Installation & Performance

Leila Bencharnia / Ensemble Adapter

Collage aus zwei Bildern. Oben ein Portrait von Leila Bencharnia. Sie sitzt vor einer weißen Fassade mit Makeln, neben ihr sind zahlreiche Pflanzen und ein Golden Retriever. Unten: Zwei Musiker*innen in gelben Strickpullovern sitzen nebeneinander und schauen durch kleine Ferngläser.

Leila Bencharnia und Ensemble Adapter © Piotr Niepsuj, Simon Detel

Im Rahmen einer Residency in Berlin hat die Komponistin Leila Bencharnia gemeinsam mit dem Ensemble Adapter ein neues Werk erarbeitet, das als Ausgangspunkt die Formen und Farben der Amazigh-Webkunst besitzt. Bei MaerzMusik werden die Resultate dieses Forschungsprojekts vorgestellt.

Mit ihrem gemeinsam erarbeiteten Programm übersetzen Leila Bencharnia und das Ensemble Adapter textile Muster in klangliche Texturen. Die in Mailand ansässige marokkanische Komponistin wurde im Rahmen einer gemeinsam von MaerzMusik und der Institution Mophradat in Kollaboration mit dem DAAD zu einem Rechercheprojekt nach Berlin eingeladen. Zwischen Beginn der bewusst ergebnisoffen angelegten Residency im November und der Präsentation der neuen Komposition der Klangkünstlerin und Interpretin akusmatischer Musik arbeitete sie intensiv mit der von Matthias Engler und Gunnhildur Einarsdóttir gegründeten experimentellen Musikgruppe mit Sitz in Berlin und Reykjavík zusammen. Bencharnia nahm die Weberei der Indigenen marokkanischen Amazigh-Bevölkerung zum Ausgangspunkt für ihre Recherche und kreative Arbeit. Im Rahmen ihrer Auseinandersetzung mit Fraktalen und der den handgefertigten Textilien inhärenten Farbkodierungen von Webstücken brechen Komponistin und Ensemble gemeinsam mit ihrem Publikum in experimentelle Klangwelten auf. Der Fokus liegt dabei auf aufmerksamem Zuhören ebenso wie auf einer geduldigen Erwartung des Kommenden – darauf, Muster in ihren Verschränkungen zu erkennen und sich von ihnen leiten zu lassen, die Verläufe verschiedener Farben im Klang nachzuvollziehen und zu empfinden.

Das Artist-in-Residence-Programm wird von Mophradat in Zusammenarbeit mit Berliner Festspiele / MaerzMusik und mit zusätzlicher Unterstützung des DAAD organisiert.