Die Schauspielerin Karin Neuhäuser besuchte die Schauspielschule in Bochum. 1992 ging sie ans Theater an der Ruhr zu Roberto Ciulli, wo sie bis 1999 engagiert war. Sie spielte dort unter anderem die Gutsbesitzerin Ranewskaja in Tschechows „Kirschgarten“ und gastierte damit in Belgrad, Bogotá, Sarajewo und Teheran. Sie arbeitete mit Johann Kresnik („Richard III.“) an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin und gastierte an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin in Inszenierungen von Falk Richter und Luk Perceval. Bei Luk Perceval spielte sie die Rolle der Anna Petrowna in Tschechows „Platonow“ und wirkte in dessen Molière-Projekt mit. Von 2002 bis 2005 war sie im Ensemble des Schauspielhauses Zürich, wo sie unter anderem mit Christoph Marthaler, Stefan Pucher, Jan Bosse und Falk Richter arbeitete. Von 2010 bis 2022 war sie fest im Ensemble des Thalia Theaters in Hamburg, dem sie auch weiterhin als Gast verbunden ist. Zurzeit ist sie außerdem am Hamburger Schauspielhaus in König Ödipus in der Regie von Karin Beier zu sehen.
Seit 2000 realisiert Karin Neuhäuser zudem regelmäßig eigene Regiearbeiten in Münster, am Staatstheater Kassel, Frankfurt am Main am Düsseldorfer Schauspielhaus und dem Thalia Theater in Hamburg.
Karin Neuhäuser wirkt in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit und erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Theaterpreis des Verbandes Deutscher Kritiker. Für ihre Rolle in Stefan Puchers Projekt „Andersen. Trip zwischen Welten“ am Thalia Theater erhielt Karin Neuhäuser 2010 den Rolf-Mares-Preis in der Kategorie „Außergewöhnliche Leistungen Darstellerinnen“. Im Jahr 2017 wurde sie für ihre Darstellung in „Wut/Rage“ (Regie: Sebastian Nübling) mit dem Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet.
„Tanzende Idioten“ ist ihre erste Zusammenarbeit mit Thorsten Lensing.
Stand: Januar 2026