

Laura Uribe © Dan Escárraga
Laura Uribe ist eine queere Regisseurin, Dramatikerin und Theatermacherin aus Mexiko-Stadt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen dokumentarisches und experimentelles Theater aus einer transfeministischen und kritischen Perspektive. Ihre Stücke beschäftigen sich mit drängenden gesellschaftspolitischen Themen wie struktureller Gewalt, erzwungenem Verschwinden, Migration und Gender-Dissidenz. Sie bewegen sich dabei an der Schnittstelle von verkörperter Forschung, affektiver Architektur und politischer Vorstellungskraft. In ihren szenischen Formaten verbindet Uribe Performance, Installation und audiovisuelle Medien mit Methoden der dokumentarischen Recherche wie Interviews, Zeugenaussagen und Feldforschung, um kollektive Reflexion und kritischen Dialog anzuregen. Gemeinsam mit Sabina Aldana gründete sie das L.A.S. [Laboratory of Sustainable Artists], in dessen Rahmen Arbeiten wie Backyard, Low Cost, Calle Amor, Cuir Love, Les Desertores und Campo entstanden. Letzteres wurde 2023 sowohl mit dem Prix Italia als auch mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet. Als Mitglied des Nationalen Systems der Kunstschaffenden Mexikos (Sistema Nacional de Creadores de Arte, SNCA, 2022–2024) wurden ihre Arbeiten auf namhaften Festivals und in renommierten Spielstätten in Deutschland (Theaterformen, Politik im Freien Theater, Maxim Gorki Theater), Italien, Spanien, Kolumbien und Chile gezeigt. Sie zeichnen sich durch künstlerische Konsequenz, Risikobereitschaft und internationale Resonanz aus – und sind geprägt von einer Poetik der ethischen und politischen Dringlichkeit.
Stand: März 2026