Moderation: Dr. Peter Jochen Winters, Berlin
Eintritt frei
Dienstag, 1. November 2005 | 20:00
Veranstalter
Stiftung Topographie des Terrors
Stresemannstrasse 111
10963 Berlin
Telefon +49 (0)30 25 45 09-0
Fax +49 (0)30 25 45 09-99
<cms_link> <templatecontent> <cms_value> <lang id="§"> <text> http://www.topographie.de </text> </lang> </cms_value> <cms_value> <lang id="§"> <text> www.topographie.de </text> </lang> </cms_value> <cms_value> <lang id="§"></lang> </cms_value> <cms_value> <lang id="§"> <sel> <value> externalLink_st_domeditor_1.ExternerLink </value> </sel> </lang> </cms_value> <cms_value> <lang id="§"></lang> </cms_value> <cms_value> <lang id="§"></lang> </cms_value> </templatecontent></cms_link>
Markus Wolf wurde 1923 als Sohn des Arztes und Schriftstellers Friedrich Wolf geboren. Er emigrierte 1934 mit seinen Eltern in die Sowjetunion. Von 1943 bis 1945 war er Sprecher und Kommentator beim „Deutschen Volkssender“ in Moskau. 1945 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Mitarbeiter des Berliner Rundfunks. Für diesen verfolgte er von 1945 bis 1946 als Berichterstatter unter dem Pseudonym Michael Storm den gesamten Hauptkriegsverbrecherprozeß in Nürnberg. Im Dezember 1952 übernahm er die Leitung des Außenpolitischen Nachrichtendienstes der DDR. Nach der Eingliederung des Dienstes in das Ministerium für Staatssicherheit der DDR wurde er Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung und war bis 1986 Stellvertreter des Ministers. Wolfs Erinnerungen an den Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß und seine Berichterstattung werden Gegenstand des Vortrags sein.
Peter Jochen Winters, 1934 geboren, ist langjähriges Mitglied im Arbeitsausschuß der Stiftung Topographie des Terrors. Von 1968 bis 1999 war er Redakteur bei der „Frankfurter Allgemeine“, davor war er bei der Wochenzeitung „Christ und Welt“ beschäftigt, für die er unter anderem über den Auschwitz-Prozeß berichtete. Für diese Berichterstattung erhielt er 1965 den Deutschen Journalistenpreis.