Ai Weiwei – Never Sorry
USA 2011, 91 min
Regie: Alison Klayman
Drei Jahre lang begleitete die junge amerikanische Regisseurin Alison Klayman den international gefeierten Künstler und Aktivisten Ai Weiwei. Sie sprach mit langjährigen Wegbegleitern, mit Künstlern, Autoren, zeichnete aber auch sehr persönliche Gespräche zwischen Ai Weiwei und seiner Mutter Gao Ying auf und zeigt ihn als Vater eines dreijährigen Sohnes. Ihr Portrait Ai Weiwei – Never Sorry ermöglicht einen einzigartigen Einblick in die Persönlichkeit des Künstlers, sein Privatleben und sein Schaffen: eine differenzierte Beschreibung des heutigen Chinas zwischen Willkür und Widerstand.
Ai Weiwei zog stets den Kampf für die Menschenrechte einem Leben voller Privilegien vor – eine Wahl, die ernsthafte Konsequenzen nach sich zieht. Im April 2011 wird er plötzlich von den chinesischen Behörden entführt, an einen geheimen Ort gebracht und dort strengstens isoliert. Nach seiner Entlassung lebt er ein Jahr lang unter Hausarrest und ständiger Kontrolle, jede seiner Bewegungen wird vom Staat überwacht.
Andreas Johnsons Dokumentation Ai Weiwei – The Fake Case, die am 8. Mai 2014 in den deutschen Kinos anläuft, begleitet den Künstler in seinem Alltag unmittelbar nach seiner Entlassung. In seinem Haus in Peking lebt er wie ein Gefangener, ständiger Überwachung und den Einschränkungen der Behörden ausgesetzt. Er ist mit einer Klage konfrontiert, die er „The Fake Case“ nennt, da ihm gegenüber offensichtlich falsche Anschuldigungen erhoben werden. Nach seiner Freilassung ist Ai Weiwei zunächst zutiefst erschüttert, zermürbt durch seine Festnahme und durch die gesamte kafkaeske Situation. Doch langsam gewinnt er seine Kraft und seinen Mut zurück. Er ist bereit, seine mächtigen Gegner herauszufordern.
In Kooperation mit dem Martin-Gropius-Bau zeigt der Delphi Filmpalast am Zoo die Künstlerdokumentationen Ai Weiwei – Never Sorry und Ai Weiwei – The Fake Case.