
„Als Solocellist ist es wichtig, ‚nah dran‘ zu sein und mit meiner Gruppe dem Orchester und dem Dirigenten eine verlässliche Stütze zu sein. In diesem Orchester durfte ich erleben, wie große Musik auf der Bühne entsteht: indem man sich ihr hingibt, anstatt sie sich untertan zu machen.“ (Ludwig Quandt)
Seine Eltern waren Berufsmusiker*innen und machten auch zu Hause viel Musik. Dadurch lernte Ludwig Quandt als bereits als Sechsjähriger Schuberts Forellenquintett und somit auch den Kontrabass kennen. Letzterer gefiel ihm so gut, dass er mit dem nächstkleineren Instrument, dem Cello, begann – und bei diesem blieb. Quandt studierte an der Musikhochschule Lübeck bei Arthur Troester, der von 1935 bis 1945 Erster Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker war und dessen Platz er als sein letzter Student fast 50 Jahre später einnehmen durfte.
In Lübeck legte der Cellist 1985 die Diplomprüfung, 1987 das Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Während und nach dem Studium besuchte er Meisterkurse bei Boris Pergamenschikow, Zara Nelsova, Maurice Gendron, Wolfgang Boettcher und Siegfried Palm. Zudem war er zweimal Teil der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler.
Ludwig Quandt, Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD (1990) und des Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs, spielte bereits zwei Jahre bei den Berliner Philharmonikern, ehe er 1993 Erster Solocellist des Orchesters wurde. Er konzertiert außerdem weltweit als Solist wie auch als Kammermusiker und ist Mitglied verschiedener philharmonischer Ensembles.
Quandt interessiert sich für Astronomie und Libellen; er liebt es, zu wandern, Fahrrad und Kajak zu fahren, die meiste freie Zeit verbringt er jedoch mit seinen Kindern. Er spielt ein Violoncello von Francesco Ruggieri aus dem Jahre 1675, das ihm die Deutsche Bank seit 1993 als Leihgabe zur Verfügung stellt.
Stand: April 2026