Artist in Residence

Das Programm In House: Artist in Residence bringt Künstler*innen und ihre kreativen Prozesse in den Gropius Bau zurück: Anknüpfend an die Geschichte des Hauses als ursprüngliches Kunstgewerbemuseum mit zahlreichen Ateliers und Werkstätten, wird der Gropius Bau wieder zu einem Ort der künstlerischen Kreation und Produktion. Künstler*innen sind eingeladen, aus existierenden institutionellen Formaten auszubrechen und mit uns das Ausstellungshaus für das 21. Jahrhundert neu denken.

Otobong Nkanga, "Carved to Flow" im Gropius Bau

Otobong Nkanga, "Carved to Flow" im Gropius Bau

Foto: Mathias Völzke

2019 wird das Programm In House: Artist in Residence von Otobong Nkanga fortgeführt. Ihre Performances, Skulpturen, Zeichnungen und Installationen sind gekennzeichnet von ihrem Engagement, ökonomische und ökologische Prozesse umfassend zu ergründen und zu teilen. Ausgehend von natürlichen Ressourcen wie Sand, Mineralien und Ölen, erforscht sie materielle, begriffliche und geschichtliche Strukturen. Zusätzlich zu ihrem Atelier im Gropius Bau bespielt sie auch einen Raum im Erdgeschoss des Hauses, wo sie das bei der documenta 14 gestartete Projekt Carved to Flow fortführen wird. Im Rahmen dessen wurde in Athen schwarz marmorierte Seife produziert, in der sich die Inhaltsstoffe und Traditionen verschiedener Regionen aus dem Mittelmeerraum, dem Nahen Osten, Nord- und Westafrika vermischen. Anschließend wurde diese in einer zweiten Phase in Kassel verteilt. Die dritte Phase des Projekts, „Germination“ (Keimung), dient schließlich als Plattform für Forschung, öffentliche Gespräche und Workshops.