Kunst als wissenschaftliches Experiment II

Workshop for pupils

Biologie, Chemie und Physik sind wichtige Themen – nicht nur für Wissenschaftler, sondern auch für Künstler. Anish Kapoor hat an einer Polytechnischen Hochschule in Großbritannien unterrichtet. Und bis heute experimentiert er mit den unterschiedlichsten Materialien, sei es Wachs, Stein, Pigment, Edelstahl, Styropor, PVC oder Beton. In Gruppen versuchen wir uns an künstlerisch Neuem uns versuchen uns an Wachs-, Pigment-, Gips- oder Styroporarbeiten.

<h2>Look ’n work with sculpture</h2>

Eine Skulptur ist ein dreidimensionales Gebilde. Sie verändert den Raum in dem sie steht. Das Wort ‚Skulptur’ geht auf das lateinische „sculpere“ zurück und bedeutet „schnitzen, meißeln“. Anish Kapoor hat den Begriff der Skulptur erweitert. Er zählt zu den spannendsten Künstlern unserer Zeit. Berühmt ist er vor allem für seine Vielfalt:

Seine Spiegelobjekte stellen die Realität auf den Kopf, seine Werke aus Kunstharz erinnern an Gebilde aus einer Tropfsteinhöhle, Steinarbeiten geben Einblick in die Unendlichkeit eines Nachthimmels und viele seiner Wachsarbeiten sind in ständiger Veränderung. Sie bewegen eine zähe, klebrige Masse, eine schießt mehrmals täglich ein rotes Wachsgemisch in die Ecke eines Raumes und hinterlässt letztlich eine Schleppe eines wunderbaren Traumkleides.

Anish Kapoor höhlt aus, schleift, streicht, ergänzt und setzt auf. Etliche Arbeiten sind tonnenschwer und wirken doch faszinierend leicht. Sein Handwerk hat der Bildhauer in London gelernt. Er ist 1954 in Mumbai/Indien geboren und im Alter von 19 Jahren nach London gezogen. Dort studierte er Bildhauerei. Seither hat er viele Preise für seine Arbeiten gewonnen und ist trotz seines Erfolgs neugierig geblieben. In Berlin zeigt er alte und neue Arbeiten. Die neuen hat er speziell für den Martin-Gropius-Bau entwickelt und sich dabei mit der Geschichte des Hauses und Berlins auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist beeindruckend.