
„Der Konzertmeister eines Orchesters ist ein Primus inter Pares. Seine Aufgabe ist es, die Kommunikation zwischen Dirigent und Orchester sowie zwischen den verschiedenen Gruppen des Orchesters zu erleichtern.“ (Noah Bendix-Balgley)
Noah Bendix-Balgley entdeckte schon mit vier Jahren seine Leidenschaft für klassische Musik. Er liebte das Buch The Philharmonic Gets Dressed. Als er zum ersten Mal andere Kinder Geige spielen sah, war er fasziniert davon. Daraufhin überredete er seine Eltern, ihn die Geige ausprobieren zu lassen. Dank seiner schnellen Fortschritte spielte er mit neun Jahren bereits vor Yehudi Menuhin.
Später studierte er an der Indiana University bei Mauricio Fuks und an der Hochschule für Musik und Theater München bei Christoph Poppen und Ana Chumachenco. Für seine herausragenden Leistungen erhielt er zahlreiche Preise: 2008 wurde er mit dem dritten Preis sowie einem Sonderpreis beim Concours International Long Thibaud in Paris geehrt, 2009 war er Preisträger bei der Queen Elisabeth Competition in Brüssel, und 2011 gewann er den ersten Preis beim Concours International de Musique Vibrarte.
Von 2011 bis 2014 war Bendix-Balgley Konzertmeister des Pittsburgh Symphony Orchestra, ehe er in gleicher Position zu den Berliner Philharmonikern wechselte. Als Solist trat er mit bedeutenden Orchestern auf, unter anderem mit der Dresdner Philharmonie, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Auckland Philharmonia Orchestra und dem Nagoya Philharmonic Orchestra sowie den Sinfonieorchestern in Shanghai, Utah, Pittsburgh und Baltimore.
Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist er Mitglied in verschiedenen Ensembles, darunter das Rosamunde String Quartet und das genreübergreifende Septett Philharmonix. Als Geiger einen persönlichen Klang zu finden, der nicht nur schön, sondern auch ausdrucksvoll ist und das Publikum berührt, empfindet er heute als Lebensaufgabe.
Bendix-Balgley ist darüber hinaus ein weltweit gefragter Musiker und tritt regelmäßig bei renommierten Festivals auf, darunter das Seattle Chamber Music Festival, das ChamberFest Cleveland, das Zermatt Music Festival & Academy und das Le Pont International Music Festival in Japan.
Der Geiger fühlt sich auch der traditionellen Klezmer-Musik eng verbunden und hat als Interpret schon mit Gruppen wie Brave Old World gespielt. Zudem unterrichtet er Klezmer-Workshops in ganz Europa und den Vereinigten Staaten. Im Jahr 2016 komponierte er sein eigenes Klezmer-Violinkonzert Fidl-Fantazye, das er erfolgreich mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra uraufführte. Seitdem trat er mit dem Stück in den USA, Asien und Europa auf, einschließlich der Philharmonie Berlin (April 2023). In seiner Freizeit genießt Bendix-Balgley Wandern, Reisen und Baseball.
Stand: April 2026