Khabat Abas

Khabat Abas ist Cellistin, Komponistin und interdisziplinäre Künstlerin aus Kurdistan-Irak. Ihre Arbeiten erkunden Zeit, Raum und Erinnerung durch Musik, Alltagsgeräusche und Klänge. Sie erforscht die Wahrnehmung von Klang, insbesondere in unterschiedlichen geopolitischen Kontexten. Abas nutzt ihr Instrument jenseits traditioneller Normen – sie improvisiert, komponiert, entwickelt Videos und Klanginstallationen, baut Cellos aus verschiedenen Materialien und bezieht ihren Körper in Performances ein. Dadurch verschmelzen Politik und persönlicher Ausdruck in ihrem Werk, das traditionelle Werte und Kontrollmechanismen hinterfragt.

Khabat ist mit Ensembles wie dem Iraqi National Symphony Orchestra, dem Sulaymaniyah String Orchestra, dem Gothenburg Academic Symphony Orchestra und dem Non-Ensemble for Experimental Music in Schweden aufgetreten, ebenso mit dem London Improvisation Orchestra und Noise Women von One_Orchestra New. Sie hat mit Kurator*innen, Künstler*innen und Musiker*innen in Kurdistan-Irak, Schweden, Deutschland und Großbritannien zusammengearbeitet. 

Ihr elektroakustisches Cellostück wurde in Slemani-Kurdistan als Teil der Global Listening Biennial aufgeführt. Sie trat beim Irtijal-Festival in Beirut (Libanon), beim Space21-Festival in Slemani (Irak-Kurdistan), beim Breach-Festival in Nikosia (Zypern), beim Borderline Festival in Athen (Griechenland), beim Soundout-Festival in Canberra (Australien), beim EAR WE ARE Festival in der Schweiz, beim Zero Parameter Festival im Dai Hall in Huddersfield (UK) sowie im Projekt Abandoned Space (einer Kooperation zwischen dem Sonorities Festival Belfast und dem Space21 Festival in Kurdistan) auf. 

Ihre Komposition wurde bei der Klangwerkstatt Berlin. Festival für Neue Musik, beim Space21 Festival in Kurdistan und dem London New Jazz Festival gespielt. Sie nahm an einer Artist Residency bei Ame in Huddersfield teil. Als Mitbegründerin des Duo Moment hat sie zusammen mit Hardi Kurda zwei Alben veröffentlicht: Broken Resonance (Space21 Label) und Illegal Performance (Café Oto, 2021). Sie erhielt Förderungen vom Salam Culture House in Kurdistan-Irak, vom Swedish Art Coucil und vom STIM Forward Fund in Schweden.

Khabat Abas ist 2026 Stipendiatin des DAAD Artists-in-Berlin-Programms.

Stand: Januar 2026