Nadin Deventer

Nadin Deventer © Roland Owsnitzki

Nadin Deventer

Künstlerische Leitung Jazzfest Berlin

Nadin Deventer, geboren 1977, studierte Europawissenschaften und Musik in Paris, Amsterdam und Berlin. Seit zwanzig Jahren ist sie als Kuratorin, Dramaturgin und Projektleiterin in verschiedenen Kontexten im Kulturbereich tätig und hat die Programme des Festival van Vlaanderen in Brüssel und anschließend insbesondere die Kulturlandschaft des Jazz im Ruhrgebiet geprägt. Sie arbeitete bei der Ruhrtriennale und im Team von Ruhr.2010 – Kulturhauptstadt Europas, für die sie das internationale Jazz-Programm No blah-blah! mit 60 Konzerten in mehr als 20 europäischen Städten kuratierte. Deventer leitete neun Jahre lang (2007–2016) das jazzwerkruhr, ein regionales Netzwerk und Festival, das sie mit innovativen Projekten wie jazzplayseurope (2007–2012) sukzessive zu einer internationalen Künstler*innenwerkstatt und Koproduktionszelle weiterentwickelte. So hat sie im Rahmen des Jazztopad Festival in Breslau als binationales Kooperationsprojekt den preisgekrönten 24-hours-run What’s in the fridge? entwickelt und durchgeführt. Als Künstlerische Leiterin gestaltete sie 2013 die dritte Edition des festival n.a.t.u.r. – natürliche ästhetik trifft urbanen raum, eine Plattform zwischen Kunst, Kultur, Aktionismus, Urbanität und Ökologie mit 171 Veranstaltungen an zwölf Festivaltagen. Von 2012 bis 2018 war Deventer im Vorstand des Europe Jazz Network aktiv. Von 2015 bis 2017 war sie für die Berliner Festspiele als Organisationsleitung der Intendanz für das Jazzfest Berlin tätig und von 2014 bis 2017 darüber hinaus für Sonderprojekte der Institution. 

Seit 2018 ist Nadin Deventer Künstlerische Leiterin des Jazzfest Berlin, dessen Konzertprogramm sie seit 2023 um partizipative Outreach- und Community-Projekte erweitert. Unter ihrer künstlerischen Leitung wurde das Jazzfest Berlin als Festival des Jahres 2020, 2022, 2024 und 2025 für den Deutschen Jazzpreis nominiert und im Jahr 2021 mit dem European Award for Adventurous Programming vom Europe Jazz Network ausgezeichnet. Der experimentelle Kurzfilm DREAM BABY DREAM, das Herzstück der Community-Aktivitäten in der 2025er-Edition des Jazzfest Berlin, gewann den IN Series Counterpoint Award beim Liminal Dance Film Festival 2026 in Washington D.C., USA.

Stand: Mai 2026