Ein Mann im schwarzen Anzug und mit schwarzer Fliege geht lächend auf die Kamera zu.

© Yannic Borchert

Gregor Meyer

Gregor Meyer gehört zu den profilierten Chor- und Ensembleleitern seiner Generation. Seit 2007 ist er Leiter des GewandhausChor Leipzig, den er seither künstlerisch prägt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Neben seiner Tätigkeit am Leipziger Gewandhaus verbindet ihn eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem RIAS Kammerchor, an dem er seit 2023 als künstlerischer Assistent tätig ist, sowie mit dem MDR-Rundfunkchor, bei dem er regelmäßig als Dirigent und künstlerischer Partner arbeitet. Darüber hinaus ist Gregor Meyer als Gastdirigent bei weiteren Ensembles im In- und Ausland gefragt.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Konzeption und Leitung von Programmen, die musikalische Exzellenz mit gesellschaftlicher Relevanz verbinden. Dazu zählen soziokulturelle Projekte mit Bundeswehrsoldaten und Überlebenden des Zweiten Weltkriegs, eine Aufführung von Bachs Markuspassion mit barrierefreiem Zugang für Gehörlose sowie musikalisch-literarische Formate wie Apokalypse, Die Leiden des jungen Brahms (mit Katharina und Anna Thalbach) und Wege zum Kreuz, ein Projekt zum Verhältnis des Menschen zu Tod und Sterben.

Im Jahr 2025 war Gregor Meyer Artist in Residence beim Heinrich-Schütz-Musikfest.

Seit 2014 ist Gregor Meyer fester Leiter des Ensemble 1684, mit dem er sich intensiv dem Werk Johann Rosenmüllers widmet. Im Dezember 2024 gab er sein Debüt bei Collegium 1704 mit Konzerten in Prag und Dresden.

Als Komponist und Arrangeur ist Gregor Meyer ebenfalls hervorgetreten. Große Beachtung fand seine Fassung von Franz Schuberts Winterreise für Bariton, Chor und Klavier beziehungsweise zwei Akkordeons. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen, darunter eine Gesamteinspielung der Kantaten Johann Kuhnaus, eine Aufnahme von Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 in einer Fassung für zwei Klaviere, Soli, Trompete und Chor sowie zuletzt eine CD mit Werken der tschechischen Komponistin Agnes Tyrell.

Stand: April 2026