Pressemeldung vom 6.2.2026

Wortmarke Gropius Bau

Leila Hekmat: Roses Rising – The Movement

6. und 7. März 2026

Der Gropius Bau eröffnet sein Frühjahrsprogramm mit einer neuen Auftragsarbeit der in Berlin lebenden Künstlerin und Regisseurin Leila Hekmat.

Roses Rising – The Movement bewegt sich zwischen Konzert, Happening, Ballett und kollektivem Traum und verwandelt den Lichthof des Gropius Bau in einen pulsierenden Raum, in dem Begehren zu Handlung, Politik zu Gebet und Revolution zu Geste wird. 

Wo ist der Aufstand? Wo ist der Wahnsinn? Wo ist die Musik?

Eine Gruppe versammelt sich. Das dekadente Dinner, das diese hemmungslosen Frauen gerade eben zusammengebracht hatte, hallt noch nach, denn es hat ihre Lust zur Rebellion entfacht. Jetzt können sie Anführerinnen mit einer Gefolgschaft sein. Sie singen, wüten, skandieren, predigen, taumeln, flüstern, tanzen, tollen mit Räucherstäbchen und Blumen. Sie wollen wissen: Ist das alles, was eine Revolution ausmacht? Und sie wollen, dass ihr euch anschließt: „An die Jugend von heute, die erregten Kids – Teenybopper und heranwachsende Hippies! Seid ihr müde, erschöpft, lustlos? Fühlt ihr die Gefühle? Verführbare Gemüter und formbare Massen – helft den Hilflosen, besorgt’s den Mutlosen, heilt die Heillosen.“

Mit handgefertigten, detailreichen Kostümen und Bühnenbildern entfaltet sich Roses Rising in Hekmats eigenwilligem Stil, der Komödie, musikalisches Tableau vivant und Performance verbindet. Ausgehend von umfassenden Recherchen und gesammeltem Material zur Protestkultur der 1970er Jahre entsteht eine performative Collage, die die bewussten und unbewussten Strategien beleuchtet, mit denen Menschen auf die Krisenhaftigkeit der Welt reagieren.

Roses Rising wird als zweiteilige Performance in Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer präsentiert. Nach The Movement im Gropius Bau wird die Bühnenproduktion The Dinner am 15. April 2026 im HAU1 Premiere feiern. Im Rückblick zeigt The Dinner jene dekadente Dinnerparty, die The Movement entstehen ließ.

Über Leila Hekmat

In Leila Hekmats künstlerischer Praxis verbinden sich Installation, Performance, Film und Musik zu opulenten und satirischen Tableaux vivants. Mit handgefertigten Kostümen und Bühnenbildern erschafft sie detailreiche Welten, die gesellschaftliche Konventionen und damit einhergehende Konstruktionen von Sexualität und Gender spielerisch unterwandern.  

Ihre Arbeiten collagieren sorgfältig gesammelte historische Referenzen – von der Commedia dell’arte und dem Vaudeville bis hin zu Protestkulturen und Fernsehästhetiken der 1970er Jahre. Exzessiv und humorvoll offenbaren Hekmats Arbeiten die törichten Verflechtungen von Macht, Moral und Begehren.

Als Co-Kuratorin der letzten Spätschicht 2025 verwandelte sie gemeinsam mit eingeladenen Künstler*innen und Kollaborateur*innen den sonst nicht zugänglichen Bereich des Gropius Bau für das Publikum.

Derzeit arbeitet Hekmat in einem der Studios des Gropius Bau.

Roses Rising – The Movement ist kuratiert von Nora-Swantje Almes, Kuratorin Live-Programm und Vermittlung, mit Alexandra Philippovskaya, Assistenzkuratorin Live-Programm und Vermittlung, und Edessa Malke, Volontariat Live-Programm und Vermittlung.