Eintritt mit Eintrittskarte zur Ausstellung
Treffpunkt: Foyer
Donnerstag, 11. Mai 2006 | 18:00
Tobias Kämpf erklärt: Bildwunder – Guido Reni, der Heilige Filippo Neri und die Madonna della Vallicella
Renis Gemälde, das durch einen Stich von Luca Ciamberlano große Verbreitung erlangte, wurde zum Vorbild zahlreicher Darstellungen des Hl. Philipp Neri in den Kirchen der Oratorianer ganz Italiens.
In Aufgabenstellung und Bedeutung ist es dem Werk Guercinos „Die büßende Maria Magdalena“ ebenbürtig (s. Vortrag vom 04. Mai 2006). Doch im Gegensatz zur neutestamentarischen Figur und ihrer mittelalterlichen Legende steht bei Reni ein Heiliger der Gegenreformation im Mittelpunkt, der erst 1622 kanonisiert wurde. Renis Meisterwerk spiegelt nicht nur religionspolitische Anliegen, sondern trug selbst erheblich zum Statusgewinn des neuen Heiligen bei.
Tobias Kämpf studierte Kunstgeschichte an den Universitäten Bonn, Rom und London. Dissertation über die römische Liegefigur der Hl. Cäcilie, 2005 an der Universität Würzburg eingereicht.
Im Rahmen der Ausstellung „Barock im Vatikan“