Konzert
Werke von Harvey, Boulez u.a.
In ihrem zweiten Konzert in Berlin im Rahmen der MaerzMusik ehrt die London Sinfonietta zunächst zwei Komponisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Pierre Boulez, der 2005 80 Jahre alt wird und dessen Komposition Derive I für 8 Instrumente zur Aufführung kommen wird. Ein Werk, das 1985 von der London Sinfonietta unter der Leitung von Oliver Knussen uraufgeführt wurde. Und Natalya Pschenitschnikowa (Stimme) wird von Giacinto Scelsi, dem spät entdeckten, umstrittenen, das schöpferische Ich negierenden Komponisten, die Komposition Khoom für Stimme und 7 Instrumente (1962) interpretieren. 2005 jährt sich Scelsis Geburtstag zum 100. Mal.
Darüber hinaus hat die London Sinfonietta Werke zweier englischer Komponisten mit im Gepäck. Von Jonathan Harvey, einem Komponisten der älteren Generation sind gleich zwei Werke zu hören: ein Klassiker seines Werkkomplexes Mortuos Plangos, Vivos Voco 1980 entstanden, im Nachhall und in Auseinandersetzung mit der spektralen Bewegung in Frankreich und Two Interludes from an Opera, Teile aus seinem jüngsten Musiktheater- Projekt. Sam Hayden vertritt in diesem Konzert die jüngere Generation britischer Komponisten mit der Deutschen Erstaufführung seines Werkes Relative Autonomy (2004)
Jonathan Harvey
Mortuos Plango, Vivos Voco für 4-Kanal-Tonband (1980) DE
Pierre Boulez
Derive 1 für 6 Instrumente (1984)
Sam Hayden
Relative Autonomy für Ensemble (2004) DE
Giacinto Scelsi
Khoom Sette episode di una storia d’amore e di morte non scritta, in un paese lontano für Sopran und sieben Instrumente (1962)
Jonathan Harvey
Two Interludes from an Opera für Ensemble und Live-Elektronik (2003) DE
London Sinfonietta
Martyn Brabbins – Leitung
Natalia Pschenischnikova – Sopran
Mit Unterstützung von The British Council und Réseau Varèse – European Network for the Creation and Promotion of New Music