Symposion | Sonic Arts Lounge
Künstlerische Strategien wie die Collage, die Montage, das Cut Up oder die Rekontextualisierung haben die Parameter der Kunst des prädigitalen Teils des 20. Jahrhunderts immer wieder revolutioniert. Mehr als darum, der „Welt Neues hinzuzufügen“ ging es vielen KünstlerInnen um das Sichtbarmachen unsichtbarer Zusammenhänge – darunter jene, die dem zunehmend mediatisierten Kulturbetrieb selbst zugrunde liegen. Dabei gerieten einige dieser Kuenstler in direkte Konfrontation mit den „Gatekeepern“ des Copyrights in der Unterhaltungs- und Musikindustrie und wurden zu Vorreitern einer Auseinandersetzung, die heute, im Zeitalter der vernetzten „unendlichen Archive“, längst nicht mehr nur innerhalb der Kunst von Bedeutung ist, sondern immer deutlichere Auswirkungen auf unsere Alltagskultur hat. Radikale Beschränkungen des partizipatorischen Potentials einer grundlegend veränderten Medienlandschaft werden dabei gerne mit den Interessen von KünstlerInnen/UrheberInnen und ihres „geistigen Eigentums“ begründet.
Beim Symposium „Material Re: Material (remix & copyright)“ kommen an zwei Tagen WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und KuratorInnen aus Rundfunk, Medienkunst und Musik zusammen, um auf diesem Hintergrund Fragen unterschiedliche Aspekte der Material/Copyright-Problematik zu diskutieren.
Paneldiskussion
Helga de la Motte-Haber, Antje Vowinckel – Vorträge
Nicolas Collins, Christian von Borries, Frieder Butzmann – Statements
Wolfgang Hagen – Moderation
Paneldiskussion
Gerfried Stocker, Volker Grassmuck – Vorträge
Markus Popp/Oval, Heidi Grundmann, Cornelia Sollfrank – Statements
Andreas Broeckmann – Moderation
Heidi Grundmann – Konzeption, Leitung