Musiktheater | Japan und der Westen
Die Komponistin Makiko Nishikaze und der Regisseur Christian Kesten konzipieren ein installatives Raum-Musiktheater, das auf der literarischen Grundlage des Johannes-Evangeliums, Kapitel 20, basiert und Maria Magdalena in den Mittelpunkt stellt.
Maria begegnet Jesus am leeren Grab, hält ihn zunächst für einen Gärtner, erkennt ihn, als er sie mit ihrem Namen anspricht, aber darf ihn nicht berühren, da er noch nicht „in den Himmel aufgefahren“ ist. Diese kurze Begebenheit am Ostermorgen wird abstrahierend aufgelöst, um den inneren Prozess einer der wichtigsten Frauenfiguren der Bibel nachzuzeichnen.
Der Werner-Otto-Saal des Konzerthauses wird dafür in eine Raumlandschaft verwandelt, die Sänger, Instrumentalisten und Publikum gleichermaßen bevölkern. Vokal agieren fünf der für ihre experimentellen Stimmkünste bekannten Maulwerker. Die sechs Instrumentalisten, die ebenfalls szenisch eingebunden sind, sind Mitglieder des Kammerensemble Neue Musik. Den Raum gestaltet der Bildende Künstler Kai Schiemenz, die Kostüme Dorothee Scheiffarth, das Licht Johannes Sundrup, die musikalische Einstudierung übernimmt Steffen Tast.
19:00 Werkeinführung im Carl-Maria-von-Weber-Saal
Helga de la Motte-Haber im Gespräch mit Makiko Nishikaze
Musiktheater für Mezzosopran, vier Stimmen und Ensemble (2004/2005) UA
Makiko Nishikaze, Christian Kesten – Konzeption
Christian Kesten – Inszenierung
Kai Schiemenz – Raum/Bühne
Dorothee Scheiffarth – Kostüm
Johannes Sundrup – Licht
Steffen Tast – Musikalische Einstudierung
Götz Dihlmann – Technische Leitung
Sabine Spillecke – Produktionsleitung
Thomas Bruns – Produktion
Gisburg – Mezzosopran
Ariane Jeßulat, Henrik Kairies, Tobias Müller-Kopp, Katarina Rasinski – Die Maulwerker
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Rudolf Döbler – Flöte
Winfried Rager – Klarinette
Robin Hayward – Tuba
Friedemann Werzlau – Schlagzeug
Kirstin Maria Pientka – Viola
Arnulf Ballhorn – Kontrabass
Ein Projekt der Maulwerker in Zusammenarbeit mit MaerzMusik | Berliner Festspiele, ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Stiftung Kulturfonds