Eine Frau mit schulterlangen blonden Haaren schaut lachend in die Kamera und hält ihre Klarinette in den Händen.

© Stefanie Hueber

Paula Breland

Die Klarinettistin Paula Breland, 1997 in Leverkusen geboren, ist Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs mit dem Trio [ k l a ː ŋ ʃp ɛ k t r ʊ m ]. Mit dem Ensemble gewann sie zudem den Sonderpreis der Marie-Luise Imbusch-Stiftung, den Sonderpreis Neue Musik der Ensemble-Akademie Freiburg, den internationalen Concorso Val Tidone in Italien sowie den Deutschen Akkordeonmusikpreis. Zudem veröffentlichte das Trio eine Debüt-CD beim Leipziger Label GENUIN. Neben zahlreichen weiteren Kompositionen, die dem Ensemble gewidmet sind, entstand ein Werk der amerikanischen Komponistin Rachel C. Walker in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Musik und Gender Hannover.

Gemeinsam mit der Akkordeonistin Anna-Katharina Schau erhielt sie als Duo Amabile ein Stipendium der Region Hannover und wurde Stipendiatin der Stiftung Yehudi Menuhin – Live Music Now e. V. Außerdem wurde das Duo in die Konzertförderung des Deutschen Musikwettbewerbs aufgenommen. Paula Breland wurde mit dem Studentenwerkspreis Hannover ausgezeichnet und durch die Marie-Luise Imbusch-Stiftung gefördert. Als Mitgründerin des No!Orchestra entwickelt Breland Konzertpraxis an einer weiteren Schnittstelle: Das Ensemble überführt große sinfonische Literatur in ein Kammermusikformat und verhandelt damit Klang, Nähe und Transparenz neu – zwischen orchestraler Idee und kammermusikalischem Musizieren.

Künstlerisch ist Breland besonders in der zeitgenössischen Musik zu Hause, sucht jedoch bewusst das Verknüpfen verschiedener künstlerischer Welten. Ihr Interesse gilt alternativen Konzertformaten und interdisziplinären Ansätzen – etwa an den Schnittstellen von Klang, Raum, Szene und Licht. Sie studierte bei Johannes Peitz und Ulf-Guido Schäfer an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und schloss dort mit Auszeichnung ab; den anschließenden Studienabschluss absolvierte sie bei Jens Thoben an der Musikhochschule Lübeck mit Bestnote.

Weitere musikalische Impulse erhielt sie bei Eberhard Feltz, Thorsten Johanns, Kilian Herold und Oliver Wille. Als Kammermusikerin gastiert sie auf zahlreichen Festivals, darunter das Schleswig-Holstein Musikfestival, das Beethovenfest Bonn und der Altenberger Kultursommer. Parallel zu ihrer musikalischen Arbeit studiert sie Psychologie an der Universität Bremen und nähert sich der Musik auch aus einer forschenden Perspektive.

Stand: April 2026