Sänger*innen stehen auf der Opernbühne in Kostümen.

© Bernd Uhlig

Chor der Deutschen Oper

Der Chor der Deutschen Oper Berlin gehört zu den renommiertesten Opernchören weltweit und verfügt über eine stilistische Bandbreite, die von den Werken Mozarts und Beethovens über die großen Choropern Wagners und Verdis bis zur zeitgenössischen Musik reicht. Für diese Vielfalt stehen in jeder Spielzeit etwa 30 unterschiedliche Werke, in denen der Chor auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin zu erleben ist. 

Seinen Weltruhm erlangte der seit 1912 bestehende Chor in den fünfziger und sechziger Jahren, durch Schallplattenaufnahmen wie Orffs Carmina Burana unter Leitung von Eugen Jochum, aber vor allem durch die Arbeit von Walter Hagen-Groll, der das Ensemble von 1961 bis 1984 leitete.

An diese Glanzzeit konnte der Chor ab 2007 unter der Leitung des US-amerikanischen Dirigenten William Spaulding anknüpfen. Während seiner Amtszeit wurde der Chor von der Zeitschrift Opernwelt dreimal hintereinander, von 2008 bis 2010, zum Chor des Jahres gewählt und erhielt begeisterte Kritiken für seine Gastauftritte bei den BBC Proms, wo er in Tannhäuser und Verdis Messa da Requiem zu hören war.

Auch sein Nachfolger Jeremy Bines, der von 2017 bis 2026 an der Spitze des Chores stand, prägte Klang und die Vielseitigkeit des Chores maßgeblich – die Qualität und der Nuancenreichtum des Chorklangs kamen in diesen Jahren u.a. beim monumentalen Meyerbeer-Zyklus des Hauses zur Geltung. Die International Opera Awards 2021 bescherten dem Chor eine Nominierung als Chor des Jahres. Auch nach seinem Abschied als Chordirektor wird Jeremy Bines noch die Einstudierung des „Welt-Parlaments“ aus Karlheinz Stockhausens Mittwoch aus Licht an der Deutschen Oper Berlin leiten.

Mit Beginn der Saison wird der Mailänder Marco Medved die Direktion des Chors übernehmen, der über breit gefächerte Erfahrungen als Chordirektor im Opernbetrieb verfügt und zuletzt an der Oper Bonn und am Teatro Petruzzelli in Bari tätig war.

Stand: April 2026