Pressemeldung vom 18.12.2025

Wortmarke Performing Arts Season

Uraufführung Tanzende Idioten von Thorsten Lensing

Die Performing Arts Season 2025/26 präsentiert an vier Abenden vom 15. bis 18. Januar „Tanzende Idioten“, das neue Theaterstück von Thorsten Lensing mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der NASA-Apollo-Missionen zum Mond. In der von den Berliner Festspielen koproduzierten Inszenierung spielen Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi, Karin Neuhäuser und der Schlagzeuger Willi Kellers.

„Tanzende Idioten“
von Thorsten Lensing

mit Texten von Denis Johnson
und Originalzitaten der NASA-Apollo-Missionen zum Mond

Uraufführung

Do, 15. Januar, bis Sa, 17. Januar 2026, jeweils 19:30-22:30 Uhr
So, 18. Januar 2026, 18:00-21:00 Uhr
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne

Goldie tut, was sie am liebsten tut: Sie baut ihr Haus um. Ihre Freude dabei ist ebenso ansteckend wie verstörend, denn Goldie ist schwer krank. Ihr Kater Apollo genießt ihre zunehmende Schwäche: Endlich kann er ungestört auf ihr herumliegen und endlos vor sich hin schnarchen.

Plötzlich steht Goldies frisch verliebter Vater mit seiner Geliebten vor der Tür. Vollkommen unerwartet findet sich der vor Glück beinahe platzende Vater am Sterbebett der eigenen Tochter wieder. Er glaubt sich am Anfang, sie weiß sich am Ende.

In Goldies Zimmer flutet noch einmal die ganze Welt hinein, all das, wovon der Abschied schwerfällt: Wälder, Tiere, das Meer. Der Lebensraum Erde wird sogar überschritten und aus der kleinen Einheit „Zimmer“ wird innerhalb von Sekunden der Weltraum.

Ausgangspunkt des Projekts waren zwei Sätze aus einer Erzählung von Denis Johnson. Er beschreibt darin einen Mann, der im Sterben liegt und Umbaupläne zeichnet. Auf ihm liegt seine Katze und schläft. Von diesem Bild ausgehend schrieb Thorsten Lensing den Text zu „Tanzende Idioten“, in dem er auch immer wieder Formulierungen, Fragmente und Dialoge aus anderen Johnson-Werken aufgreift. Über sich und seine Arbeit sagte Johnson: „Ich würde meine Figuren genauso beschreiben wie mich selbst: Wir sind tanzende Idioten.“

Erneut arbeitet Thorsten Lensing mit einigen seiner langjährigen künstlerischen Weggefährt*innen zusammen: Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi, Karin Neuhäuser und der Schlagzeuger Willi Kellers spielen Überlebende auf dem Weg zur nächsten Katastrophe. Was sie ausmacht, ist eine aberwitzige Mischung aus Brutalität und Zärtlichkeit, Anarchie und metaphysischen Instinkten, Daseinsschmerz und Lebenslust.

Einen Einblick in die Probenarbeit gibt das Essay „So viel Leben wie möglich“ von Dan Kolber, Dramaturg der Produktion.
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Thorsten Lensing inszeniert seit Mitte der 1990er-Jahre freie Produktionen, zumeist in Koproduktion mit Theatern und Festivals wie dem Schauspielhaus Zürich, den Sophiensælen in Berlin, Kampnagel Hamburg, dem Künstler*innenhaus Mousonturm in Frankfurt, dem Theater im Pumpenhaus in Münster und vielen mehr. Dabei arbeitet er stets mit einem festen Stamm an herausragenden Schauspieler*innen. Im Jahr 2009 wurde die Produktion „Der Lauf zum Meer. Ein Idyll“ in der Regie von Thorsten Lensing bei den Berliner Festspielen uraufgeführt. Nach Romanbearbeitungen von Fjodor M. Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“ (Friedrich-Luft-Preis 2014) und David Foster Wallaces „Unendlicher Spaß“ (2019 eingeladen zum Theatertreffen) leitete die Präsentation von Thorsten Lensings erstem selbst geschriebenen Stück „Verrückt nach Trost“ (Uraufführung bei den Salzburger Festspielen 2022) im Rahmen der Performing Arts Season 2024/25 eine langfristige Zusammenarbeit mit den Berliner Festspielen ein. Diese Kooperation mit dem in Berlin ansässigen, europaweit erfolgreichen Regisseur und Autor erfährt durch die Uraufführung von „Tanzende Idioten“ ihre Fortsetzung.

Eine Produktion von Thorsten Lensing in Koproduktion mit den Berliner Festspielen, den Wiener Festwochen, dem Asphalt Festival Düsseldorf, Les Théâtres de la Ville Luxembourg, Schauspiel Stuttgart, Kampnagel Internationale Kulturfabrik Hamburg, Kurtheater Baden und dem Theater im Pumpenhaus Münster – gefördert durch die Kunststiftung NRW.

Mit freundlicher Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds Berlin und der Stadt Münster.

 


 

Audiodeskription „Tanzende Idioten“
Die Vorstellung am Samstag, 17. Januar 2026, um 19:30 Uhr im Haus der Berliner Festspiele wird mit Audiodeskription in deutscher Sprache angeboten. Bereits ab 17:30 Uhr finden eine Tastführung und ab 19:00 Uhr das Preboarding und die Einführung im Saal statt. Die audiodeskriptive Einführung steht zudem ab dem 15. Januar als MP3-Download auf der Website der Berliner Festspiele zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Audiodeskription

Interview- und/oder Akkreditierungsanfragen nehmen wir gerne entgegen: akkreditierung@berlinerfestspiele.de

Aktuelle Inszenierungsbilder stehen voraussichtlich ab Januar 2026 im Pressebereich der Performing Arts Season auf der Website zum Download bereit.

 


 

Save the Date

Zum Abschluss der Programmreihe ist am 24. und 25. Januar 2026 im Haus der Berliner Festspiele die internationale Koproduktion „Último helecho“ der Künstler*innen Nina Laisné und François Chaignaud mit Nadia Larcher zu Gast. Die poetisch-fabelhafte Performance wird von Musik, Gesang und Tanz gleichermaßen getragen und lässt Barock auf südamerikanische Folklore und Mythologie treffen.


 

Pressekontakt

Sara Franke, Anna Hinz
+49 30 254 89 269 / 132
presse@berlinerfestspiele.de

Pressebereich Performing Arts Season