Konzert | Ives und die Folgen
Die Komposition Just Charles & Cello in The Romantic Chord hat La Monte Young auf Wunsch seines langjährigen Mitarbeiters und Interpreten seiner Werke, dem Cellisten Charles Curtis geschrieben.
Das ist insofern ungewöhnlich, als La Monte Youngs kompositorisches Interesse dem Komponieren von vielfach harmonisch aufeinander bezogenen Tönen gilt, die er wie Klangfarben nutzt und mit denen er die für ihn typischen Klangenvironments schafft. Diesem Konzept steht die Komposition von Solostücken entgegen. Das Dilemma wurde in diesem Fall dadurch gelöst, dass Bordune dem Solo-Cello zugespielt werden.
Entsprechend der Grundidee von la Monte Youngs Schaffen, derzufolge seine Musik als ein einziges, in sich verzweigtes und vielfach ineinander verschachteltes Werk aufgefasst werden muss, steht das Stück Just Charles & Cello in The Romantic Chord nicht für sich. Es ordnet sich in dieses sich permanent wandelnde und erweiternde “work in progress” ein, indem es musikalisches Material aus dem Well-Tuned Piano weiterentwickelt und stilistische Elemente auch aus The Four Dreams of China einfließen lässt.
Zu dieser Aufführung hat Marian Zazeela erneut ein Licht-Environment – Abstract #1 from Quadrilateral Phase Angle Traversals with Dream Light – geschaffen.
La Monte Young / Marian Zazeela
Just Charles & Cello in The Romantic Chord (2002/2003)
in a setting of Abstract # 1 (2003) from Quadrilateral Phase Angle Traversals with Dream Light
für Charles Curtis, Violoncello, zugespielte Violoncello-Bordune und Licht-Environment DE
Deutsche Erstaufführung eines Auftragswerkes
von CCMIX Paris, C.A.C. Dijon, GRAME Lyon, MaerzMusik I Berliner Festspiele
Charles Curtis – Violoncello
Uli Schägger – Lichtdesign nach Vorgaben von Marian Zazeela
Centre Creation Musicale lannis Xenakis – Tontechnik, Programmierung