Konzert
Klassische Strenge, herzerweichende Romantik, konkrete und imaginäre Folklore, zwangloser Rock und abstrakte Improvisation prägen Spiel und Ton von Ernst Reijseger. Der holländische Cellist mag gerade noch eine impressionistische Cello-Sonate zitieren, um sein Instrument im nächsten Moment wie eine Gitarre übers Knie zu legen oder den Klang der Kora nachzufühlen. Kein anderer Europäer hat die Emanzipation des Cellos im Jazz und über alle Genregrenzen hinaus so weit vorangetrieben wie er. Seine außerordentliche Vielfalt präsentierte er bisher in Bands wie dem Clusone Trio und dem Arcado String Trio. Nicht zuletzt über seine Adoptivtochter Janna pflegt er enge Verbindungen nach Afrika. Seine Kooperation mit den in Amsterdam lebenden Senegalesen Mola Sylla und Serigne C.M. Gueye in Système D dokumentiert die enge Vernetzung der holländischen Free-Szene mit Zugereisten unterschiedlichster Herkunft.
Ernst Reijseger – cello, percussion
Mola Sylla – vocals, m’bira, kongoma, xalam, nose flute, bejjen
Serigne C.M. Gueye – soruba, djembe, bougarabou, leget