Performance

Leila Hekmat: Roses Rising – The Movement

Collage von drei weiblich gelesenen Personen, deren Gesichter zum Teil mit bunten Punkten bemalt und Blumenmotiven collagiert sind.

Leila Hekmat, Roses Rising, 2025, Courtesy of Leila Hekmat und Galerie Isabella Bortolozzi

Wo ist der Aufstand? Wo ist der Wahnsinn? Wo ist die Musik? In ihrer neuen Auftragsarbeit Roses Rising – The Movement inszeniert die in Berlin lebende Künstlerin und Regisseurin Leila Hekmat Entstehung, Taumel und Zerrissenheit einer gegenkulturellen Bewegung.

Roses Rising – The Movement bewegt sich zwischen Konzert, Happening, Ballett und kollektivem Traum. Die Performance verwandelt den Lichthof des Gropius Bau in einen pulsierenden Raum, in dem Begehren zu Handlung, Politik zu Gebet und Revolution zu Geste wird.

Eine Gruppe versammelt sich. Das dekadente Dinner, das diese hemmungslosen Frauen gerade eben zusammengebracht hatte, hallt noch nach, denn es hat ihre Lust zur Rebellion entfacht. Jetzt können sie Anführerinnen mit einer Gefolgschaft sein. Sie singen, wüten, skandieren, predigen, taumeln, flüstern, tanzen, tollen mit Räucherstäbchen und Blumen. Sie wollen wissen: Ist das alles, was eine Revolution ausmacht? Und sie wollen, dass ihr euch anschließt: „An die Jugend von heute, die erregten Kids – Teenybopper und heranwachsende Hippies! Seid ihr müde, erschöpft, lustlos? Fühlt ihr die Gefühle? Verführbare Gemüter und formbare Massen – helft den Hilflosen, besorgt’s den Mutlosen, heilt die Heillosen.“

Mit handgefertigten, detailreichen Kostümen und Bühnenbildern entfaltet sich Roses Rising in Hekmats eigenwilligem Stil, der Komödie, musikalisches Tableau vivant und Performance verbindet. Ausgehend von umfassenden Recherchen und gesammeltem Material zur Protestkultur der 1970er Jahre entsteht eine performative Collage, die die bewussten und unbewussten Strategien beleuchtet, mit denen Menschen auf die Krisenhaftigkeit der Welt reagieren.

Roses Rising wird als zweiteilige Performance in Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer präsentiert. Nach The Movement im Gropius Bau wird die Bühnenproduktion TheDinner am 15. April 2026 im HAU1 Premiere feiern. Im Rückblick zeigt The Dinner jene dekadente Dinnerparty, die The Movement entstehen ließ.

Credits

Leila HekmatText, Regie, Kostüme und Ausstattung
Roman OleMusik
Shade ThéretChoreografie
Diamond Stingily, Elena Francalanci, Estefanía Álvarez Ramírez, Jette Loona Hermanis, Luisa Fernanda Alfonso, Noah Lichtblau, Roman Ole, Ruby Commey, Shade Théret, Vivian Assal KoohnavardPerformance
Alabapia, Enna Lesch, Leela FaudeEnsemble Musik
Anne MeeussenLicht
Elsa LeguévaquesLeitung Kostümschneiderei
Monika Martynow, YouJung Kim, Grace KimKostümschneiderei
Kenny CampbellFrisuren und Make-Up
Niël MeyerKollaboration Tische und Stühle
Xavier PerroneSound
Antonia RohwetterDramaturgie und Projektmanagement
Richard Gersch, Noah LichtblauRegieassistenz
Hendrik BorowskiTechnische Leitung
Anja WeiglAdministration und Produktion
Alicja Waliczek, Sara KanarskiHospitanz

In Zusammenarbeit mit HAU Hebbel am Ufer
Mit Dank an Galerie Isabella Bortolozzi

Studio Visit mit Leila Hekmat

Besuch eines der Künstler*innenstudios im Gropius Bau

Roses Rising – The Movement ist kuratiert von Nora-Swantje Almes, Kuratorin Live-Programm und Vermittlung, mit Alexandra Philippovskaya, Assistenzkuratorin Live-Programm und Vermittlung, und Edessa Malke, Volontariat Live-Programm und Vermittlung.

Bei der Veranstaltung werden ggfs. Foto- und Videoaufnahmen entstehen, auf denen ihr zu erkennen sein könntet. Mit eurem Besuch willigt ihr ein, dass diese Aufnahmen zur Kommunikation der Veranstaltung bzw. Ausstellung verwendet werden.