Re-enactment | Spätschicht x Anta Recke

Der Soldat

Mit Komi Mizrajim Togbonou

Person mit Brille, Tätowierungen und rotem kariertem Shirt, Perlenketten.

Komi Mizrajim Togbonou © Eike Walkenhorst

Auf Einladung der Künstlerin Anta Recke führt der Schauspieler Komi Mizrajim Togbonou die Performance Der Soldat von Julian Warner auf und fragt dabei nach den Parallelen zwischen Krieg und Kulturproduktion.

 

Gemeinsam mit Julian Warner eignete sich Anta Recke 2017 Anna-Sophia Mahlers Inszenierung von Josef Bierbichlers Roman Mittelreich an, indem sie alle ursprünglich von weißen Menschen gespielten Rollen mit Schwarzen Schauspieler*innen besetzte. In Reaktion auf die kontroversen Debatten, die diese Geste ausgelöst hatte, inszenierte sich Warner in seiner Performance Der Soldat (2025) als Schwarzer „Kultursoldat“. Dabei verknüpft er seine eigene Kritik am Kulturbetrieb mit dem Denken des Psychoanalytikers und Philosophen Frantz Fanons.

Komi Mizrajim Togbonou sollte 2017 eigentlich für Mittelreich engagiert werden, konnte es jedoch zeitlich nicht einrichten. Im Rahmen der Spätschicht schreibt er sich nun nachträglich in das Projekt ein: Er stellt Julian Warners Performance nach und schafft gemeinsam mit Recke eine neue Version der kulturrevolutionären Erzählung.  


Komi Mizrajim Togbonou
ist Schauspieler, Musiker und Aktivist. Seine Karriere begann 2008 mit Christoph Schlingensiefs Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir. Im Anschluss spielte er an Theatern in Bremen, Heidelberg, Freiburg, Graz, Potsdam, Bonn, Frankfurt und Berlin. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Teil des Ensembles des Deutschen Theaters Berlin.

Bei der Veranstaltung werden ggfs. Foto- und Videoaufnahmen entstehen, auf denen ihr zu erkennen sein könntet. Mit eurem Besuch willigt ihr ein, dass diese Aufnahmen zur Kommunikation der Veranstaltung bzw. Ausstellung verwendet werden.