Monolog | Spätschicht x Anta Recke

Komi XIV

Mit Komi Amado

Person mit Brille und gestreiftem Oberteil, trägt Kappe, steht draußen.

© Komi Amado

Ausgehend von seinem Mitwirken an Christoph Schlingensiefs Theateroper Via Intolleranza II (2010) präsentiert Komi Amado im Rahmen der Spätschicht einen neuen Monolog.

Anta Recke erlebte Komi Amado erstmals 2011, als er in Christoph Schlingensiefs Theateroper Via Intolleranza II auf der Bühne der Berliner Festspiele aus der Perspektive eines Kindes einen rauschhaften Monolog über die neokolonialen Verhältnisse in der europäisch-afrikanischen Kunstproduktion hielt. Die zum Berliner Theatertreffen eingeladene Inszenierung setzte sich mit den Widersprüchen und kolonialen Fallhöhen rund um die Entstehung von Schlingensiefs Projekt Operndorf Afrika auseinander. Im Rahmen der Spätschicht treffen Recke und Amado im Gropius Bau erneut aufeinander und entwickeln gemeinsam mit dem Theatermacher Wenceslas Balima einen neuen Monolog.

Komi Amado (Künstlername Vieux-Père) ist ein Schauspieler und Komiker aus Burkina Faso. Neben Kino- und Fernsehproduktionen wirkte Amado an Theaterstücken wie Les Nouveaux Habits de l’Empereur (Des Kaisers neue Kleider) und William Shakespeares La Tempête (Der Sturm) mit. Heute lebt Amado als Schauspieler und Unternehmer in Versailles und engagiert sich für die Belange kleinwüchsiger Menschen in Burkina Faso. Seine persönliche Geschichte inspirierte Marine de Royers Dokumentarfilm Vieux-Père (2024). 

Anta Recke arbeitet als Regisseurin, Dramaturgin, Konzeptkünstlerin und Autorin. Ihre Regiearbeiten Mittelreich (2017) und Die Kränkung der Menschheit (2019) wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2021 inszenierte sie die Uraufführung von Olivia Wenzels Debutroman 1000 Serpentinen Angst am Maxim-Gorki-Theater. Sie gründete als Co-Direktorin das Deutsche Museum für Schwarze Unterhaltung und Black Music mit.

Bei der Veranstaltung werden ggfs. Foto- und Videoaufnahmen entstehen, auf denen ihr zu erkennen sein könntet. Mit eurem Besuch willigt ihr ein, dass diese Aufnahmen zur Kommunikation der Veranstaltung bzw. Ausstellung verwendet werden.