Person mit kurzem, gestyltem Haar trägt ein grünes Hemd vor hellem Hintergrund.

Julian Hetzel © Eva Roefs

Julian Hetzel

Julian Hetzel arbeitet als Performancekünstler, bildender Künstler und Musiker. Für Theater und Galerien schafft er performative Erlebnisse mit politischer Dimension und dokumentarischem Ansatz, die in über 25 Ländern auf Theaterfestivals und in Museen produziert und präsentiert werden.

Hetzel wurde im Schwarzwald geboren und lebt in Amsterdam. Er studierte Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar und schloss 2013 sein Studium an der DasArts Amsterdam ab, einem künstlerischen Forschungslabor für neue Formen des Theaters und der darstellenden Künste. Als Gründungsmitglied der Electro-Pop-Band Pentatones war er bis 2016 als Musiker aktiv. Von 2014 bis 2016 war er assoziierter Künstler beim SPRING Performing Arts Festival Utrecht (Nieuwe Maaker); seit 2014 arbeitet er mit dem Frascati Theater Amsterdam zusammen. 2016 gründete er die Stiftung Ism & Heit in Utrecht, unter deren Dach er seine künstlerischen Arbeiten im Studio Julian Hetzel realisiert und produziert.

The Automated Sniper wurde 2017 mit dem VSCD Mime/Performance Award ausgezeichnet. Seit 2018 arbeitet Hetzel eng mit dem Kunstzentrum CAMPO (Gent) zusammen; die beiden gemeinsamen Produktionen All Inclusive (2018) und Mount Average (2020) wurden für das Niederländische Theaterfestival 2019 bzw. 2021 ausgewählt. 2019 präsentierte Hetzel drei Werke auf der Biennale Teatro in Venedig; die Performance-Installation SELF vertrat die Niederlande bei der Prager Quadriennale.
2024 wurden gleich zwei Produktionen des Studio Julian Hetzel für das Niederländische Theaterfestival nominiert: Diarrhea is My Favorite Color (in Zusammenarbeit mit Theater Artemis) und SPAfrica (in Zusammenarbeit mit Ntando Cele). Diarrhea is My Favorite Color erhielt eine Nominierung für den VSCD Mime/Performance Award 2024; Willemijn Zevenhuijzen wurde für ihre Rolle in dieser Produktion mit dem Golden Cricket 2024 für die herausragendste Bühnenleistung im Jugendtheater ausgezeichnet. Ntando Cele wurde für den Theo d'Or 2024 nominiert, und SPAfrica gewann den Regiepreis für die stärkste Inszenierung der Saison. Three Times Left is Right feierte im Mai 2025 bei den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien Premiere und wurde zum Berliner Theatertreffen 2026 eingeladen.

Stand: März 2026