Konzert | Sonic Arts Lounge / Norden & Berlin
Nicht viele von Menschenhand geschaffene Dinge sind schlagkräftig genug, um eine Störung in der Geologie der Erde vom Format eines Erdbebens auszulösen. Nur eine nukleare Explosion ist so stark, dass Seismographen sie auf der ganzen Welt erfassen können. Unterschiede in den Druckverhältnissen im Boden, die über eine bestimmte Zeit hinweg aufrechterhalten werden, erzeugen Wellen (den Schall), die im Erdinneren übertragen werden.
Man könnte sagen, das musikalische Konzept von Namba Wan Jesas Man stützt sich auf genau diesen Vorgang. Der Schall braucht einen Körper, der ihn transportiert. In diesem Fall wird es der “Körper” des Hamburger Bahnhofs sein, der die Resonanz liefert.
Namba Wan Jesas Man ging aus einer der vielen Kollaborationen des experimentell-künstlerischen Forums hervor, das in einem ehemaligen Fabrik-Gelände in Stockholm (Kolsyrefabriken) beheimatet ist. Ihre Ziele sind eine ganzheitliche Klangbreite und die Ausschöpfung der omnipotenten Möglichkeiten der Musik. Fragt sich, wie hoch sie auf der Richter-Skala steigen werden?
Namba Wan Jesas Man
Johan Zetterquist – Gitarre
Johan Skugge – Computer
Henrik Andersson – Bass, Oszillator
Egill Sæbjörnsson – Gesang, Gitarre, Video
Eine Kooperation von Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof und MaerzMusik I Berliner Festspiele