicklung auf. Zahlreiche Werke und Projekte verweisen auf prägende Momente der Festwochen-Geschichte und stellen sie in einen aktuellen Kontext. Damit wird deutlich, wie sehr sich musikalische Tradition und künstlerische Gegenwart gegenseitig inspirieren – und wie lebendig das kulturelle Erbe dieses Festivals bis heute ist.
Besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem Jahr ein außergewöhnlicher kultureller Brückenschlag: das Gastspiel des Kanze Nō Theaters unter der Leitung des XXVI. Großmeisters Kiyokazu Kanze. Die Begegnung dieser jahrhundertealten japanischen Theater- und Musiktradition mit dem Berliner Publikum steht exemplarisch für die internationale Offenheit, die das Musikfest Berlin seit seinen Anfängen prägt.
Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern inspirierende Konzerte und eindrucks-volle künstlerische Erfahrungen!
Dr. Wolfram Weimer
Staatsminister für Kultur und Medien