Louis Chude-Sokei

Louis Chude-Sokei ist Schriftsteller und Wissenschaftler und derzeit Professor für Englische Literatur sowie Inhaber des George and Joyce Wein Chair of African American and Black Diaspora Studies Program an der Boston University.

Zu seinen Büchern zählen das preisgekrönte The Last Darky: Bert Williams, Black on Black Minstrelsy, and the African Diaspora (2005), The Sound of Culture: Diaspora and Black Technopoetics (2015) sowie die vielbeachtete Autobiografie Floating in a Most Peculiar Way (2021). Seine Arbeiten sind in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter die deutsche Ausgabe Race und Technologie: Essays der Migration (2023) und die koreanische Übersetzung von Dr. Satan’s Echo Chamber: Reggae, Technology and the Diaspora Process (2022).

Auch in den Künsten hat Chude-Sokei ein starkes Profil. Er kollaborierte mit zahlreichen Künstler*innen und Performer*innen, darunter die Berliner Elektronikgruppe Mouse on Mars, mit der er das viel beachtete Album Anarchic Artificial Intelligence (2021) produzierte. Die legendäre Bill T. Jones/Arnie Zane Dance Company adaptierte seine Texte für ihre Tourneeproduktion Curriculum II (2023–2024). Weitere Kooperationen verbanden ihn mit dem Musiker und Autor David Grubbs, den Künstler*innen/Komponist*innen Marina Rosenfeld, Jan St. Werner, Dimitris Papadatos (Jay Glass Dubs), der ägyptischen Klangkünstlerin Yara Mekawei sowie dem renommierten Multimedia-Duo Mendi & Keith Obadike.
Chude-Sokei ist Gründer des internationalen Klangkunst- und Archivprojekts Echolocution und war leitender Künstler/Kurator von Sometimes You Just Have to Give it Your Attention, einem Projekt der Klangkunst und -archivierung, das 2020 mit dem renommierten Preis der Kulturstiftung des Bundes ausgezeichnet wurde. Das Album mit Klangaufnahmen und Installationen aus diesem Projekt erschien 2024. Zudem war er Kurator des Afrofuturism Festival 2022 in der Carnegie Hall und ist derzeit Berater der Art and Technology Initiative des Guggenheim Museums in Partnerschaft mit LG Electronics. Seine Arbeit war zentral für den deutschen Pavillon der Biennale von Venedig 2024, wo er auch die Klanginstallation Thresholds beisteuerte, die dem Pavillon seinen Titel gab. 2025 erhielt er ein Guggenheim Fellowship in General Nonfiction.

Sein kommendes Buch Machines of Flesh and Blood: Race and the Making of Artificial Intelligence erscheint 2026 bei Viking/Random House.

Stand: Januar 2026