Konzert | Sonic Arts Lounge
„Stanze d’ascolto“ , zu deutsch „Hör-Räume“, ist eine Performance, die Klang, Poesie und digitale Kunst im Raum für das Publikum zu einem Erlebnis für die Sinne macht. Ein Spiel mit den Medien, oszillierend zwischen Kunst und Technik.
Die vielseitige italienische Künstlerin Isabella Bordoni spielt in ihren zahlreichen internationalen Performances mit den musikalischen und medialen Aspekten von Sprache – von Poesie. Auf der Bühne entwickelt sie eine Art akustischen Tanz aus Sprache und Sprachklang.
Das Stück ist eine Szenerie von Übergängen, von absichtlich übertretenen Grenzen. Isabella Bordonis Sprache durchläuft Wandlungen bis zu reinem Klang; Worte verlassen ihre ursprüngliche Bedeutung, verbinden sich mit Musik und Bild und werden in einem besonderen Live-Zusammenspiel auf neue Ebenen gehoben. Stanze d’ascolto ist Poesie zum Hören – und Sehen.
Die Musik von The Beige Oscillator trägt Züge vergangener Popmusiken wie electro und house, triphop, sogar Rockmusik, ohne diese Stile zu zitieren oder gar zu kopieren. Diese Musik, weder unverbindlich noch anbiedernd, ist sicherlich auf Grund der ungewöhnlichen musikalischen Biographien der beiden in Berlin lebenden Produzenten entstanden: Hanno Leichtmann, eigentlich Schlagzeuger, und Nicholas Bussmann, eigentlich Cellist, haben schon Mitte der 90er Jahre zusammengearbeitet, damals hießen die Bands noch „blei war sein lohn“ oder „no doctor“ und waren der improvisierten Musik, dem freien Jazz verschrieben. Bussmann und Leichtmann formierten dann auch mit dem Sänger, Schauspieler und Multiinstrumentalisten Lars Rudolph die bis dato aktive Combo „ich schwitze nie“.
Isabella Bordoni – Text, Komposition, Regie und Bild
Andres Bosshard – Klang, Klangarchitektur, Klangchoreografie
Martux_M / Metaxu – Musik, Live-Elektronik
Økapi / Metaxu – Musik, Live-Elektronik
Jaromil, Free-J – Live Video Mix
Marold Langer-Philippsen – Sprecher
Mit Unterstützung des Instituto Italiano di Cultura Berlin
Sonic Arts Lounge ist eine Koproduktion von DeutschlandRadio Berlin und MaerzMusik / Berliner Festspiele