Konzert | Lange Nacht der Chinesischen Musik

Neue Musik aus China auf westlichen Instrumenten

Das Nieuw Ensemble begann sich im Herbst 1988 mit der chinesischen Musik zu befassen, als sein künstlerischer Leiter Joël Bons den fernen Osten besuchte. Aus seinen Kontakten mit Künstlern in der Volksrepublik ging eine einzigartiges Projekt unter dem Titel „New Music from China“ (Neue Musik aus China) hervor. Im April 1991 kamen in Amsterdam sieben junge chinesische Komponisten zusammen, um in einer Konzertreihe ihre Auftragswerke in Interpretationen des Nieuw Ensembles zu präsentieren. Das Publikum war hingerissen. Die gehörte Musik bezeugte eine musikalische Renaissance in China, die zehn Jahre zuvor niemand für möglich gehalten hatte.

Das Treffen in Holland war ein historischer Augenblick für die chinesische Musik. Allein das Zusammentreffen der jungen Komponisten in Amsterdam wurde zu einem bewegenden Ereignis. Einige waren aus New York gekommen, einige aus Paris und andere aus China; alle hatten sie an den Konservatorien von Beijing oder Shanghai studiert. Nun trafen sie das erste Mal nach vielen Jahren wieder aufeinander und hatten viele neue Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Die Komponisten waren reifer geworden, und jeder hatte seine ganz eigene Stimme entwickelt; dies zu beobachten war faszinierend. Obwohl sie in vielerlei Hinsicht den Hintergrund hatten, zeigten ihre neuen Stücke doch auffällige Unterschiede. Im Mai 1992 wurde eine weitere Reihe von Konzerten mit einer neuen kompositorischen Ernte gegeben. Das heutige Konzert bringt einige
der damals uraufgeführten Werke zu Gehör.

Programm

Mo Wuping
Fan II (1992)

Xu Shuya
Vacuité/Consistance (1996)

Chen Qigang
Poème Lyrique II (1990)

Tan Dun
Circle with Four Trios, Conductor and Audience (1992)

Qu Xiaosong
Mist (1991)

Besetzung

Nieuw Ensemble Amsterdam
Ed SpanjaardLeitung
Ellen SchuringSopran
Shi KelongBariton
Li Hui-KuanPipa
Ye Liuan-RengZheng

Mit Unterstützung von Stichting Nieuw Ensemble und Fonds voor de Podiumkunsten

Das Konzert wird von DeutschlandRadio Berlin aufgezeichnet.